Bleibt weiterhin Trainer von Viktoria Arnoldsweiler: Yunus Kocak.
Bleibt weiterhin Trainer von Viktoria Arnoldsweiler: Yunus Kocak. – Foto: Ayhan Gündüz

Neue Spieler, kein neuer Coach: Arnoldsweilers Plan gegen den Abstieg

Mittelrheinliga: Viktoria Arnoldsweiler setzt mit mehreren Wintertransfers auf frischen Wind im Abstiegskampf.

Reichlich Bewegung im Kader - nur auf der Trainerbank tut sich nichts. Viktoria Arnoldsweiler will vor dem Rückrundenstart neue Impulse geben. Der Klassenerhalt soll mit einer überarbeiteten Mannschaft gelingen, trainiert wird der Tabellenvierzehnte aber weiterhin von den beiden Spielertrainern Alexandru Daescu und Yunus Kocak.

Lennartz muss nach schwachem Start gehen

Nachdem aus den ersten neun Spielen der Hinrunde gerade einmal fünf Punkte geholt werden konnten, folgte Ende Oktober das Unvermeidliche: die Trennung von Trainer Bernd Lennartz. Der 59-jährige war erst in der Saisonvorbereitung verpflichtet worden, zuvor hatte Lennartz - nach langjährigen Stationen beim FC Düren-Niederau (bzw. dem 1. FC Düren) und eben Viktoria Arnoldsweiler - drei Jahre pausiert. Trotz vereinzelter Achtungserfolge (1:1 gegen den Bonner SC, 1:0-Sieg gegen den SV Bergisch Gladbach 09) lief die Viktoria den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Auf den soliden Mittelfeldplatz der vergangenen Spielzeit folgte nun, wenige Spieltage vor Hinrundenende, der vorletzte Platz, der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz betrug sieben Punkte.

Aufwärtstrend zum Hinrundenabschluss

Dann also der Trainerwechsel, zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine zehn Spiele absolviert worden waren. Ein deutliches Signal des Vereins an die Mannschaft, jetzt also mit einem Neustart an der Seitenlinie den Abstiegskampf anzunehmen. Zudem beachtlich: Die Lösung sollte kein neuer (erfahrener) Trainer von außerhalb sein, sondern aus den eigenen Reihen kommen. Mit Alexandru Daescu und Yunus Kocak übernahmen zwei aktive Spieler den Trainerposten, nun in der Spielertrainer-Funktion. Und nach einem holprigen Start, mit Niederlagen gegen BCV Glesch-Paffendorf, die SpVg Frechen 20 und den FC Blau-Weiß Friesdorf, trug diese eher ungewöhnliche Maßnahme Früchte. Die letzten drei Hinrundenspiele wurden allesamt nicht verloren - ganz im Gegenteil. Gegen die direkte Konkurrenz aus Königsdorf und Siegburg konnte Arnoldsweiler gewinnen, zudem gab es gegen Borussia Freialdenhoven immerhin ein Unentschieden.

Verstärkung für den Abstiegskampf

Mit einer guten Portion Selbstbewusstsein ging es dementsprechend in die Winterpause, in der die Viktoria alles andere als untätig blieb. Fünf Neuzugänge präsentierte der Mittelrheinligist, im Gegenzug verließen auch vier Spieler den Kader. Frische Kräfte für einen intensiven Abstiegskampf, der in dieser Saison mit Sicherheit besonders hart umkämpft sein wird: Gegenüber der vergangenen Spielzeit besteht die Liga, bei fünf Absteigern, nur noch aus 16 anstatt aus 18 Mannschaften. Was bei Arnoldsweiler hingegen nicht erneuert wurde, ist die Trainerposition, wohl durchaus auch eine Art Belohnung für den guten Abschluss der Hinrunde. Kocak und Daescu dürfen die Mannschaft also auf die Rückrunde vorbereiten - und im Optimalfall zum Klassenerhalt führen. Ob dieses Vorhaben mit den jungen Trainern gelingt, wird mit Spannung zu beobachten sein.

Aufrufe: 025.1.2023, 23:00 Uhr
Kelana MahessaAutor