
Der KFC Uerdingen zieht mit sofortiger Wirkung aus der Regionalliga West zurück! Damit ist der ehemalige Bundesligist bereits der zweite Klub nach Türkspor Dortmund, der vorzeitig den Spielbetrieb einstellt. Das Aus der Uerdinger hat finanzielle Gründe.
Die gesamte Liga wartet seit Wochen auf den Neun-Punkte-Abzug des KFC Uerdingen, der wegen seiner fünften Insolvenz mit dieser Regelstrafe des Westdeutschen Fußballverbands (WDFV) belegt werden muss. Diese Strafe spielt aber ab sofort gar keine Rolle mehr, denn wie am Dienstagnachmittag bekannt geworden ist, stellt der KFC Uerdingen mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb ein. Alle Spieler wurden von Insolvenzverwalter Thomas Ellrich freigestellt.
"Die Gründe für diesen Schritt sind wirtschaftlicher Natur: Kürzlich erfuhr der Insolvenzverwalter, dass dem KFC Uerdingen von der Finanzverwaltung bereits vor einiger Zeit die Gemeinnützigkeit entzogen wurde, was insbesondere in der gegenwärtigen Situation mit weitreichenden Folgen verbunden ist. Die genauen Umstände dieses Sachverhalts werden derzeit noch geprüft. Der Entzug der Gemeinnützigkeit aber bedeutet, dass künftig weniger bis gar keine Geld- und Sachspenden zu erwarten sind. Zusätzlich würde die Beschäftigung von ehrenamtlichen Helfern dadurch erheblich erschwert", teilt die Kanzlei Voigt Salus, zu der Insolvenzverwalter Ellrich gehört, in einer Pressemitteilung mit.
Neben der fehlenden Gemeinnützigkeit, die für den Fortbestand des Vereins entscheidend wäre, hat der KFC Uerdingen auch nicht die notwendigen Mittel, um den Spielbetrieb in der Regionalliga West aufrechtzuerhalten. Das bedeutet auch, dass das Guthaben, das unter anderem Berater Mehmet Eser und Mercedes Herbrand zur Verfügung gestellt hatten, bereits aufgebraucht ist.
Für die Regionalliga West stehen also schon zwei Absteiger vor dem Saisonende fest. Wie es mit dem KFC Uerdingen weitergeht, ist ungewisser denn je.