Im Aufwind befindet sich der TuS Geretsried um Robin Renger (am Ball), der nach dem jüngsten 3:1-Heimsieg gegen Brunnthal auch am heutigen Samstag beim TSV Forstinning punkten möchte.
Im Aufwind befindet sich der TuS Geretsried um Robin Renger (am Ball), der nach dem jüngsten 3:1-Heimsieg gegen Brunnthal auch am heutigen Samstag beim TSV Forstinning punkten möchte. – Foto: hans lippert

TuS-Geretsried-Coach Dittmann: „Wir haben aktuell eine breite Brust“

Zu Gast in Forstinning

Der TuS Geretsried will in Forstinning den Aufwärtstrend fortsetzen, hat allerdings keine guten Erinnerungen an den TSV: Nach der 0:2-Pleite im Hinspiel warf der damalige Coach Martin Grelics das Handtuch.

Geretsried – Sie freuen sich zwar auf die Winterpause, aber an Motivation sollte es den Fußballer des TuS Geretsried im letzten Match vor dem Weihnachtsurlaub nicht fehlen. Da ist zum einen Wiedergutmachung fürs Hinspiel angesagt: Am dritten Spieltag unterlag der Landesligist gegen Aufsteiger VfB Forstinning im heimischen Isarau-Stadion mit 0:2 – danach stellte Martin Grelics seinen Cheftrainerposten mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. „Das Spiel haben wir damals völlig verdient verloren“, räumt Grelics-Nachfolger Daniel Dittmann rückblickend ein. „Forstinning hat einfach alles wegverteidigt, und wir waren nicht entschlossen genug, hatten keine Kreativität im Spiel.“ Womöglich hatte der eine oder andere TuS-Akteur damals die 1:6-Watsche noch nicht verdaut, die ihnen eine Woche zuvor der TuS Holzkirchen verabreicht hatte.

Vor dem Rückspiel am heutigen Samstag um 14 Uhr im Sportpark Forstinning sind die Vorzeichen besser. „Wir haben aktuell eine breite Brust“, betont Dittmann. Die jüngsten Erfolge – ein 3:1-Sieg gegen den TSV Brunnthal und ein 2:1-Erfolg beim SE Freising – haben nicht nur dem Punktekonto gutgetan, sondern auch dem Geretsrieder Selbstvertrauen. „Es sind nicht nur die sechs Punkte, die positiv stimmen. Die Mannschaft hat sich auch von der Leistung her in den letzten Wochen konstant gesteigert“, so der Trainer, der seine Elf psychologisch ebenfalls leicht im Vorteil wähnt: Die Leistungskurve des Gegners weist eine leichte Abwärtsdelle auf. Die letzten beiden Spiele hat Forstinning gegen den TuS Holzkirchen (0:2) und den Kirchheimer SC (0:3) verloren.

Dennoch hat sich die Elf von Trainer Ivica Coric im oberen Tabellendrittel eingenistet – was umso erstaunlicher ist, weil der Aufsteiger mit lediglich 22 geschossenen Toren die zweitschlechteste Offensive der Liga stellt. Nur Schlusslicht Brunnthal steht mit 16 Treffern noch schlechter da. Dennoch ist sich Dittmann der Schwere der Aufgabe bewusst. „Forstinning hat eine der stärksten Verteidigungen und ist eine der leidenschaftlichsten Mannschaften in der Liga“, warnt der TuS-Trainer. „Sie gehen in jedes Spiel extrem emotional.“ Seine Ziele bleiben davon unbenommen. „Wir wollen drei Punkte holen, um den Abstand zum Mittelfeld weiter zu verringern.“ Ein, zwei Plätze könnte der momentane Tabellen-14. – einen eigenen Sieg vorausgesetzt – am letzten Spieltag noch vorrücken. „Aber anders als im Vorjahr gehen wir heuer auf jeden Fall mit einem guten Gefühl in die Winterpause.“

Trotz vieler Nebengeräusche und einer Serie von fünf Niederlagen sei die Mannschaft enger zusammengerückt und habe wieder viel Freude am Sport auf dem Platz, so Dittmann. „Dafür soll sie sich jetzt auch belohnen.“

TuS Geretsried: S. Untch, Günther - Wiedenhofer, L. Lajqi, L. Kellner, Renger, Joh. Bahnmüller, T. Karpouzidis, Schrills, Kirschner, Pech, Ivkovic, Bauer, Berger, M. Untch, Thiess

Aufrufe: 018.11.2022, 16:30 Uhr
Rudi StalleinAutor