2026-02-20T12:29:42.904Z

Ligavorschau

3.-Liga-Zwischenbilanz: Diese Vereine werden um den Aufstieg spielen

Ein Blick auf die Gruppenfavoriten vor dem Rückrundenstart

von Marco Huber · Heute, 06:00 Uhr · 0 Leser
Wer hat den längeren Atem? In der 3.-Liga-Gruppe 3 haben Srbija (weiss) und Witikon die besten Karten im Aufstiegskampf.
Wer hat den längeren Atem? In der 3.-Liga-Gruppe 3 haben Srbija (weiss) und Witikon die besten Karten im Aufstiegskampf. – Foto: Stefan Baratovic

Saisonhälfte. Zeit, um die Ausgangslage in den Zürcher 3.-Liga-Gruppen zu analysieren. Wer schafft den Aufstieg?

In der letzten Saison gelang Einsiedeln, Wollishofen, Küsnacht, Rümlang, Beringen und Wald die Promotion in die 2. Liga. In der Hinrunde der aktuellen Saison haben sich verschiedene Vereine in eine gute Position gebracht. Für Spannung ist in der Rückrunde gesorgt. In einigen Gruppen ist die Ausgangslage ziemlich offen, in anderen gibt es klare Favoriten. Wir sagen dir, welche das sind.

Gruppe 1: Siebnen steht erneut vor dem Aufstieg

Einmal mehr, ist man versucht zu sagen, muss es der SC Siebnen in der Gruppe 1 eigentlich schaffen. Fünf Punkte Vorsprung haben die Märchler auf Freienbach II. Zudem verfügt Siebnen über die beste Abwehr dieser Gruppe. Es spricht also vieles dafür, dass es für das Team von Trainer Pino Spagnuolo klappen könnte. So zum Beispiel auch die Tatsache, dass Siebnen die Direktbegegnung gegen den ersten Verfolger Freienbach zu Hause austrägt.

Letzte Saison mussten die Siebner in einem packenden Dreikampf mit Einsiedeln und Freienbach II am Ende den Klosterdörflern den Vortritt lassen. Auch in den vergangenen Spielzeiten war Siebnen ein paar Mal nahe dran und konnte eine gute Ausgangslage nicht ausnutzen. Dieses Mal dürfte es reichen.

Definitiv verschieben müssen ihre ersehnte Rückkehr in die 2. Liga der FC Kilchberg/Rüschlikon und der FC Affoltern am Albis. Dafür ist der Rückstand der Linksufrigen (sieben Punkte) respektive der Säuliämtler (zehn Punkte) schlicht zu gross.

Gruppe 2: Schlieren in der Favoritenrolle

Schlieren liegt in der Gruppe 2 auf der Pole Position und ist zu favorisieren. In der Vorrunde schossen die Schlieremer die meisten Tore und kassierten die wenigsten Gegentore. Ein Torverhältnis vom +29 ist eine stolze Referenz für die Mannschaft von Trainer Jovan Janjic. Besonders stechen dabei die Kantersiege gegen Aufsteiger FC Albania (10:0) und Blue Stars (7:1) heraus.

Hinter den Limmattalern ist das Rennen relativ offen: Albisrieden, Blue Stars, Altstetten und Industrie Turicum haben noch reele Chancen, müssen aber auf Ausrutscher Schlierens hoffen. Ausserdem wird sich das Verfolger-Quartett wohl gegenseitig Punkte wegnehmen. Gleichwohl muss Leader Schlieren jeweils bei Blue Stars, Albisrieden und Altstetten auswärts ran.

Die Konstellation ist aber trotzdem ideal für die Limmattaler, um nach vier Jahren in der 3. Liga die Rückkehr in die höchste Regionalliga klarzumachen.

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Gruppe 3: Ein offenes Rennen ohne Favorit

Auf den ersten Blick ist die Gruppe 3 die spannendste aller sechs Gruppen. Um den Aufstieg ist ein offenerer Mehrkampf entbrannt.

Die besten Karten hat Wintermeister Unterstrasse 2. Für den Zürcher Quartierclub stellt sich allerdings die Frage, ob die Reserven überhaupt in die 2. Liga aufsteigen dürfen. Dort spielt bereits das Fanionteam des FCU.

Aufgrund dieser Ausgangslage sind wohl der FC Srbija und der FC Witikon in bester Position. Beide Vereine haben eine Vergangenheit in der 2. Liga und wollen dahin zurück. Die Direktbegegnung ging im Herbst an Srbija. Im Frühling spielt Srbija diese auf heimischem Terrain, was ein Vorteil sein kann. Hinter diesem Trio ist auch Seefeld II nicht abzuschreiben. Die Ausgangslage ist höchst offen und daher umso spannender.

Gruppe 4: Packt es Niederweningen oder doch Glattfelden?

Für den FC Niederweningen ist der Wintermeistertitel in der Gruppe 4 ein wichtiger Achtungserfolg. Die Wehntaler spielten eine eindrucksvolle Hinrunde. Nur gerade ein Spiel ging für die Mannschaft von Trainer Sven Willimann verloren, jenes gegen 2.-Liga-Absteiger Töss.

Der Hauptkonkurrent um den Aufstieg in dieser Unterland-Winterthur-Gruppe ist der FC Glattfelden. Die Zürcher Unterländer weisen drei Zähler Rückstand auf und haben eine Niederlage mehr auf dem Konto als der Tabellenführer. Das Direktduell ging in einem umkämpften Spitzenkampf mit 4:3 an die Niederweninger. Glattfelden hat dafür deutlich mehr Tore erzielt. In diesem Zweikampf ist in der Rückrunde noch vieles möglich.

Überraschend deutlich liegen der ambitionierte FC Kloten und Absteiger Töss dahinter mit jeweils sieben Punkten Rückstand auf Niederweningen. Diese Hypothek ist wohl schon zu gross, um noch in den Aufstiegskampf einzusteigen – ausgeschlossen ist das aber nicht.

Ebenfalls lesenswert: Schafft es Siebnen diesmal? - Witikon, Kloten & Pfäffikon favorisiert

Gruppe 5: Viel Spannung in der Rückrunde

Der FC Diessenhofen will zurück in die 2. Liga. Dort spielten die Thurgauer zuletzt in der Saison 2023/2024.

Der Vorsprung des FCD auf die ersten Verfolger in der Gruppe 5 ist allerdings nur gering. Und so dürfen sich vor allem die SV Schaffhausen II und der FC Oberwinterthur berechtigte Chancen ausrechnen. Oberwinterthur hat auch eine Vergangenheit in der 2. Liga.

Die Ausgangslage ist ziemlich offen. An der Spitze kann jeder jeden schlagen. Etwas zurückgebunden ist 2.-Liga-Absteiger Thayngen auf Zwischenrang fünf und darüber hinaus mit überaus vielen Strafpunkten (157). Der reine Punkterückstand auf den Leader ist aber noch nicht zu gross. Die Rückrunde in der Winterthur-Weinland-Schaffhausen-Gruppe wird viel Spannung bereithalten.

Gruppe 6: Zwei Zürcher Oberländer jagen Leader Zollikon

Der Aufsteiger in der See/Oberland-Gruppe 6 kommt aus dem Trio: Zollikon, Wetzikon, Pfäffikon.

Alle diese drei Teams haben in der Hinrunde je zweimal verloren. Zollikon verfügte über die beste Offensive, Pfäffikon über die stabilste Defensive.

Der SC Zollikon spielte in den vergangenen Saisons schon ein paar Mal um den Aufstieg mit. Dieses Mal ist die Ausgangslage besonders vielversprechend. Die Mannschaft von Trainer Renato Lionzo hat zwei Punkte Vorsprung auf Wetzikon und vier auf Pfäffikon. Die beiden Vereine aus dem Zürcher Oberland wollen schon länger wieder rauf in die 2. Liga.

Der FC Pfäffikon hat sich nach der Vorrunde von Trainer Kurt Kobel getrennt. Nachfolger ist eine der bekanntesten Figuren im Zürcher Regionalfussball: Urs Wolfensberger. Er trainierte unter anderem die beiden Erstligisten Kosova und YF Juventus und war zuletzt Assistenztrainer beim FC Schaffhausen in der Promotion League (und er war vor einem knappen Jahr bei uns im Podcast zu Gast).

Dem FCP ist eine starke Rückrunde zuzutrauen. Diese wird es auch brauchen, um Leader Zollikon noch einzuholen. Gleiches gilt auch für die von Visar Ramani trainierten Wetziker. Gleich am ersten Spieltag kommt es in Pfäffikon zum Direktduell der beiden ersten Verfolger, ein Spiel mit richtungsweisendem Charakter für beide Teams.

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