Heiß her ging es auch beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams - auch wenn es am Ende keine Tore gab!
Heiß her ging es auch beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams - auch wenn es am Ende keine Tore gab! – Foto: Thomas Schmitz

Mehr Topspiel geht nicht: TSV Steinbach zu Gast bei Ligaprimus Ulm

Kellerduell in Kassel +++ Aufsteiger SGV Freiberg und SG Barockstadt unter sich

Am letzten Spieltag der Hinrunde kommt es nochmal zu einem absoluten Kracher in der Regionalliga Südwest. Spitzenreiter SSV Ulm empfängt den Zweitplatzierten TSV Steinbach Haiger zum Giganten-Duell. Am Samstagmittag trifft im Donaustadion zudem die beste Offensive auf die beste Defensive der Liga. Die Steinbacher kommen in der laufenden Saison bereits auf 39 Zähler. Damit hat der TSV zehn Tore mehr als Spitzenreiter Ulm geschossen. Der SSV hat dafür aber zehn Gegentore weniger auf dem Torkonto. Die Stärken beider Teams kann man auch anhand der letzten drei Spiele sehr gut ausmachen. Steinbach erzielte hier insgesamt elf Tore, während die Ulmer zum zehnten Mal diese Saison zu Null spielten. Die Tordifferenz der beiden Spitzenteams ist mit plus 20 aber genau ausgeglichen. Ausschließlich in der Gesamtpunktezahl unterscheiden sich die zwei Mannschaften: Der SSV Ulm steht mit 37 Punkten auf Platz eins und der TSV Steinbacher Haiger mit 32 auf Platz zwei.

Beim 2:0 Sieg letzte Woche in Fulda konnten sich die „Spatzen“ bereits die Herbstmeisterschaft sichern. Diesen Titel können sich die Gastgeber sogar mit einer Niederlage am Wochenende nicht mehr nehmen lassen. Mit einem Heimerfolg am letzten Hinrundenspieltag könnte der Abstand auf acht Zähler ausgebaut werden. Doch der TSV Steinbach Haiger möchte das Titelrennen natürlich weiter offen halten und mit einem Auswärtssieg den Druck auf Ulm erhöhen. Am vergangenen Spieltag kamen die Steinbacher nicht über ein Unentschieden zu Hause gegen den VfB Stuttgart II hinaus (2:2). Hier verspielte die Mannschaft von Trainer Pascal Bieler eine komfortable 2:0-Führung aus Halbzeit eins. In den letzten fünf Aufeinandertreffen konnte der TSV jedoch kein einziges Spiel gegen den SSV gewinnen. Letzte Saison gab es einen 3:0-Sieg für die Ulmer sowie ein torloses Unentschieden. Die Gesamtbilanz hingegen ist mit fünf Siegen für den SSV, vier Siege für den TSV und drei Unentschieden nahezu ausgeglichen.

Duell der direkten Tabellennachbarn: Bahlingen zu Gast in Walldorf

Elfter gegen Zwölfer heißt es am Samstagmittag wenn der Bahlinger SC auf den FC-Astoria Walldorf trifft. Die Bahlinger stehen aktuell drei Punkte und einen Platz vor dem Tabellennachbar aus Walldorf. Mit einem Dreier am Wochenende könnte die Astoria punktetechnisch gleichziehen, aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses würden die Hausherren jedoch trotzdem in der Tabelle hinter dem BSC bleiben. Die Formkurve der Bahlinger zeigte zuletzt deutlich nach unten, vier Niederlagen in Folge stehen in der jüngsten Bilanz. So langsam sollten die sich Richtung Abstiegszone bewegenden Breisgauer wieder anfangen Punkte sammeln, um vor der Winterpause nicht noch weiter nach unten zu wandern. Immerhin, der Puffer auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt noch acht Punkte. Nach zwei Niederlagen infolge gab es für Kontrahent Walldorf zuletzt wieder ein Erfolgserlebnis beim Tabellensechsten 1. FC Mainz 05 II (2:1). Die Mannschaft von Trainer Matthias Born konnte damit fünf Punkte auf die Abstiegsränge gutmachen. Darauf wollen die Walldorfer nun aufbauen und in der Tabelle weiter nach oben wandern. Die Ergebnisse aus der letzten Saison sprechen schon mal für den FC-A, dort gab es zwei Siege (2:1 und 4:0).

Kickers Offenbach in der Pflicht zu Hause gegen Eintracht Trier

Oben dran bleiben heißt es für die Offenbacher Kickers zu Hause gegen Eintracht Trier.
Oben dran bleiben heißt es für die Offenbacher Kickers zu Hause gegen Eintracht Trier. – Foto: Claus G. Stoll
Mit einem 2:1-Sieg am Wochenende in Bahlingen konnte sich der OFC in der Tabelle auf Platz fünf nach oben arbeiten. Der Abstand auf Ligaprimus SSV Ulm beträgt neun Punkte und auf den Tabellenzweiten TSV Steinbach Haiger vier Punkte. Mit einem Sieg am Samstag vor heimischer Kulisse gegen den SV Eintracht Trier könnten die Hessen einen dieser Abstände zumindest verringern, da sich die beiden Teams im Spitzenspiel am Wochenende Punkte nehmen werden. Für die heimstärkste Mannschaft der Liga sollte es auf dem Papier gegen die auswärts schwächste Mannschaft kein großes Problem darstellen die Punkte in Offenbach zu behalten. Auf fremdem Rasen konnte die Eintracht erst einen einzigen Punkt sammeln, und das mit einem Torverhältnis von 6:20. Die abstiegsgefährdeten Moselstädter wollen schleunigst Punkte sammeln um sich vor der Winterpause noch aus der roten Zone zu retten. Der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt momentan zwei Punkte. Nach den zuletzt sieben sieglosen Spielen träumt der Aufsteiger nun von etwas Zählbarem in Offenbach.

Balingen will starke Form gegen Tabellenschlusslicht Koblenz fortsetzten

Mit dem Sieg im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim II (2:0) holte die TSG Balingen bereits den vierten Sieg in Folge. Noch beeindruckender ist dabei die Tatsache, dass sie seit diesen vier Spielen nicht einen einzigen Gegentreffer kassierten. Mit 16 Gegentoren stellen die Württemberger nach dem SSV Ulm die zweitstärkste Defensive der Liga. Beachtliche 29 Punkte konnten die Eyachstädter in der laufenden Saison sammeln. Damit sind sie punktgleich mit Platz drei (Homburg) und Platz vier (Hoffenheim). Gegen den Tabellenletzten aus Koblenz wird der TSG die Favoritenrolle zugesprochen. Auswärts gab es für den FC Rot-Weiss Koblenz zudem noch keinen einzigen Sieg. Für die nun seit zwölf Spieltagen sieglosen und seit vier Spieltagen torlosen Koblenzer käme ein Erfolgserlebnis am Wochenende also mehr als gelegen. Zuletzt verlor die „Elf vom deutschen Eck“ gegen Tabellennachbar VfR Aalen mit 0:1, der erhoffte Trainerwechsel-Effekt blieb auch aus. Vier Spiele bleiben den Koblenzern noch um die Kehrtwende vor der Winterpause einzuläuten und den Acht-Punkte-Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu veringern. Mit einem Dreier gegen die TSG soll am Freitagabend dafür der Grundstein gelegt werden. Fehlen wird Rot-Weiss jedoch Maurice Buckesfeld, welcher letzte Woche die fünfte gelbe Karte sah.

Dreizehnter gegen Fünfzehnter: Worms zu Gast in Kassel

Kellerduell in Kassel: Löwen empfangen Wormatia Worms
Kellerduell in Kassel: Löwen empfangen Wormatia Worms – Foto: Björn Franz
Mit genau 15 Punkten stehen der VfR Wormatia Worms und der KSV Hessen Kassel nur zwei Punkte über der roten Zone. Eine Niederlage am Wochenende könnte für die zwei Teams also einen vorläufigen Abstiegsplatz bedeuten. Die Statistik der beiden Mannschaften ist nahezu identisch. Nur ein einziges geschossenes Tor mehr auf Seiten der Wormatia unterscheidet die zwei Kontrahenten. Während es für den KSV zuletzt zwei Siege in Folge gab verlor der VfR die letzten beiden Spiele. Die Form spricht also eher für die Hessen, welche sich mit dem Sieg letzte Woche in Trier nach sehr langer Zeit aus der Abstiegszone retten konnten. Neun Punkte aus den letzten vier Spielen ist eine Bilanz die sich durchaus sehen lassen kann. Gegen den punktgleichen Aufsteiger aus Worms will der KSV nun den dritten Sieg in Folge einfahren und an diesen in der Tabelle vorbeiziehen. Doch die Wormser wollen ihren Negativtrend unbedingt beenden und auswärts in Kassel endlich wieder einen Dreier einfahren. Gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt wäre dies am Wochenende der optimale Zeitpunkt. Während Kassel am Samstag aus dem Vollen schöpfen können, muss der VfR gleich auf zwei Akteure verzichten. Jean-Yves Mvoto und Nils Fischer sahen bei der 2:5-Niederlage letzte Woche gegen den FC 08 Homburg die rote Karte. In den letzten beiden Aufeinandertreffen in der Saison 17/18 gab es jeweils zwei Unentschieden. Ein Duell auf Augenhöhe kann hier also abermals erwartet werden.

FSV Frankfurt zu Gast beim VfR Aalen

Infolge des Auswärtssiegs letzte Woche beim Tabellenschlusslicht Koblenz (1:0) konnten die Aalener nach dem Neun-Punkte-Abzug vor ein paar Tagen bereits wieder einen Platz gutmachen. In der Tabelle ist der VfR so schon Mal nicht mehr auf dem letzten Rang zu finden. Mit einem Sieg zu Hause gegen den FSV Frankfurt könnten die Aalener zwar nicht nochmal einen Platz gutmachen, aber den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zumindest um drei Punkte veringern. Ein hoher Punkteertrag aus den letzten vier Spielen soll also her, um sich bestenfalls schon vor der Winterpause aus der roten Zone zu retten. Keine leichte Aufgabe gegen die zuletzt stark aufspielenden Frankfurter die sich beim 5:0 über den SGV Freiberg letzte Woche den Frust von der Seele schossen. „Man of the Match“ war Cas Peters, welcher drei Tore beisteuerte und mit zwölf Treffern in der laufenden Saison nun auch die Torjägerliste anführt. Mit einem Auswärtserfolg könnten die Hessen wieder Richtung oberes Tabellendrittel schielen. Letze Saison konnten die Bornheimer gegen den VfR Aalen jedoch kein Tor erzielen und nur einen einzigen Punkt holen.

Duell der Aufsteiger: SGV Freiberg gegen SG Barockstadt Fulda-Lehnerz

Vergleicht man die beiden Aufsteiger vor der letzten Hinrundenpartie, dann geht die erste Runde wohl klar an Fulda. Sechs Siege, sechs Remis und vier Niederlagen weißt die sehenswerte Statistik der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz auf. Mit 24 Punkten stehen diese mit auf Rang acht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Der SGV Freiberg hingegen rangiert mit 15 Punkten auf Tabellenplatz 14 knapp über der gefährlichen Zone. Die Freiberger konnten in der laufenden Saison nur drei Siege ergattern, spielten sechs Mal Unentschieden und mussten sich sieben geschlagen geben. Der Gastgeber ist nach der 0:5-Klatsche letzte Woche in Frankfurt nun auf Wiedergutmachung aus. Mit einer Niederlage am Wochenende könnte die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann auf einen Abstiegsrang abrutschen. Nach fünf sieglosen Spielen wäre ein Erfolgserlebnis am Samstag also Gold wert. Doch auch die Barockstädter wollen ihre Bilanz aus den letzten sieben Spielen (nur sieben Punkte) etwas aufwerten und mit einem Dreier am Wochenende die sehr erfolgreiche Hinrunde abschließen. Für die SG gab es zuletzt eine Heimniederlage gegen Ligaprimus SSV Ulm (0:2).

Duell der Bundesligavertretungen: Mainz zu Gast in Stuttgart

In der einzigen Sonntagspartie treffen am letzten Spieltag der Hinrunde die Zweitvertretungen der Bundesligisten VfB Stuttgart und 1. FSV Mainz 05 aufeinander. Beide Teams spielen bis dato eine durchaus erfolgreiche Saison. Die Mainzer finden sich mit 26 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz wieder. Der Abstand auf den drittplatzierten Homburg beträgt aber nur drei Punkte. Mit einem Sieg am Wochenende könnten die „Nullfünfer“ also wieder deutlich weiter nach oben springen. Für die Mainzer gab es zuletzt nur einen Punkt aus den letzten zwei Spielen. Vergangene Woche verlor die Mannschaft von Trainer Jan Siewert zu Hause gegen den FC Astoria Walldorf mit 1:2. Gegen den VfB wollen die auswärts erfolgreichen Mainzer also wieder punkten und den neunten Auswärtssieg einfahren. Gegen die heimstarken Stuttgarter wird das aber keine leichte Aufgabe werden. Bereits 15 Punkte holten die ,,Jungen wilden“ vor heimischer Kulisse. Für die auf Platz zehn rangierenden Schwaben gab es letzte Woche bereits das siebte Unentschieden. Keine andere Mannschaft der Regionalliga Südwest musste sich so oft die Punkte teilen. Trotzdem sind die Stuttgarter nun seit drei Spielen ungeschlagen und wollen zu Hause nachlegen. Mit einem Sieg könnten die Schwaben bis auf einen Punkt an die Mainzer heranrücken. Die Ergebnisse aus der letzten Saison sprechen auf jeden Fall für den VfB, der beide Spiele für sich entscheiden konnte.

Aufrufe: 018.11.2022, 13:42 Uhr
Lsk/jocAutor