Petrovic: "Meine Motivation ist die Frage: Spielst du immer noch?"
Montag 11.01.21 14:21 Uhr|Autor: B421.047

Petrovic: "Meine Motivation ist die Frage: Spielst du immer noch?"

Aleksandro Petrovic bereitet sich mit B42 auf die Rückrunde vor
Seit über zehn Jahren spielt Aleksandro Petrovic beim Regionalligisten TSV Buchbach. In der 2012 gegründeten Regionalliga Bayern verpasste der Mittelfeldspieler des Kult-Clubs seitdem gerade einmal 15 von insgesamt 273 Spielen - damit ist er mit großem Abstand Rekordspieler.


Christoph Seidl, 13.11., 12:45 Uhr
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Mittlerweile ist er 32 Jahre alt, doch ans Aufhören denkt Petrovic noch lange nicht. Aus diesem Grund versucht er mit mithilfe des Gamechangers von B42 noch einmal alles aus seinem Körper herauszuholen.

Wir waren beim Dreh dabei und haben den Ex-Profi, der Stammspieler bei Dynamo Dresden und Mitspieler von Mats Hummels beim FC Bayern München war, getroffen und mit ihm im Rahmen unserer Serie "42 Questions" gesprochen.

42 kurze Fragen - 42 schnelle Antworten:

"Fußball bedeutet Leidenschaft"

Warum spielst du Fußball?

Ich denke bei mir hat das wie bei jedem kleinen Jungen angefangen – Liebe und Leidenschaft dem Ball gegenüber. Meine Mama hat gesagt ich hab den ersten Schritt mit dem Ball gemacht. Also es ist einfach die erste Liebe gewesen und so ist es geblieben.

Was ist deine tägliche Motivation dabei?

Die Motivation ist natürlich, sich unter der Woche die Form zu holen um am Wochenende die Punkte einzusammeln. Und grad bei mir im fortgeschrittenen Alter muss ich natürlich mehr investieren.

Was bedeutet Fußball für dich?

Fußball bedeutet für mich Liebe und Leidenschaft. Es ist für mich auch eine Art von Kunst, es geht um die Erziehung, dass man sagt auf dem Platz lernt man, sich Respekt zu verschaffen.

Beschreibe Fußball in einem Wort:

Leidenschaft

Was würdest du deinem 18-jährigen „ich“ mit auf den Weg geben?

Definitiv das er den Arsch hochkriegen soll und in seinen Körper investieren muss, Zeit investieren muss, Arbeit investieren muss. Weil Talent allein reicht nicht.

Was soll Fußball auf keinen Fall sein?

Auf jeden Fall keine Belastung und Verpflichtung. Es soll immer der Spaß im Vordergrund stehen, das ist das Wichtigste.

"Ich hatte wirklich viele schlechte Spiele"

Was hast du durch den Fußball gelernt?

Ich hab gelernt, den Wettbewerb zu schätzen. Mein Ehrgeiz wurde dadurch entwickelt. Und eine ganz wichtige Sache: Ich hab dadurch allgemein im Leben gelernt, mir Respekt zu verschaffen.

Was war ein prägendes Erlebnis in deiner ganzen Karriere?

Da würd ich natürlich des Spiel gegen Rosenheim rausgreifen, das ist für uns Buchbacher natürlich ganz besonders, wenn man durch ein Tor vom Torwart in der 97. Minute in der Liga bleibt

Was war dein schlechtestes Spiel bis jetzt?

Es gab einige – wirklich sehr viele bei denen ich wirklich schlecht war.  Meistens konnte ich’s dann durch eine Vorlage oder eine Tor irgendwie noch retten, aber objektiv gesehen hatte ich sehr sehr viele schlechte Spiele.

Welches war dein bestes Spiel?

Da fällt mir jetzt keines ein. Es gab paar Spiele bei denen ich einen Doppelpack geschnürt habe, die bleiben natürlich hängen, aber ich würde da jetzt kein Besonderes hervorheben wollen.


Was war dein größter Erfolg?

Wir sind mal mit Dynamo (Dresden) Sachsenpokal-Sieger geworden. Und ich war U-Nationalspieler Deutschlands. Und natürlich das Spiel gegen Rosenheim, das kann ich natürlich nicht vergessen.

Warum quälst du dich jetzt im Winter mit unserem Game Changer? 

Weil ich mir durch die App erhoffe, so lange wie möglich fit zu bleiben und auf dem Niveau zu bleiben, auf dem ich bin.

"Manchmal hasse ich die Leute, die das Training entworfen haben"

Was inspiriert dich an B42?

Mich inspiriert, dass die Programme und Übungen perfekt aufeinander abgestimmt sind und dass man die Übungen alle ohne Gewicht machen kann.

Hast du manchmal einen Hass auf die, die die Guides gemacht haben?

…und was ich für einen Hass auf euch habe (lacht).

An was denkst du während des Workouts?

Ich denk dran wie geil mein Eiweiß-Shake danach schmeckt

Hast du eine Lieblingsübung?

Am Liebsten mache ich eigentlich Liegestützen und Klimmzüge

Welche Übung magst du gar nicht?

Burpees. Also 160 Burpees in einem Workout, das ist schon eine ganz schöne Leistung.

Wie schaffst du es, motiviert zu bleiben?

Ich sehe den Fortschritt und ich weiß dass es mir was bringt, damit ich im Frühjahr meine Leistung wieder bringen kann.

Welche Fortschritte hast du bis jetzt gemerkt?

Ich merke definitiv, dass sich mein Oberkörper verändert hat, dass ich stabiler bin. Und dass es die einzelnen Muskelgruppen nach außen presst.


"Eigentlich wollte ich Profi werden"

Warum ist das Trainingsprogramm für jeden etwas, egal in welcher Liga?

Weil jeder dadurch seinen Alltag verbessern kann und dadurch auch seine Gesundheit.

Nerven dich die Fragen schon?

Ne, noch nicht (Lacht.)

Wie hast du es bis in die Regionalliga geschafft?

Ich muss ehrlich sein, ich hatte einen ganz anderen Ansatz. Ich wollte eigentlich höher spielen als Regionalliga – aber es ist definitiv ein sehr gutes Niveau mit sehr vielen richtig guten Spielern.

Warum bist du ein absoluter Leitwolf?

Ich glaube einen Leitwolf macht viel mehr aus als man denkt. Man muss von sowohl von der Persönlichkeit als auch von der Leistung her vorangehen und da bin ich glaub ich auf einem ganz guten Weg.

Was zeichnet dich auf dem Platz aus?

Ich glaub das ist eher eine Frage für meine Mitspieler. Aber ich würde sagen, sie wissen dass ich da bin wenn es drauf ankommt und dass ich ihnen dann den Rücken schütze.


"Junge Spieler sollten alles anders machen als ich"

Was müssen junge Spieler lernen, wenn sie sich stetig verbessern wollen?

Dass sie alles anders machen als ich (lacht). Und zwar sich frühzeitig schon selber betätigen und an ihren Schwächen arbeiten.

Warum lohnt es sich, ständig an sich und seinen Fähigkeiten zu arbeiten?

Damit man das Maximum herausholen kann. Das habe ich glaub ich bei mir lange nicht geschafft.

Was treibt dich immer noch an?

Mich treibt immer noch an, dass die Gegenspieler oft sagen „Bist du immer noch hier? Spielst du immer noch?“ und dann denk ich mir „So leicht werdet ihr mich nicht los“ und deswegen trainiere ich auch mit der App, damit ich so lange wie möglich fit und aktiv bleibe.

Du bist jetzt 32 – wie lange möchtest du eigentlich noch spielen?

Eigentlich so lange es geht. Ich möchte nicht nach meiner Karriere sagen „hätte ich doch nur ein Jahr länger gespielt“ – und solange es gesundheitlich möglich ist und ich auf dem Niveau bleibe, möchte ich schon noch kicken.

Was möchtest du in dieser Saison mit Buchbach noch erreichen?

Das primäre Ziel ist immer der Klassenerhalt, da sind wir glaub ich ganz gut unterwegs. Und wenn es irgendwie geht, dann den Ligapokal gewinnen um in den DFB-Pokal zu kommen.


"Ich bin so fit wie noch nie"

Was ist dein persönliches Saisonziel?

Zunächst mal gesund bleiben, wie die Jahre zuvor auch. Ansonsten, die Mannschaft so gut führen wie es geht.

Was wird sich durch das Training mit B42 nachhaltig positiv verändern?

Meine Sichtweise auf Training – definitiv, vor allem wenn ich den Fortschritt im Laufe der Wochen sehe.

Auf was freust du dich besonders in diesem Fußballjahr?

Einfach aufs Fußball spielen, die Zuschauer und die Emotionen. Gerade jetzt, wenn man die Spiele live sieht, ist es ohne Zuschauer einfach nicht das Gleiche.

Mit welchem Gefühl gehst du in die hoffentlich bald startende Mannschaftsvobereitung?

Mit einem sehr guten. Ich glaube so fit wie jetzt war ich noch nie, auch dank der B42 App. Und deshalb bin ich gut gewappnet für die Rückrunde

Glaubst du die anderen halten sich ähnlich gut fit wie du?

Ich hoffe es. Ansonsten kann ich mir da als Kapitän natürlich bisschen was rausnehmen und dem ein oder anderen in den Arsch treten (lacht).


"Rassismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz"

Welche Rolle spielt die Ernährung in deinem Training?

Mit die entscheidendste Rolle. Das ganze Training bringt ohne Ernährung nichts. Jeder muss das natürlich für sich selber herausfinden. Ich habe meinen Weg gefunden und bin sehr zufrieden damit.

Wie stehst du zum Thema Rassismus im Fußball?

Rassismus hat allgemein in unserer Gesellschaft keinen Platz, deshalb natürlich auch nicht im Fußball. Und deswegen muss da jeder einzelne Verantwortung übernehmen und vorangehen, damit wir das bekämpfen.

Was ist deine Botschaft an alle, die mit dem Training anfangen wollen?

Nicht überlegen, loslegen! Ich merke es bei mir selbst, den Unterschied zwischen heute und vor 7 Wochen und ich kann es jedem nur empfehlen.

Was ist die Botschaft an die Fans deines Vereins?

Wir für euch und ihr für uns. Weil wenn ein Baustein fehlt, dann funktioniert das ganze Konzept Buchbach nicht und deswegen ist es einfach so: Wir müssen zusammenhalten.

Was ist deine Botschaft an deine Mannschaftskollegen?

Sowie ihr mich auf dem Platz braucht, brauche ich euch auch auf dem Platz. Deswegen: Haltet euch fit, zieht das Training durch und dann werden wir sicher gemeinsam neue Erfolge feiern im Frühjahr.

Was ist deine Botschaft an deine Gegner?

(lacht) Ich glaub es war nie einfach gegen mich und es wird auch nicht einfacher werden.

Aleksandro Petrovic führt im Übrigen auch ein Trainingstagebuch, in dem er Einblicke in sein Training gewährt, manchmal sein Leid klagt und häufig auch richtig starke Tipps zur Hand hat.

Wie kann man während der Winterpause mit B42 trainieren?

Der GAMECHANGER Offseason – also das Programm für die Winterpause – gibt dir dieses athletische Grundwerkzeug bequem via App. Vier Krafteinheiten pro Woche plus zwei zusätzliche Mobility-Workouts mixen dir deinen persönlichen Trainingscocktail – ohne Schirmchen, dafür mit Erfolgsgeschmack.


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Tabelle
1. Aschaffenb. 2524 50
2. Nürnberg II 2529 49
3. SpV Bayreuth 2525 49
4. Schweinfurt 2319 44
5. Aubstadt (Auf) 252 39
6. Eichstätt 2614 37
7. Gr. Fürth II 26-2 36
8. Buchbach 253 35
9. FC Augsburg II 259 34
10. SV Wacker 251 33
11. Schalding 24-11 32
12. Illertissen 25-14 31
13. TSV Rain (Auf) 25-15 30
14. Heimstetten 25-10 26
15. 1860 Rosenh. 25-31 21
16. FC Memmingen 22-12 20
17. VfR Garching 20-31 13
18. Türkgücü Mün o.W. (Auf) 00 0
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