
Das Jahr 2025 ist für den FC Energie Cottbus ereignisreich gewesen. Da ist es an der Zeit, auf ein bewegendes Jahr zurückzublicken.
Ein Rückkehrer und der Start ins Jahr 2025
„Wir mussten richtig viel aushalten.“
Im Januar 2025 holte Energie Erik Engelhardt aus Osnabrück zurück. Er sollte fortan für mehr Wirbel im Angriff sorgen. Zunächst spielten aber andere Akteure stark auf. So begann der Start in die Rückrunde bei Arminia Bielefeld. Die Wollitz-Elf agierte abgezockt und schoss zu Beginn der jeweiligen Halbzeiten ein Tor, und verdiente sich den 2:0-Auswärtserfolg redlich. Auch im Heimspiel gegen Dynamo Dresden bot man dem Gegner einen großen Kampf. Dabei konnte man nach 0:1-Rückstand noch ein 1:1 bewerkstelligen. Eine wundervolle Flanke von Erik Tallig verwertete Timmy Thiele zum Ausgleich. Ebenso wurde das darauffolgende Heimspiel, auch wenn es am Ende ein knappes Ergebnis gewesen ist, überzeugend gegen Wehen Wiesbaden gewonnen. Auch der SC Verl konnte knapp bezwungen werden. Es sah ganz danach aus, als würde Energie alle Konkurrenten im Aufstiegskampf abhängen.
Die Schwächephase im Verbund mit vier sieglosen Partien
„Es haben ein paar Prozent gefehlt.“
Doch dann verspielten die Lausitzer mit drei Niederlagen in Folge Platz 1 in der Tabelle, und rutschten auf Platz 3 ab. Der Vorsprung auf Platz 4 schmolz lediglich von neun auf fünf Punkte. Damit war man noch komfortabel dabei. Aber das magere 2:2 gegen Hannover 96 II ließ den Vorsprung auf Platz 4 um einen weiteren Punkt schmelzen. Dabei war die Heimniederlage gegen den VfL Osnabrück als etwas unglücklich zu bezeichnen. Es wäre dort definitiv mehr möglich gewesen. Beim Spiel in Saarbrücken wachte man schlichtweg zu spät auf.
Ein Auf und Ab in den darauffolgenden Wochen
„Es gehört dazu, dass man solche Spiele gewinnt.“
Doch danach wurde mit dem 1:0-Erfolg in Sandhausen die Negativserie beendet. Auch das Derby gegen Aue entschied Energie mit einem knappen Erfolg für sich. Aber Anschluss des Derbys folgten erneut drei Niederlagen in Folge. Dabei gab es bei 1860 München und bei Borussia Dortmund II herbe Klatschen zu verkraften. Dabei war die Heimniederlage gegen Essen vermeidbar. Auch das Aus im Landespokalhalbfinale bei Eintracht Stahnsdorf sorgte für einen dicken Paukenschlag. In den verbleibenden fünf Partien der Saison 2024/2025 blieb es für den FCE durchwachsen. Ein 1:1 in Unterhaching und der 3:1-Erfolg in Rostock sorgten zumindest noch in fremden Stadien für positive Ergebnisse. Auch der Heimerfolg gegen Viktoria Köln ließ zumindest auf einen hoffnungsvollen Saisonausklang hoffen. Doch die Heimniederlagen gegen Waldhof Mannheim und gegen Ingolstadt sorgten für Ernüchterung.
Umbruch in der Sommerpause und das Ziel Klassenerhalt
Viele Spieler mussten den Verein verlassen. Dafür kamen hoffnungsvolle Profis hinzu. Überdies startete der Verein mit seinem historischen Vereinswappen in die Jubiläumssaison. Dazu wurde die Förderung für das Stadion verabschiedet. In zahlreichen Testspielen konnten sich alle Spieler für einen Startplatz in der Liga empfehlen. Dabei war das Freundschaftsspiel gegen die VSG Altglienicke ein echter Gradmesser. Auch bei Eintracht Mahlsdorf wusste der FCE mit schönen Angriffszügen zu gefallen.
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Ein holpriger Saisonstart und Nachverpflichtungen
„Nur wir sind dafür verantwortlich.“
Das 3:3 gegen Saarbrücken war alles andere als ein enttäuschendes Spiel. Doch das Auslassen vieler Torchancen brachte ein großes Manko dieser Partie hervor. Aber die Spielkombinationen und das Zusammenspiel konnten sich sehen lassen. Die Begegnung in Schweinfurt stellte sich als ein Geduldsspiel heraus. Erst in der Nachspielzeit konnte der Sieg sichergestellt werden. Dafür gab es in der 1. Runde des DFB-Pokals eine kleine Sensation. Die 1:4-Klatsche bei Hoffenheim II und das 1:1 gegen Ingolstadt sorgten dann für eine etwas mäßige Stimmung im FCE-Lager. Der Verein reagierte, und verpflichtete für die Defensive King Manu und Anderson Lucoqui. Außerdem kam der Torhüter Marius Funk vom FC Ingolstadt hinzu. Als erster Italiener stieß dann noch Simon Straudi zum Team, der sich im weiteren Hinrundenverlauf positiv auf der RV-Position zeigte. Für die Offensive wurde dann noch Merveille Biankadi nachverpflichtet.
An die Tabellenspitze herantasten
„Die Mannschaft hatte das Gespür und die Ordnung.“
Der 3:0-Erfolg in Mannheim fiel sehr deutlich aus. Da konnte dem Derby gegen Aue nichts mehr entgegenstehen. Doch die knappe Niederlage beim SC Verl trübte etwas die fast perfekte englische Woche. Die besten Antworten darauf gab das Team von Pele Wollitz gegen die Reserve des VfB Stuttgart und bei Hansa Rostock. Weiterhin zeigten sich Moral, Aufwand und Frust als die richtige Erfolgsformel. Mit dem Auswärtssieg in Ulm am 11. Spieltag blieb man nahe an Tabellenführer Duisburg dran. Aber der hohe Schlagabtausch gegen den TSV Havelse ist nichts für schwache Nerven gewesen. Beim 4:2 in Babelsberg beim Landespokal Brandenburg wurde das Ticket für das Halbfinale gelöst.
Eine fulminante Weiterentwicklung
„Wir haben gearbeitet und gefightet.“
Essen war bisher der Angstgegner für Energie gewesen. Doch das 3:2 sollte ein bemerkenswerter Auftakt speziell mit diesem Ergebnis sein. Die Begegnung gegen Viktoria Köln war eine ziemlich wilde Fahrt gewesen. Dabei wurde der Höhepunkt in der Schlussphase gefunden. Auch das Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg ist nichts für schwache Nerven gewesen. Sehr ärgerlich war dann die Niederlage bei Wehen Wiesbaden gewesen. Das 2:2 gegen Regensburg war dann teilweise ein erfolgreicher Hinrundenabschluss gewesen.
Fazit: Energie verspielte in der ersten Jahreshälfte den möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nach einem großen Umbruch im Sommer fand sich das Team recht rasch, um dann für ordentlich Furore zu sorgen. Die Krönung ist die Herbstmeisterschaft, welche das Jahr 2025 mehr als erfolgreich ausklingen lassen. Des Weiteren fand Stürmer Erik Engelhardt zu alter Stärke zurück, und entwickelte sich in der Hinrunde 2025/2026 zu einem echten Torjäger. Zieht man die richtigen Lehren aus der Vergangenheit, dann könnte Großes für den Verein bevorstehen. Und in einem Jubiläumsjahr würde so etwas doppelt so viel Freude bringen.
