2024-05-24T11:28:31.627Z

Allgemeines
Klassisch ausgetanzt: Der Ismaninger Maximilian Siebald (r.) vernascht seinen Gegenspieler vom SV Kirchanschöring.   Dieter Michalek
Klassisch ausgetanzt: Der Ismaninger Maximilian Siebald (r.) vernascht seinen Gegenspieler vom SV Kirchanschöring.   Dieter Michalek

FC Ismaning: Aufholjagd in Unterzahl und dann ein bitteres Ende

Bayernliga Süd

Zeitweise sah es gut aus, dann wieder schlecht, dann wieder gut - und am Ende schlecht: Ein turbulentes Bayernligaspiel erlebt der FC Ismaning.

Ismaning – Auswärts hui, zu Hause pfui: Zwei Siegen in der Fremde stehen beim FC Ismaning zwei Heimniederlagen gegenüber. Das 2:3 (1:2) gegen den SV Kirchanschöring war dramatisch, kurios und vor allem ziemlich unnötig.

Der Wahnsinn des Fußballspiels war bereits nach 360 Sekunden sicher. Die Gäste landeten einen Doppelschlag in der 4. und 6. Minute, nachdem zuvor Ismaning zwei Riesenchancen vergeigt hatte. Erst scheiterte Angelo Hauk alleine vor dem Torwart, dann schoss Maximilian Siebald den Block an und verpasste das normalerweise sichere 1:0 mit dem Querpass auf den blank vor dem Tor wartenden Orhan Akkurt. Besonders krass wurde diese Szene dadurch, dass aus dem geblockten Schussversuch direkt der Überfallkonter zum 0:1 in Gang kam.

Die Zuschauer in Ismaning sahen wieder viel Ballbesitz ihrer Mannschaft und einen nur auf die Defensive konzentrierten Gegner. „Solche Spiele sind frustrierend“, sagte Trainer Mijo Stijepic, „aber es ist auch eine Wertschätzung, wenn sich der Gegner so hinten reinstellt.“

Der FCI betrieb viel Aufwand und wurde in der Schlussphase der ersten Halbzeit mit einem Eigentor belohnt. Die Chancen auf Punkte waren damit wieder intakt.

Allerdings wurde die Aufgabe dann auch noch richtig kompliziert durch die Gelb-Rote Karte von Daniel Weber. Der leistete sich an der gegnerischen Eckfahne ein ziemlich dämliches Foul, aber die Entscheidung mit dem Platzverweis war vom Schiedsrichter auch sehr hart.

Mit der Ismaninger Unterzahl wurde die Aufholjagd aber eher angeheizt, denn der FCI spielte den Gegner an die Wand und Kirchanschörings menschliche Mauer vor dem Tor wackelte teilweise bedrohlich. In der 77. Minute belohnte sich der FC Ismaning mit dem Ausgleich von Angelo Hauk zum 2:2, einem wunderbar herausgespielten Treffer.

Und nun roch es stark nach einem Siegtor der Ismaninger, die nach dem 2:2 noch einmal alles nach vorne warfen und einige wirklich gute Chancen hatten. Dem FCI war in einem leidenschaftlichen, spielerisch überzeugenden und für die Zuschauer spektakulären Schlussphase eigentlich nur vorzuwerfen, dann man vielleicht etwas zu gierig war.

In der Nachspielzeit hatte Kirchanschöring noch eine letzte Offensivaktion, die Ismaninger verpassten zwei Chancen zur Klärung – und dann gab es tatsächlich die zweite Heimniederlage.

FC Ismaning: Fritz – Killer, Ehret, Brandstetter (65. Kubina), Siedlitzki (88. Neuber) – Hofmann, Weber – Siebald (65. Redl), Mori, Hauk – Akkurt.

Tore: 0:1 Omelanowsky (4.), 0:2 Schild (6.), 1:2 Pöllner (37., Eigentor), 2:2 Hauk (77.), 2:3 Schild (90.+1).

Schiedsrichter: Stefan Treiber (Zell-Bruck).

Zuschauer: 140.

Aufrufe: 029.7.2019, 08:03 Uhr
Münchner Merkur (Nord) / Nico BauerAutor