2024-05-22T11:15:19.621Z

FuPa Portrait
Erfolgsmannschaft: Hellas Rüsselsheim hat sich die Meisterschaft in der Kreisliga A gesichert. Foto: Vollformat/André Dziemballa
Erfolgsmannschaft: Hellas Rüsselsheim hat sich die Meisterschaft in der Kreisliga A gesichert. Foto: Vollformat/André Dziemballa

Besonderes Erfolgsrezept von Hellas

KLA Groß-Gerau: Vor allem Mannschaftsgeist verhilft Rüsselsheim zur Meisterschaft / Ausgelassene Feier, Fahrt nach Griechenland

Großer Mannschaftsgeist, spielerische Klasse, Heimstärke und mit Rafael Baumgärtner ein überragender Torjäger – das ist das besondere Erfolgsrezept: Drei Spieltage vor Rundenende hat Hellas Rüsselsheim die Saison in der Kreisliga A mit der Meisterschaft gekrönt. Durch den Sieg über Königstädten und dem gleichzeitigen Remis von Wolfskehlen stand am Sonntag fest: Nach sechs Jahren kehrt Hellas in die Kreisoberliga zurück.

„Wir haben bis in die Morgenstunden hinein ordentlich gefeiert“, ließ es Kapitän Nektarios Koutsidis richtig krachen mit seinem Teamkameraden. Die große Feier gemeinsam mit Fans folgt dann beim abschließenden Heimspiel am 26. Mai gegen Opel Rüsselsheim. Und danach geht’s auf Abschlussfahrt nach Griechenland.

„Das hat sich die Mannschaft auch verdient“, kann Trainer Hüseyin Top seinen Spielern nur ein Riesenkompliment machen für eine „sehr starke Saison“. Obwohl es die ganze Runde über immer wieder zu Ausfällen kam – darunter zahlreiche Langzeitverletzte wie Nuri Öztürk, Massimo Cannarozzo, Nabil Hassoun, Yasin Peker, Erencan Günes, Umut Calli, Georgios Sakarelis – legte Hellas eine starke Bilanz hin.

79 Punkte und 26 Siege in 30 Spielen. Zuhause alles gewonnen, mit sechs Treffern im Schnitt. 123:26 Tore, davon ein Drittel allein durch Rafael Baumgärtner, der mit 43 Treffen weit vor Dominik Wolf (SC Opel Rüsselsheim/27) die Liga anführt. „Wir haben den besten Angriff und die beste Abwehr“, betont Koutsidis. Als Abwehrchef bildete er selbst mit Konstantinos Efremidis, Cenk Mutlu und Enzo Bongiorno eine Bank in der Defensive, die im Schnitt weniger als ein Tor pro Spiel zuließ – ein Spitzenwert.

Für Trainer Top war es vor allem ein Erfolg des Kollektivs: „Wir haben als Mannschaft funktioniert. Auch wenn wir wegen der vielen Ausfälle 32 Leute einsetzen mussten, haben wir das durch unsere Geschlossenheit und die spielerische Qualität in unserem breiten Kader toll kompensiert. Die Jungs können stolz auf sich sein.“

Nektarios Koutsidis schreibt auch dem Trainer „einen sehr großen Anteil an der Meisterschaft“ zu. Nachdem Top im vergangenen Sommer die Regie übernommen hat, „sind wir wieder eine Mannschaft geworden“, sagt der Spielführer, der bereits 2011 zu Hellas kam und nun den ersten Titelgewinn hier feiern kann.

Auch für Hüseyin Top ist es eine Premiere: Die erste Meisterschaft in seiner siebenjährigen Trainerlaufbahn. Entscheidend dafür sei vor allem die Phase von Mitte März bis Mitte April gewesen. „Da wird die Meisterschaft entschieden“, machte der frühere Gruppenligaspieler seiner Mannschaft damals klar. Und sie lieferte und gab keine Punkte mehr ab. Spätestens nach dem 3:2-Erfolg im Spitzenspiel gegen Wolfskehlen stand bei einer Sechs-Punkte-Führung vor Ostern fest: Hellas ist der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.

In der Kreisoberliga wird es nun viel auf Konstanz ankommen, ist Top sicher. Auch hält er mehr Konsequenz im Abschuss für nötig. Neben den vielen Toren von Rafael Baumgärtner, der trotz Angebote aus höherklassigen Vereinen für eine weitere Saison bei Hellas zugesagt hat, „haben wir cirka 60 Großchancen vergeben. Da müssen unsere offensiven Mittelfeldspieler noch effektiver werden“, fordert Top. Wie Nektarios Koutsidis traut er seiner Mannschaft aber auf jeden Fall den Klassenerhalt zu: „Wir bauen auf unsere Heimstärke und auf den Aufstiegsbonus.“

Aufrufe: 018.5.2019, 12:05 Uhr
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