Dynamik war seine Stärke: Mittelfeldrenner Johannes Bahnmüller (Mi.) wird heute gegen Brunnthal sein letztes Match im TuS-Trikot bestreiten. Der 23-Jährige beendet seine Karriere berufsbedingt.
Dynamik war seine Stärke: Mittelfeldrenner Johannes Bahnmüller (Mi.) wird heute gegen Brunnthal sein letztes Match im TuS-Trikot bestreiten. Der 23-Jährige beendet seine Karriere berufsbedingt. – Foto: rst

TuS-Coach Dittmann: „Nicht reden, machen“

Geretsried erwartet Schlusslicht Brunnthal

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den TSV Brunnthal haben die Landesliga-Fußballer des TuS Geretsried noch etwas gut zu machen.

Geretsried – Die Erinnerung an den 16. September weckt bei Daniel Dittmann keine Glücksgefühle. An jenem Freitagabend unterlagen die Fußballer des TuS Geretsried mit 1:2 beim abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Brunnthal, der zuvor aus neun Spielen lediglich einen Punkt errungen hatte. „Brunnthal hatte eine unfassbare Energie auf dem Platz, wir waren die ersten zehn Minuten überhaupt nicht wach“, erinnert sich der TuS-Coach an einen der nicht wenigen Tiefpunkte seiner Elf in der Hinrunde. Erst nach dem 1:1-Ausgleich durch Sebastian Schrills nach einer knappen halben Stunde habe man die Partie ausgeglichen gestalten können. „Wenn wir da nachgelegt hätten, wäre Ruhe gewesen“, so Dittmann.

Daraus leitet sich seine Vorgabe fürs Rückspiel am heutigen Samstag um 14.30 Uhr ab. „Wir dürfen ihnen nicht einmal ansatzweise einen Funken Hoffnung geben, dass bei uns was zu holen sei“, fordert der Trainer von seiner Elf „ein dominantes Spiel und ein frühes Tor.“ Eindringlich davor warnen, den Gegner zu unterschätzen, wie er es vor dem Hinspiel praktiziert hatte, sei dieses Mal wohl nicht nötig: „Die Abschlussbesprechung war kurz: Es gibt wenig zu sagen. Wir müssen machen.“

Ein Selbstläufer wird die Partie sicher nicht. Zwar können die Hausherren nach ihrem 2:1-Sieg beim SE Freising beflügelt ins Spiel gehen. Gleiches gilt jedoch für die Gäste, die seit drei Partien nicht mehr verloren haben: Zuletzt erzielte die Elf von Trainer Raphael Schwanthaler ein 1:1-Unentschieden beim TSV Wasserburg, wie eine Woche zuvor gegen den ASV Dachau, nachdem man gegen den FC Unterföhring einen 2:1-Sieg gefeiert hatte.

Ein Geretsrieder wird sich im letzten Heimspiel vor der Winterpause vermutlich besonders ins Zeug legen: Johannes Bahnmüller. Der 23-jährige Mittelfeldspieler wird seine Karriere aus beruflichen Gründen in der Winterpause beenden. Fürs Brunnthal-Spiel verzichten muss der TuS weiterhin auf Mario Walker sowie Benedikt Buchner, der sich vom MRT Anfang kommender Woche Klarheit über seine Verletzung erhofft. Mindestens ein Spiel aussetzen muss Fabijan Podunavac wegen einer Mandelentzündung. Wieder mit von der Partie ist Srdan Ivkovic, der seine Rotsperre abgesessen hat. „Er weiß, dass er wieder frei ist“, kommentiert der Coach schmunzelnd die spürbare Leistungssteigerung seines Torjägers in den jüngsten Trainingseinheiten. „Ivo freut sich, dass er wieder dabei sein kann.“

Das gilt wohl auf für Vitalij Lux: Der ehemalige kirgisische Nationalspieler hat nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. „Er ist natürlich nach der langen Auszeit ad hoc keine Option. Und ob er überhaupt in der Landesliga nochmal angreift, entscheidet er ganz allein“, sagt der Coach. „Auf jeden Fall hat es im Training für gute Stimmung gesorgt, dass er wieder dabei war.“

TuS Geretsried: S. Untch, Voß - Wiedenhofer, L. Kellner, T. Karpouzidis, Pech, Bauer, L. Lajqi, Joh. Bahnmüller, Renger, Schrills, Kirschner, Ivkovic, Berger, M. Untch, Redjepi.

Aufrufe: 011.11.2022, 15:15 Uhr
Rudi StalleinAutor