2024-02-23T08:22:50.674Z

Ligabericht
Letzte Saison beinahe abstiegen, trumpft der SC Eschenbach (Mitte) nun groß auf in der Kreisklasse West.
Letzte Saison beinahe abstiegen, trumpft der SC Eschenbach (Mitte) nun groß auf in der Kreisklasse West. – Foto: Florian Siegert

Überflieger und Hochspannung: So läuft's in den 9 Kreisklassen

So ist der Stand der Dinge im Aufstiegskampf der Oberpfälzer Kreisklassen

Gut die Hälfte der Saison ist inzwischen auch in den Kreisklassen absolviert. Im Meisterschaftskampf geht es teilweise ultra-spannend zu. Teils mischen auch Liganeulinge oben mit, anderswo wollen Absteiger unbedingt wieder „rauf“. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Lage in den einzelnen Staffeln...

Kreisklasse 1 Regensburg: Der Vorjahres-Vize liegt vorn
Ein Dreikampf um die Meisterschaft zeichnet sich in der „Ost“-Staffel des Kreises 1 ab. Der amtierende Vizemeister SG Oberndorf / Matting (40) führt gegenwärtig das Tableau an – und hat mit der SpVgg Illkofen (37) und dem FC Mintraching (35) zwei Aufsteiger im Nacken sitzen. Das Trio hat sich schon einen ordentlichen Vorsprung auf die folgenden Teams angefressen. Und der ebenfalls hochgehandelte SV Sarching (18)? Hatte zwischenzeitlich mit einem großen Personalengpass zu kämpfen, welcher nicht zu kompensieren war. Zwar zeigt der Trend in den letzten Spielen wieder nach oben, der Rückstand nach ganz oben ist aber wohl nicht mehr wettzumachen. „Unten“ ist das Feld nach wie vor dicht gedrängt, einzig Tabellenschlusslicht SV Moosham (5) fällt klar ab.


Kreisklasse 2 Regensburg: Ein überraschender Spitzenreiter
Eine Übermannschaft wie die SpVgg Ramspau in der Vorsaison sucht man heuer vergebens. Stattdessen führt mit dem FSV Steinsberg (32) eine Mannschaft das Klassement an, die man als Vorjahressiebter nicht unbedingt auf dem Zettel hatte. Der punktgleiche SV Harting hat allerdings ein Spiel weniger bestritten. Auch Oberisling, Liganeuling Zeitlarn um seinen Spielertrainer Urban Wazlawik sowie Laub sind bei vier bzw. fünf Punkten Rückstand noch aussichtsreich im Rennen. Einen Kraftakt, um die Klasse halten zu können, benötigen derweil Aufsteiger ATSV Pirkensee-Ponholz II (5) sowie der ESV Regensburg (3).


Kreisklasse 3 Regensburg: Velburger Überflieger
Der von vielen als Titelfavoriten eingestufte SV Lupburg (25) ist – bei noch einem Nachholspiel in der Hinterhand – aktuell Dritter. Überraschenderweise hat sich stattdessen der TV Velburg (34) im Laufe der Hinrunde etwas absetzen können. Erst ein Saisonspiel haben die Mannen von Spielertrainer Johannes Spitz verloren. Zwischen den genannten Teams rangiert der SV Freihausen (27). Im Tabellenkeller gestaltet sich die Situation für die leicht abgeschlagenen Mannschaften aus Holzheim (9), das gerade erst aus der Kreisliga abgestiegen war, und Wolfsegg (5) prekär.


Kreisklasse Ost Amberg/Weiden: Ein Aufsteiger sorgt für Furore
Vor allem die starke Defensivabteilung macht's: Der VfB Rothenstadt (29) hinterm Südzipfel Weidens bestätigt die tolle Vorsaison und ist als Aufsteiger schon wieder Zweiter – punktgleich mit dem Vorjahresdritten SpVgg Windischeschenbach als Tabellenführer. Auch zuletzt zwei sieglose Auftritte kratzen kaum an der bislang so starken Darbietung des VfB. Und sonst? Steht auch Mitaufsteiger SpVgg Pirk als Siebter (22) ganz gut da in einem ohnehin engen Verfolgerfeld. Tief unten drin stecken Ex-Bezirksoberligist SV Plößberg (12), neu in einer Spielgemeinschaft mit Schönkirch II, sowie der TSV Püchersreuth (9).


Kreisklasse Süd Amberg/Weiden: „Upo“ ist nicht aufzuhalten
Die SF Ursulapoppenricht marschieren mit Sieben-Meilen-Stiefeln Richtung Kreisliga zurück! Auf Sicht will der Klub ja sogar in die Bezirksliga. Spielertrainer von „Upo“ ist der Regionalliga-erprobte Sven Seitz, der mit seiner mit höherklassiger Erfahrung gespickten Truppe 14 von 14 Spielen gewonnen hat. 13:1 und 10:1 lauten die bisher höchsten Saisonsiege. Auch das „vogelwilde“ Spitzenspiel beim Zweitplatzierten DJK Ursensollen (30) gewann man vor neun Tagen 5:4. Die Meisterfrage scheint also schon jetzt geklärt, dafür geht's im Rennen um Relegationsplatz 2 sehr spannend zu. Der noch sieglosen SpVgg Ebermannsdorf (3) droht der direkte Wiederabstieg.


Kreisklasse West Amberg/Weiden: Wie der Phönix aus der Asche
Letzte Saison erst via Relegation den Klassenerhalt festgezurrt, spielt der SC Eschenbach (35) jetzt groß auf. 48 erzielte Tore bedeutet Ligabestwert, erst eine Niederlage ebenso. Die Verfolger SV SW Kemnath-Stadt (29) und SG Seugast / Schlicht II (28) konnten bereits etwas distanziert werden. Eschenbachs neuinstallierte Spielertrainer Benjamin Scheidler und Florian Weiß haben der Mannschaft offenbar neues Leben eingehaucht! In Sachen Abstiegskampf ist unterdessen noch keine Prognose erstellbar, zu dicht gedrängt gestaltet sich die untere Tabellenhälfte. So trennen den Rang-14. Grafenwöhr II lediglich sechs Zähler vom Tabellensechsten aus Mantel.


Kreisklasse Ost Cham/Schwandorf: Absteiger Eschlkam will wieder rauf
Keine Frage: Der langjährige Kreisklassist SpVgg Eschlkam (33) hat bis dato unter Beweis gestellt, dass im Aufstiegsrennen kein Weg an ihm vorbeiführt. Dahinter befinden sich mehrere Mannschaften in Lauerstellung, allerdings mit etwas Rückstand. Das sind die SG Lohberg / Lam II (27), die SG Pemfling / Katzbach (27) und Emporkömmling SV Hohenwarth (26). Auf der anderen Seite der Tabelle befinden sich Liganeuling FC Ottenzell und der FC Altrandsberg (je 5) in akuter Abstiegsnot, ist das rettende Ufer doch bereits elf Punkte weg.


Kreisklasse Nord Cham/Schwandorf: Spielertrainer und Torjäger
In der „Nord“ dominieren bis jetzt der SV Diendorf (36) und der SV Kemnath (35), die schon vor dem Saisonstart hochgehandalt worden waren. Beim Tabellenführer haben inzwischen die langjährigen Pfreimder Michael Prey und Sebastian Ring als Spielertrainer-Duo das Sagen. Ersterer hat diese Saison schon elfmal geknipst, erlebte am 7. Spieltag gegen den FC Wernberg II eine Glanzstunde und steuerte sieben Buden zu dem 10:0 bei. Und Verfolger Kemnath hat mit Alexander Grill (16 Tore in 9 Spielen) ohnehin einen ausgewiesenen Torjäger in seinen Reihen. Den Rangdritten SV Haselbach (31) darf man aber auf keinen Fall abschreiben. Dagegen enttäuscht der amtierende Vizemeister SpVgg Schönseer Land bislang, ist nur Zwölfter. In Sachen Klassenerhalt sieht es momentan für Kreisliga-Absteiger FT Eintracht Schwandorf (7) und für die DJK Weihern-Stein (6) zappenduster aus.


Kreisklasse Süd Cham/Schwandorf: Mehr Spannung geht nicht
Eine Prognose fürs Titelrennen gleich in der 13-köpfigen Süd-Staffel einem Blick in die Glaskugel – hat doch der Sechtsplatzierte FC Wald/Süssenbach (20) nur fünf Punkte Rückstand zum punktgleichen Führungsduo DJK Beucherling und FC Stamsried (je 25) aufzuweisen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, im Grunde kann jeder jeden schlagen. Zumal die beiden absoluten Dominatoren der Vorsaison, Obertrübenbach und Fischbach/Steinberg, nun nicht mehr mitwirken. Es bleibt also alles offen. Gleiches gilt für den Kampf um den Liga-Erhalt, wo der SV Leonberg (11) und der SC Michelsneukirchen (9) derzeit die Abstiegsränge belegen.

Aufrufe: 024.10.2023, 09:55 Uhr
Florian WürtheleAutor