
Morlaye Muteba, ehemaliger Türkgücü-Jugendspieler und der Ex-Garchinger Yazid Tambo haben beim „Sichtungstraining“ des 1. FC Düren vorgespielt, teilweise mit Erfolg.
Düren - Im Oktober 2020 spielte Regionalligist Düren noch in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München (0:3-Niederlage). Zur Vorbereitung der jetzigen Saison 2024/2025 folgte dann das Wiedersehen, welches mit einem 1:1-Remis endete. Ende März dieses Jahres dann die bittere Realität: der 1. FC Düren meldete Insolvenz an.
Zum 31. März 2025 haben alle Spieler, Trainer Kristopher Fetz und Sportdirektor Adam Matuschyk gekündigt. Am vergangenen Samstag trat eine Mischung aus Spielern der eigenen U23 und U19 beim Wuppertaler SV an (1:4-Niederlage). Nun fand am Dienstagnachmittag per Instagram-Aufruf des Influencers Bilal Kamarieh ein Sichtungstraining des 1. FC Düren statt, um den Kader für die restlichen Spiele in der Regionalliga West aufzustocken.
Unter den 30 Kickern waren zwei Akteure aus Oberbayern dabei: der 18-jährige Morlaye Muteba, der zuletzt für die U17 von Türkgücü München auflief, und Yazid Tambo, welcher für den VfR Garching und in der Ballers League spielte. Der 22-Jährige war einer von zehn Spielern, der sich im Casting durchsetzte.
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„Ich bedanke mich bei Bilal (Kamarieh, Anm. d. Red.)“, sagt Tambo im Gespräch mit Fupa Oberbayern/Fussball Vorort. Über die Instagram-Story ist der Ex-Garchinger auf das Casting aufmerksam geworden. „Es ist für jeden eine Gelegenheit sich zu beweisen, vor allem direkt gegen Duisburg, einen der stärksten Regionalligisten in Deutschland.“
Wie schnell die zehn Akteure die Spielerlaubnis erhalten, bleibt abzuwarten. „Freitag oder Samstag wird sich das entscheiden“, sagt Tambo. Bereits am kommenden Wochenende tritt Düren zu Hause gegen den Tabellenführer MSV Duisburg an. Bei diesem stößt das Influencer-Casting auf Unverständnis.
„Das wird wahrscheinlich irgendwann in jeder Comedy-Show Thema sein. Da habe ich absolut kein Verständnis für. Die Liga steht derzeit in keinem guten Licht“, sagt Duisburgs Cheftrainer Dietmar Hirsch. „Wenn man das alles so liest, hat das mit Fußball nichts zu tun. Für uns geht es um die Meisterschaft und wir wissen überhaupt nicht, womit wir es nächste Woche zu tun bekommen.“