2024-04-16T09:15:35.043Z

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Beim KSV läuft es in der Kreisliga C richtig gut.
Beim KSV läuft es in der Kreisliga C richtig gut. – Foto: Michael Zöllner

Das vielleicht kürzeste Kreisliga-Spiel aller Zeiten

Der KSV Mesopotamia Grevenbroich hat sein Kreisliga-Derby gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd III in weniger als zehn Minuten gewonnen.

Der Amateurfußball überrascht Aktive, Fans und Berichterstatter jede Woche auf das Neue. Diesmal wandert der Blick in die Kreisliga C von Grevenbroich und Neuss, denn in der Gruppe 3 haben der KSV Mesopotamia Grevenbroich und der 1. FC Grevenbroich-Süd III mutmaßlich für das kürzeste Kreisliga-Spiel aller Zeiten am Niederrhein gesorgt. Dieser ungleiche Vergleich reiht sich mindestens in die Top five der am schnellsten beendeten Partien ein, denn nach nicht einmal zehn Minuten war das Spiel regelkonform beendet.

Hinweis: Der Text ist ursprünglich nach dem Spiel am 9. Oktober 2022 erschienen.

Zugegeben, "regelkonform" muss in diesem Kontext näher erläutert werden. Die Gäste aus dem Grevenbroicher Süden traten mit lediglich sieben Spielern an. Bekanntlich sind sieben Kicker auf Seiten einer Mannschaft erforderlich, damit eine Partie überhaupt erst angepfiffen werden darf. Tabellenführer KSV Mesopotamia nutzte seine Überzahl konsequent aus und führte nach sechs Minuten durch Siyabend Demir, Ayman Amune und Siyabend Cigerli mit 3:0 - und dann war auch schon Schluss. Die Auswärtsfahrer beklagten einen Verletzten, weshalb die Partie seitens Schiedsrichter konsequenter Weise abgebrochen und beendet wurde. Mittlerweile ist das Spiel vom 9. September auch mit 3:0 für den verlustpunktfreien Spitzenreiter gewertet worden.

Maximal acht Minuten Spielzeit

Es kommt leider regelmäßiger als der neutrale Betrachter vielleicht denken würde vor, dass Kreisliga-Spiele auf diese Art und Weise beendet werden. Der KSV vermeldet ein Spielende nach acht Minuten, nach FuPa-Informationen könnten es aber auch handgestoppte sechs Minuten gewesen sein. Über eine Begegnung, die weniger als zehn Minuten gedauert hat, hat diese Redaktion jedenfalls noch nicht berichtet.

Mesopotamia schreibt über das Spiel: "Beim Stand von 3:0 und nach acht Minuten wurde das Spiel vom Unparteiischen abgebrochen, da unser Gegner zu wenig Personal auf dem Feld hatte. Die Mannschaft trat die Partie zu Beginn mit sieben Mann an. Nach einem weiteren "verletzungsbedingten" Ausfall waren nur noch sechs Spieler auf der Gegenseite und so blieb dem Schiedsrichter nichts anderes übrig, als die Partie regelkonform abzubrechen."

Ob es nicht vielleicht sinnvoller gewesen wäre, die Partie im Vorfeld herzuschenken, darüber lässt sich bekanntlich streiten. So umgeht der 1. FC Grevenbroich-Süd III jedenfalls eine 100-Euro-Strafe. Es bleibt zu hoffen, dass die Süder im in den kommenden Spielen, angefangen mit dem Heimspiel am Sonntag gegen den FSV Vatan Neuss II, wieder genügend Leute auf den Platz bekommen, schließlich ist der Mannschaftsschwund seit Corona ein allseits belastendes Thema.

Davon betroffen sind auch die Schiedsrichter, weshalb es in anderen Kreisen des Fußballverbandes Niederrhein zu enormen Problemen kommt.

KSV Mesopotamia Grevenbroich – 1. FC Grevenbroich-Süd III 3:0
KSV Mesopotamia Grevenbroich: Fabian Klima, Imad Al Faraj, Roman Abasian, Habip-Can Serhat Altun, Siyabend Cigerli, Muhammed Balibey, Sadik Ibraim, Zhikar Farman Ali, Siyabend Demir, Biraveen Vamadevan, Ayman Amune - Trainer: Baykal Günes - Trainer: Savas Demir
1. FC Grevenbroich-Süd III: Jörg Lemm, Denis Deckmann, Denis Petrik, Andre Meyer, Swen Orzechowski, Enrico Balsamo, Lars Thiel - Trainer: Jürgen Wolf
Schiedsrichter: - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Siyabend Demir (2.), 2:0 Ayman Amune (5.), 3:0 Siyabend Cigerli (6.)

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Aufrufe: 06.1.2024, 12:35 Uhr
André NückelAutor