Heimstettner Jubel und Brunnthaler Frust: Gefühlsmäßige Kontraste beim Totopokalspiel, das der Regionalligist erst im Elfmeterschießen für sich entschied.
Heimstettner Jubel und Brunnthaler Frust: Gefühlsmäßige Kontraste beim Totopokalspiel, das der Regionalligist erst im Elfmeterschießen für sich entschied. – Foto: Sven Leifer

TSV Brunnthal mit starker Moral

Erste Runde im Toto-Pokal

Der TSV Brunnthal hat in der ersten Runde des Toto-Pokals tapfer Widerstand geleistet und musste sich dem SV Heimstetten erst im Elfmeterschießen beugen.

Brunnthal – Im ersten, mit dem direkten Klassenerhalt erfolgreich abgeschlossenen Landesligajahr haben die Fußballer des TSV Brunnthal einiges erlebt. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte im Toto-Pokal ist der nächste Höhepunkt. Der Landesligist zwang den Regionalligisten SV Heimstetten ins Elfmeterschießen und hatte dort Pech mit einem Fehlschuss – Brunnthal musste sich 8:9 (1:1, 3:3) beugen.

Die Brunnthaler überraschten den prominenten Gast vor 300 Zuschauern mit einem superfrechen Auftritt. Der Landesligist versteckte sich nicht, setzte selbst Akzente, und unter dem Strich wäre eine Pausenführung nicht unverdient gewesen. Elia Ceschin brachte den Underdog bereits nach vier Minuten in Führung, und dann hatten Valentin Strobl sowie Ceschin Chancen für das zweite Tor.

Der Regionalligist aus Heimstetten kam in der 38. Minute mit seiner ersten echten Chance zum Ausgleich. Nach der Pause gingen die Gäste zweimal in Führung durch Standardsituationen (Micheli 65., Rosina 81.), aber die unkaputtbaren Mentalitätsmonster aus Brunnthal ließen sich nicht aus der Bahnwerfen. Vier Minuten nach dem 1:2 verwandelte Jakob Klaß einen Elfmeter zum Ausgleich (69.), und dann erzwang Noah Greiner mit einem wuchtigen Schuss in letzter Sekunde (90.+3) das Unentschieden und das direkt folgende Elfmeterschießen.

Dort waren die Heimstettener dann vielleicht den entscheidenden Tick cooler. Der Gast verwandelte alle fünf Elfmeter nervenstark. Bei den Grün-Weißen trafen mit Jakob Klaß, Luis Fischer, Tim Rebenschütz und Oliver Lindenauer die ersten vier Schützen.

Und dann kam der Brunnthaler Torwart Maximilian Geisbauer, dem im Training jeden Elfer verwandelt. Er scheiterte an seinem Gegenüber Moritz Knauf – und damit ist der Traum vom nächsten Festtag geplatzt. Trainer Raphael Schwanthaler war trotz verpasster Sensation begeistert: „Das war ein echtes Pokalspiel und es hat richtig Spaß gemacht. Für die Zuschauer war das unterhaltsamer als jeder Spielfilm.“ (nb)

Aufrufe: 027.7.2022, 15:02 Uhr
Nico BauerAutor