Shaban Rugovaj (grünes Trikot) verlässt Großbardorf zum zweiten Mal in seiner Karriere.
Shaban Rugovaj (grünes Trikot) verlässt Großbardorf zum zweiten Mal in seiner Karriere. – Foto: Mario Wiedel

»Private Gründe«: Bardorf verliert seinen Top-Torjäger schon wieder

Shaban Rugovaj verlässt die Grabfeld-Gallier zum zweiten Mal und schließt sich Bezirksligist TSV Forst an

100 Jahre wird der TSV Großbardorf in diesem Jahr alt. Eine beachtliche Zahl, die eigentlich ein guter Grund ist, sich zu freuen und zu feiern. Das machen die Grabfeld-Gallier 2023 natürlich ausgiebigst - auch wenn das Jubiläums-Jahr alles andere als gut startet. Denn der unterfränkische Bayernligist muss kurzfristig den Abgang seines besten Torjägers (neben Jannik Göller mit sieben Toren) verkraften. Shaban Rugovaj verlässt Bardorf aus privaten Gründen und wird künftig für den Bezirksligisten TSV Forst auflaufen.

Bereits von 2015 bis 2018 kickte der beim 1. FC Schweinfurt ausgebildete Stürmer für den TSV. Bereits in dieser ersten Phase im Grabfeld bewies der heute 26-Jährige, dass er den gewissen Torriecher hat. 26 Tore erzielte er damals in 96 Bayernliga-Spielen. 2018 verabschiedete er sich in Richtung Sand, wo er drei Jahre bzw. zwei Spielzeiten blieb, ehe er sich Euerbach/Kützberg anschloss. Nachdem der Landesligist sein Team aus dem Verkehr gezogen hat, kehrte Rugovaj nach Großbardorf zurück - und lieferte wieder. Obwohl er selber noch als "jung" bezeichnet werden durfte, ging er voran - nicht nur sportlich.

"Leider müssen wir einen herben Verlust hinnehmen. Shaban Rugovaj, der genau vor einem Jahr aus Euerbach zu uns kam und seitdem in 32 Bayernligaspielen 14 Tore erzielte, hat uns jetzt im Winter aus privaten Gründen verlassen und schließt sich dem Bezirksligisten TSV Forst an", schreibt Grabfeld-Häuptling Andreas Lampert im Rahmen einer Pressemitteilung. Darin wird der Sportvorstand weiter zitiert: "Shaban ist vor Weihnachten auf uns zugekommen und hat offen kommuniziert, dass es für ihn in der Rückrunde sehr schwierig ist, den erforderlichen Aufwand Bayernliga aus beruflichen und privaten Gründen zu stemmen, weshalb wir in offenen Gesprächen zum Schluß gekommen sind, seinem Wunsch kürzer zu treten nachzukommen."

"Uns schmerzt der Abgang natürlich, aber wir haben einige Jungs, die aus Verletzungen zurückkommen und den Weggang kompensieren können. Shaban hat das alles offen kommuniziert bzw. erklärt und wir haben dann auch intern beschlossen, dass wir seinem Wunsch nach einem Wechsel zum ihm benachbarten TSV Forst nicht im Wege stehen wollen", schreibt Lampert - und ergänzt: "Nach aktuellem Stand gibt`s im Winter jetzt keine weiteren Kader-Veränderungen."

Aufrufe: 025.1.2023, 06:00 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor