2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligabericht
Übungsleiter Stefan Weber (links) sowie Co-Trainer und 2. Spartenleiter David Treese blicken voller Zuversicht in die Zukunft.
Übungsleiter Stefan Weber (links) sowie Co-Trainer und 2. Spartenleiter David Treese blicken voller Zuversicht in die Zukunft. – Foto: Hans Gleisenberg

Landesliga, Kader, Kunstrasen: Parsbergs „Vision 2029“

Aufgebaut auf mehreren Bausteinen, plant der amtierende Vizemeister der Bezirksliga Süd die Zukunft

2020 am Abgrund zur Kreisklasse, 2022 Meister in der Kreisliga, 2023 Vizemeister der Bezirksliga Süd und zur Winterpause der laufenden Saison schon wieder Zweiter – allein das sportliche Abschneiden der letzten Jahre macht deutlich, welch steile Entwicklung der TV Parsberg genommen hat. Die „Macher“ der Parsberger Fußballabteilung hatten gemeinsam eine „Vision 2025/26“ entwickelt. Was sind die sportlichen Ziele, wo will man hin? Jene Vorstellungen wurden weitergeschrieben zur „Vision 2029/30“.

Am gestrigen Dienstag hatten sich Co-Trainer und 2. Spartenleiter David Treese, Udo Maier als sportlicher Leiter der zweiten Mannschaft, Leistungsträger Alexander Freitag sowie Chef-Trainer Stefan Weber im Sportheim des TVP zusammengefunden. Und sich intensiv über die Zukunftspläne des Vereins ausgetauscht. Weber spricht im Gespräch mit FuPa von mehreren Bausteinen. Kontinuität und Weitsicht sind hierbei ganz wichtige Faktoren.

Baustein eins ist die Abteilungsführung. Die wurde vor Kurzem komplett in ihren Ämtern bestätigt: Thomas Moser als Spartenchef, David Treese als sein Stellvertreter, Andreas Krainz und Fabian Söllner als Kassiere sowie Peter Fritz als Jugendleiter.

Baustein Nummer zwei: das Trainerteam. Hier hat man nun ebenso Nägel mit Köpfen gemacht. Stefan Weber, seit bald vier Jahren Trainer in Parsberg, wird an der Hatzengrün bleiben. Und das langfristig. „Wir haben gemeinsam um drei Jahre verlängert. Es freut mich ungemein, diesen eingeschlagenen Weg weitergehen zu dürfen. Dank dieses Vertrauens kann ich als Trainer konzeptionell arbeiten und mehr Wert auf die Entwicklung der Mannschaft legen“, sagt der 47-jährige Weber. Co-Trainer David Treese (35) hat es ihm gleichgetan und seinen Verbleib ebenfalls um drei weitere Jahre zugesichert. Auch Torwart-Trainer Tomasz Dzegan hat für nächste Saison fest zugesagt. „Wir hoffen, dass er uns noch möglichst lange erhalten bleibt, weil er eine Klasse für sich ist“, schätzt Weber ihn sehr. Derweil wird die zweite Mannschaft (A-Klasse) auch 2024/25 von Patrick Meister (33) und Co-Spielertrainer Fabian Kneifel (29) gecoacht.

Als dritten Punkt führt Weber den Spielerkader auf. Und die positiven Nachrichten reißen nicht ab. Denn wie der Übungsleiter verrät, hätten bis auf zwei Ausnahmen – einer aus beruflichen Gründen, der andere wünscht sich mehr Einsatzzeit – sämtliche Kaderspieler ligaunabhängig für die kommende Saison zugesagt. Sehr zur Freude des Trainers: „Das macht mich unheimlich froh und stolz“, sagt er, „weil wir absolutes Vertrauen in den Kader haben.“ Weber ergänzt: „Wir trauen dem Kader zu, auch in der Landesliga zu bestehen. Und wir alle freuen uns, den eingeschlagenen Weg mit der jungen Mannschaft weiterzugehen.“

Als eine Art Königstransfer war Alexander Freitag (24) im Sommer von 1860 München zum TV Parsberg transferiert worden. Dieser zeigt sich rückblickend sehr zufrieden mit der Entscheidung. Er habe sich gut zurechtgefunden und ihm gefalle es bei seinem Heimatverein, schildert er. „Für uns ist Alex mittlerweile ein Schlüsselspieler geworden“, lobt der Trainer, „Die Rolle, die wir uns von ihm erhofft hatten, füllt er aus.“ Weil alle Seiten happy sind, geht auch Freitag den Parsberger Weg uneingeschränkt mit und hat den Verantwortlichen sein längerfristiges Bleiben zugesichert.

Nicht außen vor zu lassen ist das Sportliche. Stefan Weber nimmt hier das Wort „Vision“ in den Mund und erläutert: „Unser Ziel ist es, auf mittlere Sicht die Erste in die Landesliga und die Zweite in die Kreisliga zu bringen. Wir wollen weiterhin mit jungen und talentierten Spielern aus der Region arbeiten. Was wir nicht machen werden ist, fertige, ältere Spieler zu holen. Eine Ausnahme bilden ehemalige Spieler des TV Parsberg.“

Auch infrastrukturell soll sich einiges tun an der Parsberger Hatzengrün. Das wäre ein weiterer solcher Baustein. Zum einen sollen die Plätze und Flutlichter aufgebessert werden. Zum anderen ist auf Sicht ein Kunstrasenplatz – der erste im Raum Parsberg – geplant. Klar ist, dass dieses Vorhaben nicht von jetzt auf gleich umzusetzen ist. Erste Gespräche laufen seit rund einem halben Jahr. Der Verein hofft, damit künftig weitere Argumente zu schaffen, um junge Talente aus der Region für den TVP begeistern zu können.

Jetzt ist für die Fußballer erstmal Winterpause. Und dann gilt der volle Fokus der Restrückrunde in der Bezirksliga Süd. Hier gilt es den zweiten Tabellenplatz, der am Saisonende zur Landesliga-Relegation berechtigen würde, abzusichern. Ligaprimus FC Kosova (elf Punkte Vorsprung) dürfte nicht mehr einzuholen sein.

Aufrufe: 06.12.2023, 15:00 Uhr
Florian WürtheleAutor