
Vergangenes Wochenende wurde die Partie zwischen Türkgücü München und Wacker Burghausen abgesagt. Das Spiel landete vor dem Sportgericht.
München – Unterschiedliche Aussagen, viel Ärger: Die Regionalliga-Partie zwischen Türkgücü München und Wacker Burghausen schlug vergangene Woche große Wellen. Vier Tage vor Anpfiff standen die Münchner noch ohne Stadion da. Das Spiel konnte letztendlich nicht stattfinden. Doch wie geht es jetzt weiter?
Wie der BFV in einer Pressemitteilung veröffentlichte, fehlten Türkgücü München zahlreiche Spieler. Eine Grippewelle habe die Mannschaft erwischt, „rund zehn Spieler“ seien betroffen, lautete die Aussage der Münchner. Ein Nachholtermin wurde vorgeschlagen, doch von Seiten Wacker Burghausens abgelehnt, was für große Enttäuschung bei Türkgücü sorgte. Wackers Begründung über die Spielabsage, dass den Münchner keine Spielstätte zur Verfügung stünde, sorgte zusätzlich für große Verwirrung.
Wird die Partie nun nachgeholt oder gar für Wacker gewertet? Auf Nachfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern konnte der BFV noch keine Aussage tätigen, da das Verfahren aktuell noch laufe. Das Sportgericht kümmere sich darum, man sei bemüht, möglichst zeitnah eine Entscheidung zu finden.
Und die Zeit drängt, befindet sich die Regionalliga Bayern doch im absoluten Endspurt der Saison - nur noch vier Spieltage stehen bevor. Und da die Münchner mit 21 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen - und damit auf einem direkten Abstiegsplatz - hat der Ausgang der Entscheidung des Sportgerichts großen Einfluss auf den Abstiegskampf.
Beide möglichen Szenarien würden die Liga ordentlich durcheinander wirbeln. Sollte die Partie nachgeholt werden und die Jungs von Alper Kayabunar tatsächlich Punkte sammeln, stünde Aufsteiger SpVgg Hankofen-Hailing auf dem direkten Abstiegsplatz - nicht mehr Türkgücü. Bliebe es dabei, müssten und dürften die Münchner dann Relegation spielen. Sollte die Partie nicht nachgeholt und für Wacker gewertet werden, dürften die Jungs von Cheftrainer Lars Bender wohl den Klassenerhalt feiern. Nicht nur die beiden betroffenen Mannschaften, sondern die gesamte Liga wartet gespannt auf das Urteil.
Bereits Mitte März konnte Türkgücü München auf kein Regionalliga-konformes Stadion zurückgreifen. Hier entschied der BFV gegen Türkgücü und für Gegner Schweinfurt. Die „Schnüdel“ bekamen drei Punkte über den grünen Tisch zugeteilt. Türkgücü musste 3000 Euro zahlen. Droht nun das gleiche Schicksal? (mg)