2024-02-28T09:51:25.667Z

Ligabericht
Vinzenz Schlenk (am Ball) ist eine der Nachwuchshoffnungen bei der SpVgg Pfreimd.
Vinzenz Schlenk (am Ball) ist eine der Nachwuchshoffnungen bei der SpVgg Pfreimd. – Foto: Josef Trummr

Pfreimd gefällt die Rolle des Jägers: Youngsters stehen Gewehr bei Fuß

Spielertrainer Bastian Lobinger wünscht sich fürs Frühjahr mehr Konstanz in der Aufstellung sowie mehr Cleverness auf dem Platz

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Die Bezirksliga Nord hat sich in die Winterpause verabschiedet mit der Erkenntnis, dass eine mögliche Vorentscheidung im Meisterschaftskampf noch in weiter Ferne liegt. Weiden-Ost und Etzenricht (je 40) führen das Klassement punktgleich an, doch selbst Schwarzhofen (33) als Siebtplatzierter ist noch in Rufweite. Im Verfolgerfeld befindet sich auch Absteiger SpVgg Pfreimd (33), der das Spieljahr mit drei Siegen in Folge abgeschlossen hat. „Unser Ziel war es, vorne mitzuspielen“, sagt Pfreimds Spielertrainer und Stürmer Bastian Lobinger. „Das ist momentan nicht gefährdet.“

Ruft sich Lobinger den ein oder anderen Spielverlauf ins Gedächtnis, dann kommt er zum Schluss, dass zum jetzigen Zeitpunkt durchaus schon ein paar Punkte mehr auf der Habenseite stehen könnten. Dabei hat der 32-Jährige die Unentschieden zu Saisonbeginn sowie „die ein oder andere unnötige Niederlage“ im Kopf. Wie etwa die Heim-Nullrunden gegen Grafenwöhr (1:2) oder Weiden-Ost (2:3). Die jüngsten 1:0-Erfolge gegen Schlicht, Etzenricht SpVgg Weiden II hätten vorm Winter nochmal gut getan. „Das Spielglück war bislang nicht immer auf unserer Seite, zuletzt haben wir es aber auf unsere Seite gezogen. Wir sind vorne dran.“ Generell sei es für die Pfreimder nach Aussage des Spielertrainers bisher keine einfache Saison gewesen. „Wir hatten einen kleinen Umbruch, einige Verletzte und auch Langzeitverletzte. Junge Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft wurden integriert“, schildert Lobinger, „Viel Fluktuation sorgte dafür, dass wir kaum einmal in zwei Spielen hintereinander mit derselben Aufstellung spielen konnten.“

Sehr froh ist Bastian Lobinger über die jungen Spieler. Hervorzuheben sind zum einen Vinzenz Schlenk (19), Elias Dobler (19) sowie Michael Hägler (18), der eigentlich noch A-Jugend spielen dürfte. Und zum anderen die aus dem Kreisklassen-Team hochgezogenen Elias Irlbacher (21) und Tobias Kurz (21). Alle fünf sammelten heuer schon ordentlich Einsatzzeit in der Bezirksliga. „Die Jungen machen ihre Sache wirklich gut“, lobt Lobinger, „Sie können auf jeden Fall noch einen Sprung machen.“

Fürs Frühjahr wünscht sich der torgefährliche Trainer der SpVgg Pfreimd zunächst mal mehr Konstanz in der Aufstellung. Vielleicht können die dauerverletzten Max Herzog und Stefan Schießl nach der Winterpause wieder eingreifen. Externe Neuzugänge sind nicht Teil der Planspiele. Zweites Thema ist die Effizienz und Cleverness in den Spielen. So führt Lobinger aus: „Wir haben bisher zu viele Situationen nicht genutzt, in denen wir Spiele entscheiden können. Das zweite oder dritte Tor nachzulegen, haben wir oft verpasst. In den letzten drei Spielen des Jahres haben wir es wiederum echt gut gemacht.“ Kleinigkeiten und Details seien in dieser ausgeglichenen Liga („es gibt keine leichten Spiele“) oftmals spielentscheidend. Jene Nuancen gelte es umzusetzen.

Angesprochen auf die Zielsetzung für die ausstehenden elf Saisonspiele, antwortet Bastian Lobinger: „Wir wollen so viel punkten wie möglich, die jungen Spieler weiterhin einsetzen und noch die ein oder andere Mannschaft überholen. Wenn eine Mannschaft saugut aus der Winterpause kommt, kann auch der Siebte noch Erster werden. Eine Übermannschaft wie die letzten Jahre haben wir heuer nicht.“ Gleich zum Auftakt der Frühjahresrunde, am 16. März, duelliert sich Pfreimd mit Spitzenreiter FC Weiden-Ost.

Jetzt ist erstmal Hallensaison. Und da sind die Pfreimder ja seit Jahren erfolgreich unterwegs. Die Spieler scharren schon mit den Hufen. „Bayerischer Meister wäre ein Titel, der uns noch fehlen würde“, schmunzelt der Spielercoach des amtierenden Futsal-Bezirksmeisters. Und warum nicht: Die Bayerische Meisterschaft findet diesmal in Amberg und somit vor der eigenen Haustür statt.

Aufrufe: 01.12.2023, 09:00 Uhr
Florian WürtheleAutor