2026-06-01T10:27:43.393Z

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Diese drei Teams feierten gestern den Landesliga-Aufstieg!

Drama in der Bezirksliga 11: Ein Tor entscheidet die Meisterschaft.

von red · Heute, 16:15 Uhr · 0 Leser
RW Hünsborn ist nach drei Jahren in der Landesliga zurück.
RW Hünsborn ist nach drei Jahren in der Landesliga zurück. – Foto: Matthias Reinhardt

Zuvor standen bereits der FC 96 Recklinghausen (Bezirksliga 9), die SG Bödefeld/Henne-Rartal (Bezirksliga 4), der Kirchhörder SC (Bezirksliga 6), der TuS GW Pödinghausen (Bezirksliga 1), der TBV Lemgo (Bezirksliga 3), der SVE Heessen (Bezirksliga 7), die SG Massen (Bezirksliga 8), der SV Westrich (Bezirksliga 10) und der SC Münster 08 (Bezirksliga 12) als sichere Aufsteiger in die Landesliga fest. Zudem ermitteln alle zwölf Vizemeister bekanntlich einen weiterer Aufsteiger.

Bezirksliga 2: Spvg Steinhagen

Da Titelkonkurrent TuS Lipperreihe am letzten Spieltag spielfrei hatte, war die Devise für die Spvg Steinhagen klar: Mit einem Sieg beim SC Hicret Bielefeld würde sich die Sportvereinigung am zwei Punkte besseren TuS vorbeischieben und sich somit aus eigener Kraft zum Meister schießen. Der Bielefelder Vorstadtverein ließ gar nichts anbrennen und düpierte den Tabellenzwölften, für den es selbst um gar nichts mehr ging, mit 8:2, sodass am Ende kräftig gefeiert werden durfte. Bibbern musste Steinhagen nur kurz, als Hicret den 1:0-Führungstreffer postwendend egalisierte (24.), doch noch vor dem Pausenpfiff schoss die Elf vom Cronsbach eine komfortable 4:1-Führung heraus.

Somit kehrt die Spvg Steinhagen nach drei Jahren Abstinenz in die Landesliga 1 zurück. Der gehörte man zuletzt von 2019 bis 2023 an. Vor sieben Jahren hatte man nach dem Abstieg nach neun Jahren Landesliga den direkten Wiederaufstieg geschafft. Über die gesamte Saison leisteten sich Steinhagen und Lipperreihe ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel, was aber auch durchgängig von der verzerrten Tabelle, ausgelöst durch den Rückzug des TSV Oerlinghausen zum Saisonbeginn, begleitet wurde. Mit 103 Treffern stellt die Mannschaft der Meistertrainer Andreas Brandtwein und Tobias Kreutzer die beste Offensive der Liga, angeführt von Torjäger Tim Herden (22 Tore, 14 Vorlagen).

Bezirksliga 5: Rot-Weiß Hünsborn

Ebenfalls zurück in der Landesliga ist Rot-Weiß Hünsborn. Der Verein aus der Gemeinde Wenden machte es allerdings spannender als die Spvg Steinhagen. Beim SV Rothemühle setzte sich RWH mit 2:1 durch und verteidigte Platz 1 und den Ein-Punkt-Vorsprung vor dem Lokalrivalen VSV Wenden. Die machten zuhause ihre Hausaufgaben und fegten den TuS Plettenberg mit 6:2 vom Platz, müssen aber wie schon im Vorjahr auf die Aufstiegsrelegation hoffen.

Hünsborn war in der ersten Halbzeit durch die Treffer von Marius Uebach (12.) und Spielertrainer Daniel Jung (44.) mit 2:0 in Führung gegangen. Doch ausgerechnet der zukünftige Hünsborner Nicolas Gerich verkürzte in der 57. Minute und sorgte so für eine spannende letzte halbe Stunde. Rot-Weiß verpasste den Sack zuzumachen, Rothemühle den Ausgleich und Wenden blickte stets mit eineinhalb Augen nach Rothemühle, doch dort sollte es beim 2:1 für RWH bleiben, die nach Abpfiff kein Halten mehr kannten.

Damit kehrt RW Hünsborn ebenfalls nach drei Jahren in die Landesliga 2 zurück. 2023 hatte man sich nach einer 13-jährigen Ära aus dieser verabschiedet und in den vergangenen beiden Bezirksliga-Spielzeiten Tabellenplatz 4 bzw. 3 erreicht.

Bezirksliga 11: TSV Raesfeld

Noch verrückter endete gestern das Meisterschaftrennen im westlichen Münsterland, wo die Bezirksliga 11 zuhause ist. Zur Ausganglage: Der TSV Raesfeld hatte spielfrei, weilte bereits auf Mannschaftsfahrt am Ballermann und verfolgte das Spiel der Konkurrenz per Livestream. Der SuS Stadtlohn hatte den SC Reken zu Gast und musste neben drei Punkten auch mindestens fünf Tore gut machen. Am Ende wurde es völlig irre: Stadtlohn gewann mit 7:3, ein Tor fehlte zur Meisterschaft, da Raesfeld mehr geschossene Tore hat!

Dabei sah es rund zehn Minuten vor Schluss richtig gut für den früheren Oberligisten aus. Miguel Berthues hatte in der 78. Minute das 5:1 erzielt, es brauchte nur noch einen Treffer. Doch im direkten Gegenzug folgte der wohl entscheidende Dämpfer, als Noah Schlottbohm das 2:5 für die Rekener markierte. Stadtlohn warf alles nach vorne, blieb aber 15 Minuten lang ohne eigenen Treffer und hatte Glück, dass Luca Knüver in der 86. Minute einen Elfmeter verschoss. Dafür sorgte aber wieder Schlottbohm in der ersten Minute der Nachspielzeit für das 3:5 und für die vermeintliche Entscheidung. Doch der SuS kämpfte sich zurück und schrammte haarscharf am Wunder vorbei. Finn Heisters und Marvin Robert schossen in der Nachspielzeit die Tore zum 6:3 und 7:3, doch das eine Tor zur Meisterschaft sollte in diesem Herzschlagfinale nicht mehr fallen.

Raesfelds Meistertrainer Christian Gabmaier, der nicht mit seiner Mannschaft nach Mallorca geflogen war, sagte der „Borkener Zeitung“: „Ich wollte eigentlich nichts von Zwischenständen in Stadtlohn hören. Aber um mich herum hörte ich die dauernd von Leuten mit Handys. Beim Stand von 5:3 kurz vor Schluss kamen die ersten Gratulanten, die ich aber noch abgewehrt habe.“ Gabmaier hatte Raesfeld 2023 in die Bezirksliga geführt und sprach von einer „Mega-Saison“.

Stadtlohn muss derweil den bitteren Gang in die Aufstiegsrunde nehmen. Gegner an Fronleichnam (4. Juni) ist KF Sharri Dortmund aus der Bezirksliga 8. Gespielt wird bei der SpVgg Herten.