Der TSV Eintracht Karlsfeld sucht nach Konstanz.
Der TSV Eintracht Karlsfeld sucht nach Konstanz. – Foto: Alfred Brumbauer

Wundertüte Eintracht Karlsfeld empfängt Holzkirchen – „Kleinigkeiten entscheiden“

Beide Mannschaften hinter den Erwartungen

Vor einem halben Jahr hätte das Spitzenspiel der Landesliga-Südost TSV Eintracht Karlsfeld gegen TuS Holzkirchen heißen können.

Karlsfeld – Wenn sich beide Mannschaften am heutigen Freitagabend in Karlsfeld begegnen, geht es jedoch darum, sich vom hinteren Tabellendrittel abzusetzen. Es ist das Duell zweier Mannschaften, die bislang hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

Karlsfeld geht von einem Abstiegsrelegationsplatz in den zwölften Spieltag, Holzkirchen liegt knapp über dem Strich. Beide Mannschaften schaffen es nicht, konstant ihr Potenzial abzurufen – wobei es Unterschiede gibt. Denn während die Eintracht eine Wundertüte ist, deren Inhalt entweder eine starke oder eben eine schwache Leistung ist, gibt es bei Holzkirchen ein klares Muster: Kein Team holte zu Hause mehr Punkte als der TuS, auswärts reichte es bislang nur zu einem Punkt in fünf Partien. Die Karlsfelder wollen im eigenen Stadion verhindern, dass die Sieglos-Auswärtsserie des Gegners reißt.

Eintracht-Coach „Jay“ Alkan glaubt an seine Mannschaft. Er sieht einen Aufwärtstrend: „Wir machen es seit drei Spielen nicht schlecht, haben aber nur einen Sieg geholt. Es wäre mehr möglich gewesen.“ Alkan bestätigt, dass sich die Mannschaft nach Spitzenplatzierungen in den vergangenen Spielzeiten der neuen Situation bewusst ist. „Die Jungs wissen, dass Kleinigkeiten die Spiele entscheiden. Und auch, dass viel passen muss, um zu gewinnen“, so Alkan.

Allerdings ist der Karlsfelder Trainer weit davon entfernt, heute seine Wunschaufstellung aufbieten zu können. Thomas Ettenberger hat sich vor eineinhalb Wochen gegen Pullach eine Innenband- und Meniskusverletzung zugezogen. „Thomas muss eventuell sogar operiert werden. Er wird jedenfalls länger ausfallen“, informiert Alkan. Auch Co-Spielertrainer Dominik Schäffer hat seit dem Pullach-Spiel Beschwerden. „Wahrscheinlich reicht es nicht für einen Einsatz“, so Alkan. Kapitän Fitim Raqi wurde nach seiner Roten Karte in Freising für drei Spiele gesperrt, Ivan Ivanovic muss wegen seiner Notbremse für zwei Spiele zuschauen. Michael Dietl ist im Urlaub.

Dass gleich mehrere erfahrene Spieler gegen Holzkirchen ausfallen, kann jedoch eine Chance sein. „Es kommen unter anderem Spieler ins Team, die zuletzt bei der zweiten Mannschaft dabei waren und ihre Sache gut gemacht haben“, sagt Alkan. Tim Duchale, Peter Wuthe und Furkan Ocaktan rücken hoch.

Florian Schrattenecker ist schon einen Schritt weiter. Der 21-jährige Mittelfeldspieler steht bei sieben Landesliga-Einsätzen in dieser Saison. Anders als in der Reserve, für die er in zwei Spielen schon drei Mal getroffen hat, fehlt ihm ein Liga-Treffer für die erste Mannschaft. Seine Torpremiere würde die Chancen der Eintracht auf Punkte erhöhen. Auch deshalb sagt Trainer Alkan: „Wir müssen unsere Möglichkeiten nutzen.“ Denn hinten steht die Eintracht gut. (Moritz Stalter)

Aufrufe: 023.9.2022, 06:13 Uhr
Moritz StalterAutor