2024-05-17T14:19:24.476Z

Ligavorschau
Samuel Pex und Kollegen jubeln derzeit scheinbar ohne Ende.
Samuel Pex und Kollegen jubeln derzeit scheinbar ohne Ende. – Foto: Paul Hofer

Würzburg soll für die Dorfbuam kein »verrücktes Beispiel« werden

30. Spieltag in der Bayernliga Nord - Samstag: Hankofen gastiert beim WFV. Eigentlich ein machbarer Gegner. Eigentlich...

Es ist offensichtlich, dass mit dem Würzburger FV am Samstag des 30. Spieltag ein Gegner auf die SpVgg Hankofen-Hailing wartet, der eigentlich vom neuen Tabellenführer der Bayernliga Nord geschlagen werden muss. Der von Nachholspielen gesäumte enge Spielplan, Personalprobleme, die Tabellensituation - Philipp Eckart, Trainer der Unterfranken, funkt derzeit eigentlich Dauer-S.O.S.. Das will und darf aber nichts heißen, wie Ober-Dorfbua Tobias Beck mahnt: "Jedes Spiel in dieser Liga ist schwierig. Es gibt bereits einige verrückte Beispiele dafür."

Den WFV auch einzig und alleine auf die derzeitige, zweifelsohne nicht einfache Situation zu reduzieren, würde den Verein und seinen Verantwortlichen keinesfalls gerecht werden. Das kann Tobias Beck praktisch als Insider berichten. Denn der Spielertrainer des Regionalliga-Absteigers absolviert derzeit den A-Lizenz-Lehrgang mit eben jenen Philipp Eckart. Und da unterhält man sich natürlich. "Würzburg steckt in einer absoluten Notlage mit schwierigen Ergebnissen", weiß der 29-Jährige. "Aber sie verlieren meist unglücklich. Auch im Hinspiel haben sie zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht."

Nicht zu vergessen ist die enorme Wucht, die der Würzburger FV mit sich bringt. Die Unterfranken haben traditionell eine starke, laute und leidensfähige Fangemeinschaft - gerade in der heimischen Zellerau. Die große Tradition, die der ehemalige Zweitligist hat, ist regelrecht mit Händen zu greifen. "Das ist schon ein interessanter Verein. Nicht umsonst haben die jüngst auch Steffen Krautschneider verpflichten können", macht Tobias Beck, der nur um den Einsatz von Jonas Hoffmann (Oberschenkel-Probleme) bangt, deutlich. "Ich gehe davon aus, dass wir mehr Ballbesitz haben werden. Nichtsdestotrotz müssen wir total auf der Hut sein."

Der Respekt ist da - auf beiden Seiten. Nach der Niederlage gegen Neumarkt am Mittwochabend sind die Unterfranken natürlich unter Zugzwang. Der direkte Abstieg soll - natürlich! - unter allen Umständen vermieden werden. Fernab der eigenen, bereits beschriebenen Sorgen wartet mit den Niederbayern aber nicht irgendwer, wie Philipp Eckart herausarbeitet: "Sie haben einige sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen und sind in bestechener Form. Die Chance auf den direkten Aufstieg und damit die Rückkehr in die Regionalliga wird Hankofen sicherlich zusätzlich motivieren", gerät der 34-Jährige fast schon ins Schwärmen. Deshalb ist für den ehemalige Drittliga-Assistenten klar: "Wir benötigen einen sehr guten Tag und höchste Disziplin, um punkten zu können."

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Aufrufe: 029.3.2024, 11:00 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor