Die Fans von Türkgücü München wissen weiterhin nicht, ob ihr Verein nächste Saison in Fürstenfeldbruck spielen darf.
Die Fans von Türkgücü München wissen weiterhin nicht, ob ihr Verein nächste Saison in Fürstenfeldbruck spielen darf. – Foto: IMAGO/Oliver Kaelke

Frist verlängert: Türkgücü bekommt Aufschub bei Stadionfrage - Stadt FFB zuversichtlich

Mehrere Vereine mit Problemen

Wo trägt Türkgücü München in der kommenden Saison seine Ausweichspiele aus? Die Meldefrist vom Verband hinsichtlich Stadionfrage wurde vom BFV verlängert.

Fürstenfeldbruck/München - Darf Türkgücü München in der kommenden Saison einen Teil seiner Heimspiele in Fürstenfeldbruck austragen? Weiterhin ist das die alles entscheidende Frage im Zulassungsverfahren zur Regionalliga Bayern für den Drittliga-Absteiger.

Eigentlich hatte der Bayerische Fussballverband (BFV) bis zum 21. Juni Klarheit über die Stadionfrage aller Regionalligisten gefordert. Doch die Frist wurde jetzt verlängert. Mehrere Regionalliga-Vereine hätten laut Aussage des BFVs Probleme bei der Stadionfrage. Der Verband spricht von einer Fristverlängerung bis zum 5. Juli, Türkgücü-Präsident Taskin Akkay hingegen ist der Meinung, dass die Unterlagen bis zum 8. Juli eingereicht werden müssen.

Türkgücü München: Bestätigung der Stadionkapazität liegt vor

Für Türkgücü sind das allerdings so oder so erstmal gute Neuigkeiten: Nach wie vor hat die Stadt Fürstenfeldbruck keinen Pachtvertrag mit dem Klub aus München unterschrieben. Eine größere Baustelle gibt es aber noch. „Das wichtigste ist jetzt das Sicherheitskonzept. Sollte Türkgücü dies so vorlegen, dass alle Kriterien erfüllt werden, werden wir auch den Pachtvertrag unterschreiben“, erklärt Erich Raff, Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

Akkay ist optimistisch, dass es noch klappt. „Bis zur nächsten Stadtratsitzung am 28. Juni wird eine Firma von mir ein Sicherheitskonzept ausarbeiten und dann denken wir, dass die Stadt den Pachtvertrag unterschreibt“, erklärt der Präsident.

Die Bestätigung aus Fürstenfeldbruck, dass das Klosterstadion, die - vom BFV geforderte - Kapazität von 2.500 Zuschauern aufweist, liegt Türkgücü mittlerweile vor. Das bestätigten Akkay und Oberbürgermeister Raff. Und auch die Stellungnahmen von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt könnten laut Akkay „schnell und wohlwollend bescheinigt werden“.

Hat Türkgücü München ein anderes Stadion in der Hinterhand?

Dann wäre allerdings immer noch die Frage nach einem neuen Lärmschutzgutachten zu klären. Bisher hatte Raff auf ein neues gepocht. Akkay hingegen ist der Meinung, dass das von 2012 vorliegende Dokument ausreichend ist. „Wir brauchen kein neues Lärmschutzgutachten“, glaubt der Türkgücü-Präsident. Auch Raff zeigt sich mittlerweile kompromissbereit. „Das Thema Lärmschutzgutachten ist ein Wichtiges, aber nicht das Wichtigste. Wir sind mit den Leuten in Kontakt, die 2006 das Lärmschutzgutachten erstellt haben. Wir werden Türkgücü deswegen nicht über die Klinge springen lassen“, sagt Fürstenfeldbrucks Oberbrügermeister.

Beim SC Fürstenfeldbruck hat man hingegen trotzdem die Sorge, dass sich Türkgücü mittlerweile nach einem anderen Stadion umschaut. SCF-Präsident Jakob Ettner befürchtet, dass die Forderungen der Stadt an Türkgücü zu hoch sind. Dem SC Fürstenfeldbruck würden in diesem Fall die Einnahmen für die Stadionmiete wegbrechen. Akkay wollte sich auf Nachfrage zu den Gerüchten nicht äußern und erklärte: „Wir arbeiten weiterhin auf Fürstenfeldbruck zu“. (kk)

Aufrufe: 021.6.2022, 11:20 Uhr
Korbinian KothnyAutor