Sechs Mannschaften wollen in die Challenge League

Vorschau zur Promotion-League-Saison

Am Samstag, 6. August startet die Promotion League erstmals mit 18 Klubs in die Saison.

Wie bisher werden zwei Teams absteigen. Mit der Aufstockung der Super League können zwei Mannschaften direkt aufsteigen und eine dritte bestreitet eine Barrage gegen den Letztplatzierten der Challenge League. Das Aufstiegsrennen dürfe spannend werden.

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Aufstiegskandidaten - Rappi möchte rauf

In der letzten Saison war teilweise die Rede, dass das Aufstiegsrennen eine Farce sei, da nur die AC Bellinzona schlussendlich die Lizenz gekriegt hatte. Doch dabei wird vergessen, dass erstens nur die Vereine mit einer Aufstiegschancen die Lizenz beantragt hatten und zweitens die Stadionauflagen eher fragwürdig scheinen.

Vor der aktuellen Saison wollen mittelfristig mindestens sechs Teams in die Challenge League. Mit den aktuellen Kadern ist aber keine Mannschaft klarer Favorit, bis zum Ende der Transferfrist, kann dies noch ändern.

Der FC Rapperswil-Jona ist sicherlich einer der ambitioniertesten Klubs der Promotion League. Präsident Rocco Delli Colli möchte zurück in die Challenge League. Mit Heris Stefanachi hat er ebenfalls einen erfolgshungrigen und vielversprechenden Trainer. Mit Mattia Cinquini (FC Chiasso), Francesco Bolzoni (SSC Bari) und Danijel Subotic (vereinslos) wurde in der letzten Woche viel Erfahrung geholt. Ob dies reicht wird sich weisen.

Ebenfalls der FC Stade Nyonnais möchte mittelfristig zurück in die Challenge League, vor allem in der Offensive steckt grosses Potenzial. Der neue Trainer Christophe Caschili wird sich beweisen müssen. Mit Vevey United scheiterte er letzte Saison in der Aufstiegsrunde zur Promotion League.

Der SC Kriens hatte eine Katastrophen-Saison zu verzeichnen und stieg diskussionlos ab. Das Kader wurde grösstenteils ausgewechselt, auf den neuen Trainer Sven Lüscher wartet viel Arbeit. Die Elf muss sich schnell finden, damit die direkte Rückkehr gelingen kann.

Etoile Carouge zeigte letzte Saison im Cup, dass sie mit den grossen mithalten können. Deshalb möchten die Genfer um den Aufstieg mitspielen. In der Offensive erhofft sich der Klub viel vom Rückkehrer Oscar Correia, er soll den Abgang von Loris Mettler kompensieren. Alles im allen sind die Stelliens sehr solide und ein Aufstieg wäre keine Überraschung.

Der FC Chiasso hat einen Besitzerwechsel hinter sich, aktuell herrscht das Chaos. Das Mannschaftstraining startete sehr spät, ein offizieller Trainer ist noch nicht vorhanden und am Kader wird gebastelt. Stand heute können die Tessiner nicht um den Aufstieg mitspielen. Im Gegenteil - kommt nicht langsam Struktur in den Klub, muss unter Umständen um den Ligaerhalt gebangt werden.

Der FC Biel-Bienne ist nach einer soliden Saison als Aufsteiger deutlich forscher, die Seeländer wollen vorne mitspielen. Ob das Kader dazu ausreicht wird sich weisen.

Mittelfeldklubs - oder gibt es wieder einen Aussenseiter an der Spitze?

Knapp reichte es dem FC Breitenrain nicht zum Titel. Nach der Wundersaison dürfte es diese Spielzeit für den Berner Quartierverein schwieriger werden. Mit Max Dreier (Rücktritt) und Marko Dangubic (FC Bulle) verliessen zwei sehr wichtige Spieler den Klub. Das Kader ist sehr schmal, somit wird es kaum für mehr als einen Mittelfeldplatz reichen. Aber vielleicht findet Martin Lengen wieder die richtige Mischung und die Berner können wieder überraschen.

Der SC Brühl hatte eine Horrorsaison, erst in der Abstiegsrunde konnten die ersten Heimsiege eingefahren werden und die Klasse doch noch gehalten werden. Der eine oder andere Routinier wurde geholt, vielleicht bringt dies die nötige Abgeklärtheit. Unter Umständen könnten die Ostschweizer für eine Überraschung sorgen und um den Aufstieg mitkämpfen. Wahrscheinlicher ist aber eine Saison im Mittelfeld.

Der SC Cham musste diverse Abgänge - einige zum Innerschweizer-Rivalen SC Kriens - hinnehmen. Doch Trainer Roland Schwegler wird wieder eine stabile und für den Gegner unangenehme Mannschaft formen. Auf Nico Siegrist kann er sich ebenfalls verlassen. Aber mehr als ein Mittelfeldplatz wird kaum drin liegen.

Dasselbe gilt für den FC Bavois, Langzeittrainer Bekim Uka setzt weiterhin auf die Achse Robin Enrico (Tor), Arnaud Bühler (Verteidigung) und Adrián Alvarez (Offensive). Das Trio wird nicht jünger, sie haben aber noch genug Klasse um die Waadtländer durch eine ruhige Saison zu führen. Für die Zukunft benötigt der Dorfklub aber frisches Blut, sonst droht der Abstieg.

Die drei Nachwuchsteams von YB, FC Basel und FC Zürich werden die Saison im sicheren Mittelfeld bzw. in der erweiterten Spitze beenden.

Abstiegskandidaten - kann sich der SC YF Juventus wieder retten?

YF-Juventus-Präsident Piero Bauert ist eigentlich jede Spielzeit sehr umtriebig, doch mehr als Abstiegskampf gibt es selten. Auch in dieser Saison sieht es danach aus. Für einmal wurden keine Altstars geholt, sondern junge bzw. unbekannte Spieler. Vielleicht herrscht dadurch Ruhe und die Saison kann erfolgreich absolviert werden. Trainer Jérôme Oswald ist gefordert, sonst wird es ein sehr schwieriges Jahr.

Die beiden Aufsteiger FC Baden und FC Bulle spielten einst sogar in der höchsten Liga der Schweiz, nun wollen sie sich in der Breitensportspitze etablieren. Die Aargauer haben die Rückkehr in die dritte Liga nach diversen Anläufen endlich geschafft. Im Grundsatz besitzt das Kader genügend Substanz um sogar im Mittelfeld zu landen. Doch die Erwartungen sind zum 125-jährigen Jubiläum hoch und der neue Trainer ist auf dieser Stufe unerfahren.

Der FC Bulle hat sicher wieder als Nummer 1 im Kanton Fribourg etabliert. Der Verein hat vor allem das Kader verbreitert und hofft deshalb auf eine ruhige Saison, doch ein Selbstläufer wird dies nicht.

Die Nachwuchsteams aus Luzern und St. Gallen schafften den Aufstieg dank Wildcards, es wird sich zeigen wie schnell sich die jungen Spieler an die Liga gewöhnen werden. Beide Klubs müssen mit dem Abstiegskampf rechnen.

Der Artikel wurde uns freundlicherweise von den Promotion-League-Spezialisten von elfsport.ch zur Verfügung gestellt.

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Aufrufe: 03.8.2022, 12:34 Uhr
Roland Deschain (DeRo) Autor