2024-05-29T12:18:09.228Z

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Das Trainerteam von Türkgücü Erding: Yalcin Gürel (M.) mit seinem Co Ertugrul Nacar (l.) und Betreuer Oguzhan Dönmez.
Das Trainerteam von Türkgücü Erding: Yalcin Gürel (M.) mit seinem Co Ertugrul Nacar (l.) und Betreuer Oguzhan Dönmez. – Foto: ma

Pala holt Yalcin Gürel zurück zu Türkgücü Erding – Ertugrul Nacar wird Co-Trainer

Der Gefeuerte darf wieder ran

Aller guten Dinge sind drei! Yalcin Gürel heutert bis Saisonende wieder bei Türkgücü Erding an. Ertugrul Nacar kommt als spielender Co-Trainer.

Erding – Der FC Türkgücü Erding hat seinen Trainer gefunden. Urgestein Yalcin Gürel kehrt für eine dritte Amtszeit zurück – zumindest bis zum Saisonende. Dabei bekommt er prominente Unterstützung von Ertugrul Nacar. Der 23-Jährige kommt von Bayernligist Kirchheim als spielender Co-Trainer zurück.

Der Trainerposten bei den Türken war seit Oktober vakant. Nachdem Benji Tas das Handtuch geworfen hatte, stand Abteilungsleiter Dino Oruc interimsmäßig an der Seitenlinie, verlor jedoch alle Spiele. Nun soll Gürel für frischen Wind sorgen. Kurios an der Geschichte: TGE-Vorsitzender Bilgehan Pala verpflichtete den 45-jährigen Erdinger bereits 2019 – und warf ihn nach einigen erfolglosen Monaten wieder raus.

„Sie haben mich eine Woche lang bearbeitet.“

Yalcin Gürel über seine dritte Rückkehr auf die Trainerbank.

Wie also ließ sich Gürel, der seit 2019 nicht mehr aktiv im Fußballgeschäft war, zu einer Rückkehr überzeugen? „Sie haben mich eine Woche lang bearbeitet“, erzählt der 45-Jährige mit einem Schmunzeln. Er habe lange versucht abzulehnen, doch dann sei Nacar ins Spiel gekommen.

Der Mittelfeldmann war bereits vor einigen Jahren bei TGE aktiv, wechselte 2022 in die Regionalliga zu Türkgücü München. In dieser Saison startete Nacar beim Kirchheimer SC. Während der Vorrunde stimmte er einem Wechsel in seine Heimat zu. Geplant war er als Co-Trainer von Tas in der Rückrunde. Doch zwei Wochen später schmiss Tas hin. Nacar wollte trotzdem zurück. Zusammen mit dem Vorstand begab er sich auf Trainersuche.

Co-Trainer Nacar nimmt Yalcin Gürel viel Arbeit ab

Fündig wurde man schließlich bei der Vereinslegende Gürel. „Er begreift den Fußball ähnlich wie ich“, sagt der A-Klasse-Meistertrainer von 2013. „Wir haben uns fachlich ein bisschen ausgetauscht. Es hat gepasst, und er hat mir klar gemacht, dass mein Verein mich gerade braucht.“ Nacar: „Wir hatten schon einige Absagen von verschiedenen Trainern. Die Vorbereitung lief schon. Wir waren ernsthaft am Überlegen, ob ich es mache. Das war der Plan Z.“

Der 23-Jährige sei privat mit fast der ganzen Mannschaft befreundet. Und einige Spieler sind deutlich erfahrener. „Ich weiß nicht, wie ich mich da durchsetzen hätte können mit meinen 23 Jahren“, gibt der jetzige Co-Trainer zu. Dem Cheftrainer ist er dabei eine große Hilfe. „Er nimmt mir viel Arbeit ab. Das kenne ich aus meinen vorherigen Amtszeiten so nicht“, schwärmt Gürel. Auch von seinem Team ist er überzeugt. „Ich lerne die Jungs erst nach und nach kennen. Aber sie sind jung und lernbereit. Da ist viel Luft nach oben, und dieses Potenzial wollen wir ausschöpfen.“

„Wir müssen die Klasse halten, im Sommer schauen wir dann weiter.“

Yalcin Gürel.

Gürel stieg ins Trainergeschäft 2007 in der damaligen B-Jugend von Türkgücü ein, die er in den Herrenbereich führte. Nach einem Jahr als Trainer der Zweiten übernahm er 2010 die Erste in der A-Klasse. 2013 folgte die Meisterschaft. 2015 war dann in der Kreisklasse Schluss. Abgesehen von seinem Kurz-Engagement 2019 trainierte der Erdinger keinen Verein.

Doch ob die Konstellation mit Pala als Vorsitzendem und ihm als Trainer klappt? „Vor ein paar Jahren hat es nicht funktioniert. Aber jetzt schauen wir uns das alles bis Saisonende an“, erzählt Gürel. Er könne sich vorstellen, auch länger zu bleiben, aber erst mal gilt: „Wir müssen die Klasse halten, im Sommer schauen wir dann weiter.“ (MAYLS MAJURANI)

Aufrufe: 029.2.2024, 08:46 Uhr
Mayls MajuraniAutor