
Der Erler SV verlor das Gelsenkirchener Derby gegen die Sportfreunde Bulmke mit 1:2, wodurch der FC 96 Recklinghausen vier Spieltage vor Schluss den Aufstieg in die Landesliga feiern darf. Der Tabellenführer, der im Winter nochmal personell nachgelegt hatte und eine fast perfekte Rückrunde spielt, machte seine Hausaufgaben und fuhr beim abstiegsgefährdeten SV Zweckel einen umkämpften 3:2-Auswärtssieg ein.
Der FC 96 Recklinghausen ist der im Jahre 1996 gegründete Nachfolgerverein des aufgrund finanzieller Probleme aufgelösten 1. FC Recklinghausen, der in den 80er- und 90er-Jahren vier Spielzeiten unterhalb der 2. Bundesliga in der drittklassigen Oberliga Westfalen gespielt hat.
In der Bezirksliga gestartet ging es für den FC 96 kontinuierlich wieder hoch. Von 2007 bis 2011 gehörten die Recklinghäuser der Westfalenliga an. Erneut hatten sich die Verantwortlichen aber übernommen, so dass es zur Insolvenz kam und der Verein bis in die Kreisliga B abstürzte (2017/18). Nach und nach hat sich der Verein erholt und war schon vor der Saison einer der großen Favoriten auf den Titel. Im dritten Bezirksliga-Jahr hat es geklappt! Nach 14 Jahren gelingt die Rückkehr in die Landesliga.
Für die Bezirksliga-Vizemeister gibt es noch eine ganz kleine Chance auf eine Aufstiegsrunde, wenn der SV Rödinghausen und der SC Wiedenbrück den Klassenerhalt in der Regionalliga West schaffen. Dies ist aber überhaupt nur dann möglich, wenn Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga absteigt (aktuell auf dem Relegationsplatz) und somit die U23 aus der Regionalliga zwangsabsteigen müsste. Kommt es zu diesem Szenario, dürften die zwölf Bezirksliga-Vizemeister einen Aufsteiger ausspielen.