Umbruch beim FC Pipinsried: Sechs Spieler verlassen den Verein
Dienstag 30.06.20 19:38 Uhr|Autor: Florentin Reif4.485
Sechs Spieler haben den FC Pipinsried bisher schon verlassen. <em>FC Pipinsried</em>

Umbruch beim FC Pipinsried: Sechs Spieler verlassen den Verein

Cekic, Hoffmann, Hollenzer, Hipper, Salemovic und Hürzeler gehen
Beim FC Pipinsried beginnt das große Stühlerücken. Am Dienstag haben sechs Spieler den Verein verlassen. Einige Neuzugänge stehen bereits fest.


  • Der FC Pipinsried führt die Bayernliga Süd mit 21 Punkten Vorsprung an.
  • Marian Knecht, Julian Kirr, Marc Koch, Peter Guinari, Tim Oberwahrenbrock, Andre Gasteiger und Rene Hamann wurden ab Juli neu verpflichtet.
  • Muriz Salemovic, Fabian Hürzeler, Amar Cekic, Sebastian Hollenzer, Dennis Hoffmann und Johann Hipper verlassen den Verein.

Der FC Pipinsried ist das Maß aller Dinge in der Bayernliga Süd. Der Klub ist noch ungeschlagen und führt die Tabelle mit 21 Punkten Vorsprung an. Die spielfreie Zeit nutzt der FCP, um an seinem Kader zu feilen. Neben der Rückkehr von Marian Knecht hat der erstplatzierte der Bayernliga auch Julian Kirr von Türkgücü München in das Dachauer Hinterland gelotst. Zudem schließen sich die zwei Junglöwen Marc Koch und Peter Guinari dem Verein an. Auch Tim Oberwahrenbrock , Andre Gasteiger und Rene Hamann haben einen Vertrag beim Bayernligaprimus unterschrieben. Neben den Neuzugängen hat der FC Pipinsried allerdings auch zum 30.06.2020 einige Abgänge zu verzeichnen.

Muriz Salemovic wechselt zum TSV Landsberg

Ein Wechsel, der schon länger feststeht, ist der Abgang von Muriz Salemovic zum TSV Landsberg . Aufgrund der Corona-Unterbrechung verlässt er den FC Pipinsried schon vor SaisonendeSalemovic bildete zusammen mit Fabian Hürzeler das Trainerduo beim FCP in dieser Saison. Beim TSV Landsberg soll der 31-Jährige neben seiner Rolle auf dem Platz auch die Position des sportlichen Leiters besetzten. Ein Engagement als Spielertrainer wie beim FC Pipinsried schließt der Mittelfeldspieler vorerst aus: „Ich möchte noch zwei oder drei schöne Jahre als Spieler verbringen. Danach kann ich immer noch 30 Jahre als Trainer arbeiten“.

Fabian Hürzeler: Ziel unbekannt

Auch Teil zwei des Erfolgs-Trainerduos hat den am 30.06.2020 auslaufenden Vertrag beim FC Pipinsried nicht verlängert. Fabian  Hürzeler kam 2016 zum FCP und führte das Team ein Jahr später erstmals in die Regionalliga Bayern . Dort konnte sich der Verein unter seiner Führung zwei Jahre lang behaupten. Seinen Wechsel begründet der 27-Jährige mit der fehlenden sportlichen Herausforderung in der Zeit nach der Corona-Pause: „Ich bin ein Typ, der immer Herausforderungen sucht und braucht. Ich sehe im kommenden Spieljahr keine Herausforderung darin, einen mega-riesigen Vorsprung ins Ziel zu bringen und sportlich wertlose Pokalspiele zu bestreiten“. 

Wohin es den A-Lizensinhaber verschlägt, ist weiterhin noch offen. Gegenüber Fussball Vorort/ FuPa Oberbayern sagte er, dass er für neue Aufgaben offen ist.

Amar Cekic wechselt zum 1. FC Schweinfurt

Auch der Abgang von Amar Cekic steht schon länger fest. Er schließt sich dem 1. FC Schweinfurt an. Der 27-Jährige hat bei den einen Vertrag über zwei Spielzeiten unterschrieben. Bei den Schnüdeln freut sich der Edeltechniker vor allem auf die Zusammenarbeit mit Trainer Tobias Strobl und die neue sportliche Herausforderung: "Mit Tobias Strobl habe ich eine Vertrauensperson im Verein, da ich ihn persönlich schon länger kenne, aber noch nie mit ihm gearbeitet habe. Die Ziele des Vereins stimmen zudem mit meinen überein, daher freue ich mich auf das Projekt Schweinfurt". 

Cekic steckt sich hohe Ziele und möchte mit dem Verein den Sprung in die 3. Liga schaffen: „Nach einigen Anläufen, bei denen der Verein in den letzten Jahren knapp gescheitert ist, wird es Zeit dieses Ziel zu realisieren."

Sebastian Hollenzer wechselt zum TSV Landsberg

Sebastian Hollenzer liebäugelte bereits letzte Saison mit einem Wechsel. Jetzt steht fest, dass der zweite Torwart des FCP den Verein verlassen wird. Er folgt Muriz Salemovic in Richtung TSV Landsberg. Drei Jahre spielte der 21-Jährige für „Pipi“ und stand unter anderem bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München II zwischen den Pfosten. 

Dennis Hoffmann: Ziel unbekannt

Dennis Hoffmann  kam erst vor der Saison zum FC Pipinsried . Zuvor kickte der 29-Jährige fünf Jahre für den FC Memmingen in der Regionalliga Bayern. Hoffmann kam auf 18 Einsätze und steuerte vier Scorer-Punkte bei. Wohin es den Defensiv-Allrounder zieht, ist noch unbekannt.

Johann Hipper: Ziel unbekannt

Der überraschendste Abgang auf dieser Liste Johann Hipper. Der 21-jährige Torwart wechselte letzte Saison vom TSV 1860 München in das Dachauer Hinterland. In der aktuellen Spielzeit kassierte der Keeper in 19 Partien lediglich 13 Gegentore und hat große Anteil an der starken Saison des Erstplatzierten der Bayernliga Süd

Zudem verlängerte der Schlussmann erst letzten Monat seinen Vertrag mit den Worten: „Ich habe mich bewusst für den nächsten Schritt mit dem FC Pipinsried entschieden. Kurzfristig ist es mein Ziel, Regionalliga zu spielen, was mir der FCP im Falle des Aufstiegs bieten kann. Ich spüre das Vertrauen“. Allerdings sicherte sich Hipper damals eine Ausstiegsklausel, die greift, falls ein Profi-Klub an dem Torwarttalent Interesse hat. Er möchte zurück in den Profibereich :  „Mittelfristig habe ich den Traum, in den Profifußball zurückzukehren“. Wo Hipper nächste Saison spielt und warum er den FCP jetzt doch verlässt, ist noch unklar.

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Tabelle
1. Schweinfurt 2221 44
2. Nürnberg II 2226 43
3. SpV Bayreuth 2221 40
4. Aschaffenb. 2119 38
5. Gr. Fürth II 226 35
6. Eichstätt 2217 34
7. Aubstadt (Auf) 215 33
8. Buchbach 210 31
9. FC Augsburg II 215 28
10. SV Wacker 22-4 26
11. Illertissen 22-13 25
12. TSV Rain (Auf) 21-14 24
13. Heimstetten 22-11 23
14. Schalding 20-16 23
15. 1860 Rosenh. 22-24 21
16. FC Memmingen 20-11 19
17. VfR Garching 19-27 13
18. Türkgücü Mün o.W. (Auf) 00 0
Die vier Erstplatzierten spielen eine Aufstiegs-Playoffrunde um die Relegationsteilnahme, die dann gegen den Meister der Regionalliga Nord ausgetragen wird.

Tordifferenz zählt bei Punktgleichheit.
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