
Zuvor standen bereits Cheruskia Laggenbeck (Kreis Tecklenburg), der TuS Laer (Kreis Steinfurt), Westfalia Dortmund (Kreis Dortmund/A1), die SpVg Hagen 11 II (Kreis Hagen) und Westfalia Kinderhaus II (Kreis Münster/A1) als A-Liga-Meister fest. Diese sechs Teams den ersehnten Titel an diesem Sonntag (10. Mai) unter Dach und Fach.
Ein einst abgestürzter Traditionsverein ist zurück in der Überkreislichkeit. Der SSV Meschede sicherte sich dank eines 5:3-Heimerfolgs gegen den FC Fleckenberg/Grafschaft die A-Liga-Krone und kehrt damit nach sieben Jahren in die Bezirksliga 4, die "Bundesliga des Sauerlandes", zurück.
Der SSV war in den 90ern und frühen 2000ern lange Mitglied der Verbandsliga, sowie über ein Jahrzehnt in der Landesliga. Nach dem man aus dieser im Jahr 2017 abstieg, begannen schwierige Zeiten im Dünnefeld, die im Abstieg aus der Bezirksliga im Jahr 2019 mündeten. Auch in der A-Liga hatte der einstige HSK-Branchenprimus seine Schwierigkeiten, stand kurz vor dem Absturz in die B-Liga sowie dem kompletten Aus der Fußball-Abteilung. Doch seit 2024 geht es weiter bergauf beim SSV. Nach Platz 5 im Vorjahr führte Gökhan Demirci, der im Sommer die Ober- und Westfalenliga-erfahrenen Brüder Ekrem und Mahmut Yavuzaslan nach Meschede lotste, den SSV wieder in die Bezirksliga. Dieses Ziel hatte der heutige Meistertrainer schon damals ausgerufen.
Demirci, dem nach dem Abpfiff gegen Fleckenberg die Tränen flossen, war in der "Westfalenpost" überglücklich über den Titel: "Als gebürtiger Mescheder mit zwei Mescheder Mannschaften den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen (2022 mit Fatih Türkgücü Meschede; Anm. d. Red.), das überwältigt mich schon.“ Der Aufstieg sei "nicht nur die Arbeit der vergangenen 30 Wochen, sondern eines viel längeren Zeitraums." Für einen Aufsteiger werde erstmal der Klassenerhalt das Ziel sein. "Ich schätze uns aber stärker ein. Platz sieben bis elf wäre für mich keine Überraschung in der Bezirksliga."
Noch länger auf die Rückkehr in die Bezirksliga warten, mussten alle, die es mit dem VTS Iserlohn halten. Der Verband Türkischer Sportfreunde um Vereinsboss Hayko Ertür spielte zuletzt in der Saison 2014/15 überkreislich und strebt längerem nach dem Aufstieg. In der abgelaufenen Saison musste man dem ASSV Letmathe den Vortritt lassen, nach dem 9:0-Kantersieg über die SF Sümmern ist nun aber die vorzeitige Meisterschaft perfekt.
Das Meisterstück der Iserlohn steht dabei sinnbildlich für den Saisonverlauf. Es war der 26. Sieg im 27. Spiel für den immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter. Die einzigen Verlustpunkte musste man am 19. Spieltag gegen die SpVgg Nachrodt (1:1) hinnehmen. Mit einem Torverhältnis von 137:22 stellt die Mannschaft von Youssef Yesilmen, der im Februar das Amt von Dennis Klöckner übernommen hatte, die beste Offensive und Defensive der Liga. Zudem traten dreimal Gegner des VTS erst gar nicht an. Mit satten 14 Punkten Vorsprung auf den BSV Lendringsen thront Iserlohn daher mit großem Abstand an der Tabellenspitze. Als wahrscheinlichstes Ziel dürfte die Bezirksliga 6 gelten.
"Was für ein unglaublicher Erfolg für unseren Verein! Mit Leidenschaft, Zusammenhalt und großem Einsatz haben wir unser Ziel erreicht. Ein riesiges Dankeschön an unsere Mannschaft, das Trainerteam, alle Unterstützer, Sponsoren und natürlich unsere Fans, die uns die ganze Saison über begleitet haben", schreibt der Verein auf Social Media.
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Es war wieder nur einmal ein kurzes Gastspiel der Reserve des SuS Bad Westernkotten in der Kreisliga A Lippstadt. Zum zweiten Mal in Folge hat die Mannschaft vom Zehnthof die direkte Rückkehr in die Bezirksliga geschafft. Seit 2022 pendeln die Schwarz-Gelben zwischen Kreisliga A und Bezirksliga, als Ziel gilt es in der kommenden Saison klar, den Trend als "Fahrstuhlmannschaft" nicht fortzuführen.
Beim SV BW Rixbeck-Dedinghausen setzte sich die Elf von Meistertrainer Jens Bertels, die seit dem 2. Spieltag ununterbrochen die Tabellenführung inne hat, mit 5:2 durch hängte damit den ersten Verfolger und Mitabsteiger SV Geseke endgültig ab.
Beim SuS Bad Westernkotten könnte das Jahr 2026 als sportliches "Superjahr" eingehen. Neben der Reserve steht auch die Landesliga-Mannschaft vor dem Aufstieg in die Westfalenliga. Drei Spieltage vor Schluss steht hat man an der Tabellenspitze zwei Punkte Vorsprung auf Herbstmeister Germania Salchendorf.
Jubeln durfte am Sonntagnachmittag auch der 1. FC Gievenbeck II. Die "Möwen" feierten vorzeitig die Meisterschaft, da Verfolger SV Bösensell entscheidend beim BSV Roxel patzte und mit 2:4 verlor. Währenddessen erledigte die Reserve des Oberligisten seine Aufgabe zuhause gegen den abstiegsbedrohten SC BW Ottmarsbocholt souverän mit 6:0 und vergrößerte den Abstand auf uneinholbare zwölf Punkte.
Zuletzt spielte die zweite Mannschaft der Münsteraner in der Saison 2018/19 in der Bezirksliga, damals schloss man als Tabellenzehnter ab. Vor Beginn der Folgesaison zog man seine Mannschaft allerdings vom Spielbetrieb zurück. Seitdem war man sechs Jahre lang A-Ligist und geht ab Sommer wieder in der Bezirksliga 12 auf Punktejagd.
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Ein ehemaliger Oberligist (1994-96) ist zurück im überkreislichen Geschäft: RW Lennestadt-Grevenbrück hat den direkten Durchmarsch aus der Kreisliga B in die Bezirksliga eingetütet. Ohnehin liegt hinter RWL turbulente Jahre. Nach dem letztmaligen Aufstieg in die Bezirksliga 2020 folgte zwei Jahre später der Abstieg in die A-Liga, ehe der frühere Olper Branchenprimus mit dem Abstieg in die B-Liga 2024 einen Tiefschlag hinnehmen musste.
Doch Lennestadt-Grevenbrück – angeführt von ihrem Spielertrainer-Duo Tim Schrage (36) und Hasan Dogrusöz (35), beide ehemalige Oberliga-Spieler der SG Finnentrop/Bamenohl – schaffte die direkte Rückkehr ins Oberhaus und machte nun auch in der A-Liga keinen Halt. Mit dem 7:3-Torspektakel bei Schlusslicht SG Kirchveischede/Bonzel machte RWL die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt und trifft dort bald im Derby auf Stadtrivale FC Lennestadt, dessen Abstieg aus der Landesliga ebenfalls seit gestern besiegelt ist.
Meistertrainer Schrage gibt nach Abpfiff in der "Westfalenpost" zu, dass der Aufstieg nicht von Anfang an geplant gewesen sei. "Als Hasan und ich das hier übernommen haben, wollten wir eigentlich kürzer treten, aber jetzt müssen wir nochmal ran. Hoffentlich steigen wir jetzt nicht noch in die Landesliga auf."
BW Alstedde hat nach dem 3:0-Auswärtssieg beim TuS Hemmerde zwar die Meisterschaft der Kreisliga A2 Unna-Hamm zwar sicher, muss für den Aufstieg in die Bezirksliga noch einen Schritt gehen. Bekanntlich müssen die beiden A-Liga-Meister in einem Entscheidungsspiel den Bezirksliga-Aufsteiger unter sich ausspielen – Stand jetzt wäre der TuS Uentrop der Gegner. Der Verlierer bekommt gegen den Vizemeister aus Gelsenkirchen eine zweite Chance.
Alstedde war einer von vier Lüner Vereinen, der im Sommer 2025 aus dem Kreis Dortmund nach Unna-Hamm wechseln durfte. Zum Abschluss holte BWA hinter dem TuS Holzen-Sommerberg die Vizemeisterschaft der A2-Liga, scheiterte in den Aufstiegsspielen allerdings am FC Sarajevo Bosna. Zuletzt spielte Alstedde von 2020 bis 2024 in der Bezirksliga.