
Kurz vor der letzten Runde des Jahres präsentiert die SV Schaffhausen eine neue Trainercrew: Ergün Dogru übernimmt beim Erstliga-Schlusslicht und soll dem Team neues Leben einhauchen.
Die in der Erstliga-Gruppe 3 taumelnde Spielvereinigung Schaffhausen hat noch vor der letzten Runde des Jahres mit Ergün Dogru (53) einen neuen Cheftrainer engagiert. Er wird somit am Samstag beim Auswärtsspiel gegen den FC Freienbach sein Debüt geben.
"Wir sind überglücklich mit dieser Lösung. Ergün Dogru ist der perfekte Mann für diese Aufgabe", sagte SVS-Sportchef Taner Selvi gegenüber den "Schaffhauser Nachrichten".
Dogru selbst betont: "Die prekäre Lage der Mannschaft reizt mich. Auch ich war in meinem Leben schon am Boden und bin dann aufgestanden und rausgekommen."
Die "Schaffhauser Nachrichten" verweisen dabei auf Dogrus Engagement beim FC Thalwil. Dieser lag in der Saison 2015/16 in der Erstliga-Gruppe 3 nach der Vorrunde abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz. In der zweiten Meisterschaftshälfte startete der FCT jedoch eine grosse Aufholjagd. Dogru sagt: "Wenn ich etwas kann, dann aus unerfahrenen Mannschaften, die qualitativ noch nicht so weit sind, das Maximum herausholen."
Dogrus erfolgreiche Zeit beim FCT liegt allerdings schon eine Weile zurück. Zuletzt waren seine Engagements eher von kurzer Dauer.
Die Kurz-Visiten bei Zürich City
So coachte er etwa ab Anfang 2022 mit Unterbrüchen bereits dreimal den Zürich City SC. Beim Interregio-Aufsteiger wurde er zu Saisonbeginn erneut gross angekündigt - doch Ende August war schon wieder Schluss. Nachdem sein Nachfolger Jürgen Seeberger demissionierte, stand Dogru in diesem Herbst wiederholt für vier Meisterschaftspartien und im Cup auf dem Matchblatt.
Vor knapp einem Jahr heuerte Dogru zudem beim abstiegsgefährdeten Zweitliga-Verein Phönix Seen an. Doch auch dort blieb es bei einem Kurzintermezzo: Noch während der Wintervorbereitung trennten sich die Wege wieder.

Unbestritten sind allerdings Dogrus fachliche Qualitäten. Der Inhaber der Uefa-Pro-Lizenz war in seiner Trainerkarriere unter anderem bei Zug 94, Kosova und YF Juventus in der 1. Liga und der Promotion League tätig. Beim FC Baden fungierte er zudem als Co-Trainer, wo es später zu einigen Nebengeräuschen kam – woraufhin er in einem Interview Stellung bezog.
Auch der Co-Trainer ist ein bekanntes Gesicht
Zurück zur SV Schaffhausen: An Dogrus Seite wird mit Abramo D’Aversa ein in der Region Winterthur bestens bekanntes Gesicht als Co-Trainer fungieren. Der 53-Jährige betreute über viele Jahre die Teams von Phönix Seen und Töss. Für D’Aversa ist es zudem eine Rückkehr auf den Bühlplatz: Bereits in der Saison 2012/13 war er dort Trainer der "Spielvi", damals in der 2. Liga interregional.
Auf Dogru und D’Aversa wartet ohnehin eine Herkulesaufgabe: Die SV Schaffhausen liegt nach 14 Runden mit nur drei Punkten und bisher sieglos am Ende der Tabelle der Gruppe 3.
Bei der SVS war es Anfang November zur Trennung vom erfolglosen Trainer Ken Schuler gekommen. Seither stand Sportchef Selvi ad interim in der Verantwortung.
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