„Legend 1975“: Seit 47 Jahren ist Türkgücü München in der Landeshauptstadt zuhause - und kommende Saison auch wieder teilweise im Olympiastadion.
„Legend 1975“: Seit 47 Jahren ist Türkgücü München in der Landeshauptstadt zuhause - und kommende Saison auch wieder teilweise im Olympiastadion. – Foto: kolbert-press/Ulrich Gamel/Imago

Türkgücü München im Olympiastadion: „Wir wollten es vermeiden“

Spiele erst ab Oktober

Die Zukunft von Türkgücü München hing monatelang am seidenen Faden. Am Ende ist doch noch alles gut gegangen. Es war nervenaufreibend, sagt Präsident Akkay.

München - Die Regionalliga-Saison kann starten. Auch für Türkgücü München. Nach einer schier endlosen Posse und der letztlichen Absage in Fürstenfeldbruck hat Präsident Akkay ein Ass aus dem Ärmel gezogen: Das Münchner Olympiastadion. Die Kultstätte im Oberwiesenfeld ist dabei jedoch alles andere als die Wunschlösung der Neuperlacher. Sie ist teuer.

Türkgücü München: Olympiastadion war die absolute Notlösung - hohe Kosten im Oberwiesenfeld

„Wir wollten es vermeiden im Budget“, gesteht Taskin Akkay, „aber wir haben ein Konzept, um die Mehrkosten aufzufangen.“ Spontan kam dem Präsidenten die Notlösung dennoch nicht: „Das Olympiastadion war unser Rettungsfallschirm“, verrät er, „unser Ziel muss jetzt sein, dass Stadion mit vielen Fans und guter Atmosphäre zu füllen.“

Acht bis zwölf Spiele darf Türkgücü im Olympiastadion austragen. Allerdings erst ab Oktober. Bis dahin ist das Stadion mit zahlreichen Events, Konzerten und vor allem den European Championships komplett belegt.

Nach dem großen Knall in Fürstenfeldbruck hatte Türkgücü noch kurz gehofft, in Lohhof unterzukommen. In der Kürze der Zeit sei das dort aber nicht mehr realisierbar gewesen, erklärt Akkay. Aber: „Wir sind mit Lohhof noch in Gesprächen für die Zukunft. Aber für diese Saison ist es erstmal keine Alternative.“

Dass Türkgücü nun alle Spiele in der Stadt austrägt, ist zwar teuer, aber schön für den Verein. „Wir sind in München zuhause - seit 1975“, bekräftigt Akkay.

„Das wollen wir nicht nochmal erleben“: Stadion-Suche war Kraftakt für Türkgücü

Die Turbulenzen im Sommer haben viel Kraft gekostet. Eine Wiederholung will Akkay auf jeden Fall vermeiden: „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, hoffen wir, dass wir von Anfang an ein Stadion für die nächste Saison haben und keine Anträge stellen müssen. Das war nervenaufreibend, das wollen wir nicht nochmal erleben.“

Türkgücü München will kein Nachspiel in Fürstenfeldbruck - Konzentration auf den Regionalliga-Start

Von Fürstenfeldbruck wird sich Türkgücü vorerst wohl fernhalten. „Wir halten fest, dass es dort nicht funktioniert hat“, bleibt Akkay aber diplomatisch und hakt das Thema ab: „In Fürstenfeldbruck läuft jetzt ein Verfahren, aber das hat mit Türkgücü München nichts mehr zu tun. Wir haben zwar auch Schaden genommen, durch die Kosten, die für uns entstanden sind. Aber die machen das jetzt unter sich.“

Für Türkgücü und Taskin Akkay gilt nun: „Erstmal gut starten am Samstag gegen Heimstetten. Jeder Punkt zählt gegen den Abstieg.“ (moe)

Aufrufe: 013.7.2022, 15:00 Uhr
Moritz BletzingerAutor