
Dieses Topspiel beinhaltete nicht den spielerischen Glanz, den man erwartet hätte. Trotzdem sahen die Zuschauer eine ansehnliche und taktisch geprägte Partie. Für Erik Engelhardt war es aber alles andere als ein einfaches Spiel, was gut in der Überschrift herauszulesen ist.
Frühe Führung für Energie, und Bielefeld häufig im Abseits
Die Geschichte dieser ersten Halbzeit ist eigentlich schnell erzählt. Energie ging früh mit 1:0 in Führung. Ein durchdachter Angriff wurde über die linke Seite ausgespielt. Die Hereingabe klärte die Arminia zunächst. Den Nachschuss durch Borgmann wehrte Kersken ab. Aber gegen Copados Abstauber war er dann machtlos, welchen Copado am rechten Pfosten verwertete (2.). Im Anschluss versuchte der Gastgeber, das Spiel an sich zu reißen. In den weiteren Spielminuten versuchte Arminia den frühen Rückstand wegzustecken und spielte sich häufig bis zur Strafraumgrenze gut durch. Im Strafraum war dann aber Endstation, weil Energie kompakt verteidigte und die Abseitsfalle im vollen Umfang zum Tragen gekommen war. Die hohe Flanke von Lannert war die einzig gefährliche Situation, die Schlussmann Bethke aufseiten der Gäste im ersten Durchgang mit mehr Körpereinsatz parieren musste (18.). Bis zur Halbzeit gestalteten sich die Zweikampfwerte und Ballbesitz sehr ausgeglichen, und Energie verlegte sich häufig aufs Kontern.
Bestrebte Arminia scheitert an clevere Cottbuser
Die Elf von Michel Kniat kam selbstbewusst aus der Kabine und wollte dem Spiel eine andere Richtung gehen. Doch der Plan ging buchstäblich nach hinten los, weil Energie früh im zweiten Abschnitt das 2:0 nachlegte. Copado spielte auf der linken Außenbahn einen langen Ball in die Spitze, welchen Krauß super mitnahm. Seinen einzigen Gegenspieler schüttelte der Flügelspieler ab und beförderte das Spielgerät ins lange Eck (47.). Bielefeld ließ sich aber nicht vom Konzept abbringen und erarbeitete sich im weiteren Spielverlauf mehr Ballbesitz. Das Offensivspiel der Ostwestfalen war bis zum Strafraum sehr gefällig, und man musste stets damit rechnen, dass die Hausherren wieder ins Spiel zurückkommen würden. Aber Energie verteidigte mit Mann und Maus und ließ zumindest im Strafraum keine gefährlichen Aktionen zu. Auch die Möglichkeiten nach Standardsituationen ließ der Gastgeber sträflich liegen. Stattdessen hätten die Lausitzer fast den Deckel endgültig draufgemacht. Jedoch kam Schlussmann Kersken bei Engelhardts Schuss aus seinem Kasten und reagierte glänzend (77.). Aufgrund des taktischen Plans seitens Energie fällt der Sieg verdient aus.
Fazit: Energie startete mit einem taktischen Plan in die Rückrunde und verdient sich den Sieg aufgrund der Cleverness redlich und kann sich jetzt auf ein volles Haus im Derby gegen Dynamo Dresden freuen.
Die Stimmen zum Spiel:
Bielefeld:
Michel Kniat: „Von unserer Seite aus geht das Spiel bereits nach zwei Minuten in die falsche Richtung geht. Wir klären in der Situation nicht so gut, sodass ein Plan über den Haufen geworfen ist. Wir haben zu wenige Torchancen kreiert und fangen zu schnell das 2:0. Dann läuft man nur hinterher. Dann ist es ganz schwer zurückzukommen.“
Cottbus:
Pele Wollitz: „Was wir defensiv abgeliefert haben, ist einfach unglaublich. Und dann dieser Punch nach zwei gespielten Minuten und kurz nach Beginn der Halbzeit.“
Erik Engelhardt: „Das Spiel war richtig anstrengend und wir mussten richtig viel aushalten. Doch wir haben es als Mannschaft richtig gut gemacht und sind verdiente drei Punkte.“
Die kommenden Aufgaben beider Kontrahenten:
Arminia Bielefeld: So., 26. Januar 2025 um 19:30 Uhr; Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II.
Energie Cottbus: Sa., 25. Januar 2025 um 14:00 Uhr; Heimspiel gegen Dynamo Dresden.
