Unter die Räder gekommen: Die Pollinger (hier Max Hensel im Duell mit Christian Radiske) unterlagen den Habachern im Hinspiel mit 0:5.
Unter die Räder gekommen: Die Pollinger (hier Max Hensel im Duell mit Christian Radiske) unterlagen den Habachern im Hinspiel mit 0:5. – Foto: halmel

Nach 0:5-Klatsche im Hinspiel - Wiedererstarkter SV polling will Rechnung gegen Habach begleichen

Kein Vergleich mehr

Der SV Polling konnte sich aus dem Tief rauskämpfen. Im nächsten Spiel wartet der ASV Habach. Mit den Habachern hat der SV noch eine offene Rechnung.

Polling/Habach - Mitte September fertigte der ASV Habach im Hinspiel der Kreisliga 2 den SV Polling mit 5:0 ab. Zwei Tore erzielte damals Maximilian Nebl, der sich zwei Wochen später aber verletzte und fast einen Monat pausieren musste. In der Zwischenzeit ist der ASV-Torjäger wieder zurück. Wie wertvoll er ist, bewies er mit seinen beiden Toren in den vergangenen zwei Spielen, mit denen er großen Anteil an den insgesamt vier Habacher Punkten gegen Waldram (2:2) und Pöcking (2:0) hatte, mit denen sich der ASV aus der Herbstkrise kämpfte.

Den Schwung und die wieder gewonnene Selbstverständlichkeit wollen die Habacher jetzt auch in das Derby am Sonntag beim SV Polling (14 Uhr) mitnehmen. „Die Stimmung ist gut bei uns, die wollen wir auch in das Spiel mitnehmen“, sagt ASV-Coach Markus Vogt, der mit einem anderen Gegner wie noch im Hinspiel rechnet. „Polling hat jetzt einen anderen Fitness-Zustand“, ist sich Vogt sicher. Den Lauf, den seine Mannschaft nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen gerade hat, macht sein Pollinger Trainerkollege Michael Schöttl weniger an der körperlichen Verfassung fest: „Wir sind jetzt konstanter, was das Personal betrifft“, berichtet Schöttl, nachdem er dreimal in Folge praktisch die gleiche Startelf ins Rennen hatte schicken können. „Dadurch sind wir gefestigter und auch die Automatismen funktionieren besser“, so Schöttl.

Er sieht den Tabellenzweiten Habach in der Favoritenrolle, doch er verspricht dem Landkreisrivalen einen heißen Tanz. „Wir kennen die Spielweise des ASV und werden uns darauf einstellen.“ Der Umstand, dass seine Mannschaft keine Chance mehr auf einen der drei ersten Plätze hat, ist für ihn unerheblich. „Wir wollen in den letzten zwei Spielen so viele Punkte wie möglich holen, um uns in der Tabelle noch zu verbessern.“ Sich jetzt einfach hängen lassen, ist für Schöttl keine Option, schließlich gibt es für eine bessere Platzierung mehr Bonuspunkte für die Abstiegsrunde.

Obwohl für den Gegner alles gelaufen ist, stellt er sich auf erbitterte Gegenwehr der Pollinger ein. „Wenn wir den Kampf annehmen, bin ich zuversichtlich, einen Dreier zu holen“, so Vogt. Die Aussicht, dass der ASV mit einem Sieg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde fix macht, sollte Motivation genug sein. Bei einer Niederlage müssen die Habacher dagegen zittern. Personell kann er bis auf den angeschlagenen Benedikt Heckmeier aus dem Vollen schöpfen. Beim SVP fehlen wie schon zuletzt Max Hensel, Michael Schleicher und die Schimpl-Brüder. Der Einsatz von Fabian Berg ist fraglich. „Der ASV legt immer los wie die Feuerwehr. Wenn wir die erste Viertelstunde überstehen, sind wir nicht chancenlos“, so Schöttl. Er fordert von seinen Spielern, von der ersten Sekunde an hellwach zu sein. Ansonsten könne man, wie im Hinspiel geschehen, schnell mit 0:2 hinten liegen. (Roland Halmel)

Aufrufe: 028.10.2022, 19:54 Uhr
Roland HalmelAutor