2024-07-11T13:55:35.092Z

Relegation
Es ist vorbei: Zvonimir Kulic wendet sich nach seinem Fehlschuss ab, Forstinnings Torwart Fabian Parteli schreit Freude und Erleichterung hinaus.
Es ist vorbei: Zvonimir Kulic wendet sich nach seinem Fehlschuss ab, Forstinnings Torwart Fabian Parteli schreit Freude und Erleichterung hinaus. – Foto: Norbert Habschied

Relegation dieses Mal als Trauma: ASV Dachau steigt wieder ab

Einjähriges Gastspiel

Eine 5:6-Niederlage nach Elfmeterschießen im Relegationsspiel gegen Forstinning hat das Aus besiegelt: Der ASV Dachau steigt nach nur einem Jahr wieder aus der Landesliga ab.

Dachau – Es bleibt beim einjährigen Gastspiel: Nach der so bitteren 5:6-Niederlage im zweiten und entscheidenden Relegationsspiel gegen den VfB Forstinning ist Aufsteiger ASV Dachau wieder aus der Landesliga abgestiegen. Der Krimi im Sepp-Helfer-Stadion am späten Samstagnachmittag wurde erst im Elfmeterschießen entschieden.

1:1 stand es nach 90 Minuten, 2:2 nach 120. Zweimal hatte sich der ASV in Führung geschossen, um sich zweimal postwendend den Ausgleich einzufangen – Elfmeterschießen: Ein einziger Schuss sollte also ausschlaggebend sein, ob die Saison 2022/23 eine erfolgreiche sein würde oder nicht.

Der ASV begann das Nervenduell vom Punkt. Maximilian Bergner, Sebastian Mack und David Dworsky legten jeweils vor, die Forstinninger zogen nach. Dachaus vierter Schütze war Tim Bürchner, er trat den Ball über den Querbalken. Mohamed Al Hosaini, zuvor schon Doppeltorschütze, ließ im Anschluss ASV-Tormann Artem Bykanov keine Chance – 4:3 für Forstinning.

Zvonimir Kulic, der vierte ASV-Schütze, hatte wenige Minuten zuvor schon einen Elfer höchst souverän verwandelt. Er musste nun abermals treffen – und schoss ebenfalls drüber. Forstinninger Glückseligkeit brach sich Bahn, die Dachauer waren abgestiegen.

Vorausgegangen waren 120 intensive, wenngleich nicht über Gebühr unterhaltsame Minuten. Torchancen gab es auf beiden Seiten wenige. Beide Mannschaften setzten vorwiegend auf lange Bälle, der Erfolg blieb überschaubar.

In der 74. Minute brachte Max Bergner mit einem feinen Steckpass David Dworsky in Position, der Dachauer Angreifer spitzelte den Ball zur Führung ins Tor. Sieht doch gut aus, mögen sich die Dachauer gedacht haben. Doch sämtliche Planungen, in der Schlussviertelstunde auf eine massive Abwehr zu setzen, hatten sich flugs erledigt. Die ASV-Defensive ließ Mohamed Al Hosaini unbehelligt, Bykanov war ohne Chance (76.).

In der Verlängerung dann noch einmal ein sehr ähnliches Bild: Mathias Hirt brachte Yazid Ouro-Akpo Adjai im Sechzehner zu Fall, den folgenden Strafstoß verwandelte Abwehrmann Kulic zur neuerlichen Dachauer Führung (92.). Sieh doch wieder gut aus, mögen sich die Dachauer gedacht haben – wieder nur für kurze Zeit. In der 95. Minute gab Schiedsrichter Fabian Buechner Handelfmeter für Forstinning, Al Hosaini traf.

Fast auf den Tag vor einem Jahr durften die Dachauer den glücklichen Ausgang einer Relegation begießen, sie setzten sich damals Anfang Juni 2022 gegen Dingolfing durch und schafften so die Rückkehr in die Landesliga. Heuer wurde die Relegation zum Trauma.

Aufrufe: 011.6.2023, 11:11 Uhr
Thomas LeichsenringAutor