Stefan Stang kehrt als Trainer zu seinem Heimatverein zurück.
Stefan Stang kehrt als Trainer zu seinem Heimatverein zurück. – Foto: Max Kopka

Stefan Stang ist neuer Coach des BV Sturm Wissel

Der abgeschlagene Vorletzte der Kreisliga A Kleve/Geldern hat sich von Tobias Engelken getrennt. „Es hat nicht gepasst.“

Der BV Sturm Wissel geht mit einem neuen Trainer die restlichen Aufgaben in der Kreisliga A Kleve/Geldern an, in denen es sportlich allenfalls noch darum geht, sich so gut wie möglich aus der Klasse zu verabschieden. Stefan Stang ist nun Coach des Teams, das vor dem letzten Hinrunden-Spieltag mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Platz steht und bereits 15 Zähler Rückstand auf den rettenden 13. Rang aufweist. Die Zusammenarbeit mit Tobias Engelken, der die Mannschaft erst im Sommer übernommen hatte, wurde beendet.

„Es hat einfach nicht gepasst. Wir haben in einem Gespräch mit Tobias Engelken die Entscheidung getroffen, dass wir uns trennen. Wir gehen nicht im Groll auseinander“, sagt Kevin Deckers, Geschäftsführer des BV Sturm Wissel. Das bestätigte Tobias Engelken. „Wir können uns weiter in die Augen sehen“, so Engelken.

Stefan Stang wird damit am Sonntag, 14.30 Uhr, in der Heimpartie gegen Viktoria Winnekendonk wieder bei dem Verein auf der Bank sitzen, bei dem er seine Laufbahn als Spieler und Trainer begonnen hatte. Stang war als Jugendlicher zunächst bei Sturm Wissel aktiv, ehe erst bei Viktoria Goch und dann beim VfB Homberg in der Niederrheinliga spielte. Er beendete seine Laufbahn auf dem Feld dann mit nur 28 Jahren in Wissel, um dort Coach der ersten Mannschaft zu werden. „Denn der Trainerjob hat mich mehr gereizt als der des Spielers“, sagt Stang.

Zuletzt war Stefan Stang Trainer der SG Keeken/Schanz, mit der er in der vergangenen Spielzeit aus der A-Liga abgestiegen ist. Er beendete seine Arbeit dort im Sommer. „Ich wollte nach zehn Jahren bei diesem Verein als Trainer eigentlich eine längere Pause einlegen“, so Stang. Die dauerte jetzt nur wenige Monate, weil sein Stammverein ihn um Hilfe gebeten hat. Der Engelken-Nachfolger kennt sein neues Team dabei recht gut. Sein Sohn Marek Stang gehört zum Kader des Vorletzten. „Ich habe deshalb einige Spiele der Mannschaft in dieser Saison gesehen“, sagt Stefan Stang.

Der neue Trainer geht die neue Aufgabe so realistisch an, wie es aufgrund des Tabellenstandes angebracht ist. Hoffnungen auf den Klassenerhalt macht er sich nicht mehr. „Ich bin ja nicht blauäugig. Der Abstieg wird nicht zu vermeiden sein. Wir müssen die Rückrunde schon als Vorbereitung für die kommende Saison in der Kreisliga B ansehen“, sagt Stefan Stang. Er hat dem Verein erst einmal die Zusage bis zum Ende dieser Spielzeit gegeben. „Doch wenn alles passt, dann kann ich mir eine längere Zusammenarbeit durchaus vorstellen“, sagt der neue BV-Coach.

Aufrufe: 024.11.2022, 21:15 Uhr
Joachim SchwenkAutor