2024-03-01T12:31:23.136Z

Allgemeines
Der 1. FC Passau (in rot) und der SV Grainet sind bislang die beiden Top-Teams der Bezirksliga Ost
Der 1. FC Passau (in rot) und der SV Grainet sind bislang die beiden Top-Teams der Bezirksliga Ost – Foto: Karl-Heinz Hönl

Fans, Torjäger, Tops & Flops: Die Winterbilanz der Bezirksliga Ost

Der Blick auf die bisherige Saison: Wer hat überzeugt, bei wem ist noch Luft nach oben? Und wer hat die meisten Zuschauer?

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Winterpause in der Bezirksliga Ost! Zeit, um in Ruhe mal die bisherigen Gewinner und Verlierer der Spielzeit 2023/24 unter die Lupe zu nehmen:

Fans

In Sachen Zuschauer boomt die Bezirksliga Ost! Im Durchschnitt wird jede Partie von 252 Fans besucht - ein bockstarker Wert! 810 Zuseher wollten das Nachbarderberby zwischen dem TSV Waldkirchen und dem SV Grainet sehen. Überhaupt zogen die Graineter die Fußballfreunde richtig an in diesem Herbst. 700 Interessierte verfolgten am Nationalfeiertag am 3. Oktober die Partie gegen den FC Obernzell-Erlau. Und das Volksfest-Heimspiel des SV Perlesreut wiederum gegen den SV Grainet wurde von 550 Zuschauern verfolgt. 500 Fans durfte der FC Obernzell-Erlau bei seiner Bezirksliga-Premiere gegen die DJK Vornbach begrüßen. Ebenso 500 Leute waren beim Landkreis-Duell zwischen dem TSV Mauth und dem TSV Waldkirchen vor Ort. Die ersten drei Plätze das Zuschauer-Rankings belegen aktuell der TSV Waldkirchen (Durchschnitt 344 pro Heimspiel), FC Obernzell-Erlau (308) und SV Grainet (291). Abgeschlagenes Schlusslicht in dieser Kategorie ist der SV Schalding-Heining II, bei dessen Matches am Reuthinger Weg aber auch immerhin durchschnittlich 124 Fans anwesend waren.



Christian Seidl wird der Torschützenkönig-Titel kaum mehr zu nehmen sein
Christian Seidl wird der Torschützenkönig-Titel kaum mehr zu nehmen sein – Foto: Charly Becherer



Tore



42 Tore in der Vorsaison, 24 Einschüsse in der laufenden Runde. Christian "C" Seidl ist das Tor-Phänomen der Bezirksliga Ost. Wie sein großes Idol Lionel Messi hat der Ex-Schaldinger das volle Repertoire eines Stürmers auf Lager. Der Künzinger trifft nahezu aus allen Lagen, sei es per Lupfer, Schlenzer oder vom ominösen Punkt. Der 29-Jährige ist die personifizierte Lebensversicherung des FC Künzing. Apropos "Römer": Durch die beiden abschließenden Siege in Hutthurm und gegen Schalding II konnte das als Mitfavorit gehandelte Team von der B8 gerade noch eine Einstufung in die "Flop"-Kategorie vermeiden. Hinter dem unangefochten Liga-Torjäger haben sich mit Niklas Zankl (SV Garham, 14 Tore) und Günther Denk (TSV Regen, 13) zwei 21-jährige Jungspunde hervorgetan, von denen man in den nächsten Jahren noch einiges erwarten darf.


Tops



1. FC Passau
Nach einer äußerst durchwachsenen Frühjahrsrunde verspielte der 1. FC Passau in der Vorsaison die Tabellenführung. In der Sommer-Wechselperiode musste der Klub von der Danziger Straße dann auch noch mit Torjäger Noah Aklassou und Leitwolf Maximilian Schiller zwei Schlüsselspieler ziehen lassen. Dass die Truppe von Axel Dichtl und Benjamin Neunteufel trotzdem ganz vorne mitmischt und sogar als Tabellenführer überwintert, ist eine starke Leistung! Die junge Truppe hat zwar keinen echten Knipser in ihren Reihen, performt dennoch konstant gut. Der Weg zum Titel wird wohl nur über Wimmer, Miller, Moser & Co. führen.



SV Grainet
Unter Neu-Trainer Johannes "Gustl" Gastinger, der von seinem Vorgänger Jürgen Eder als Assistenzcoach unterstützt wird, hat der Dorfverein aus dem Landkreis Freyung-Grafenau bislang ein phänomenales Halbjahr gespielt, das mit der Halbzeit-Meisterschaft gekrönt wurde. "Groaned" wusste vor allem fußballerisch zu überzeugen, kämpfen können Seibold, Blöchl und Kameraden ohnehin schon immer. Wenn der SVG auch nach der Winterpause an seine Herbst-Form anknüpfen kann, dann ist in den verbleibenden elf Partien noch alles drin - vielleicht sogar der erstmalige Aufstieg in die Landesliga!



Neuling FC Obernzell-Erlau zählt zu den positiven Erscheinungen
Neuling FC Obernzell-Erlau zählt zu den positiven Erscheinungen – Foto: Robert Geisler




Die Aufsteiger FC Obernzell-Erlau, SV Garham & SpVgg Niederalteich
Vor eineinhalb Jahren schaffte der FC Obernzell als Vizemeister der Kreisklasse Passau den Sprung in die Kreisliga, nun kämpft die Truppe um Torjäger Julian Luger auf Bezirksebene um Punkte und Tore. Und das mehr als respektabel Die FCler sind eine homogene Einheit, die sich mit ihrer körperlichen und leidenschaftlichen Spielweise schnell Respekt in der neuen Umgebung verschaffte. Als Rangfünfter hat der Neuling bereits Planungssicherheit für eine weitere Bezirksliga-Saison! Umso überraschender ist der am Montag publik gewordene Trainerwechsel. Ähnlich gut schlägt sich der SV Garham, der meist eine feine Klinge spielt und schon so manchen Favoriten ein Bein stellte. Auch der aufstrebende Klub aus der Marktgemeinde Hofkirchen zählt definitiv zu den positiven Erscheinungen der laufenden Runde! Gleiches gilt für die SpVgg Niederalteich, die nach einem holprigen Start richtig in Fahrt kam und vor allem daheim eine Macht ist!









Die U23 des SV Schalding-Heining hat einen harten Stand
Die U23 des SV Schalding-Heining hat einen harten Stand – Foto: Robert Geisler | www.sp4ort.de




Flops




SV Schalding-Heining II
Zwei Trainer-Rücktritte, akuter Personalmangel, wenig sportlicher Erfolg. Das Kalenderjahr 2023 war für die U23 des SV Schalding-Heining extrem schwierig. Eigentlich hatte die Regionalliga-Reserve in den letzten Monaten nur Erfolgsaussichten, wenn (mehrere) Kaderspieler der "Ersten" im Aufgebot standen. Wenn es der SVS kurz- und mittelfristig nicht schafft, wieder einen stabilen und qualitativ vernünftigen Kern für das B-Team zu generieren, droht die Bezirksliga-Zeit nach 13(!) Jahren am Stück zu Ende zu gehen.



Der TSV Grafenau befindet sich in akuter Abstieggefahr
Der TSV Grafenau befindet sich in akuter Abstieggefahr – Foto: Karl-Heinz Hönl





TSV Grafenau
Vor der Saison 2022/2023 gaben die Verantwortlichen des TSV Grafenau die mutige Zielsetzung aus, ganz vorne mitmischen zu wollen. Seither ist einiges passiert - aus "Stodbärn"-Sicht jedoch wenig positives. Innerhalb von 15 Monaten kam es zu drei Trainerwechseln, die irgendwie ein Sinnbild für die Negativentwicklung sind. Der Traditionsverein kommt seit der Corona-Zeit - in der abgebrochen Spielzeit 2019/2021 schrammte der TSV nur haarscharf am (Quotienten-)Aufstieg vorbei - nicht mehr richtig auf die Beine. Das Abstiegsgespenst spukt in der Galgenau herum und ein Absturz in die Kreisliga hätte wohl fatale Folgen. Im Team steckt dennoch genug Klasse, um am Ende über dem ominösen Strich zu stehen. Allerdings müssen sich Ranzinger, Wilhelm und Mitstreiter im Frühjahr gewaltig strecken, um vier Teams hinter sich zu lassen. Große Hoffnungen setzt man in die beiden neu verpflichteten Coaches Georg und Maximilian Süß.




Aufrufe: 029.11.2023, 08:00 Uhr
Thomas SeidlAutor