2024-05-24T11:28:31.627Z

Ligabericht
Arnschwang (in Grau) machte dem FC Kosova das Leben schwer. Zu Zählbarem reichte es für den Aufsteiger gegen den Fast-Meister aber nicht.
Arnschwang (in Grau) machte dem FC Kosova das Leben schwer. Zu Zählbarem reichte es für den Aufsteiger gegen den Fast-Meister aber nicht. – Foto: Redaktion Regensburg

Kosova fehlen noch 6 Punkte – Judenmann-Ekstase in Wenzenbach

Bezirksliga Süd, der Sonntag: Der designierte Meister feiert einen Arbeitssieg gegen Arnschwang +++ Prüfening zittert sich zu einem 4:3 gegen Ziegetsdorf +++ Pielenhofen und Wenzenbach holen immens wichtige Punkte +++ Bad Abbach überholt Bach

Der FC Kosova marschiert weiter mit Sieben-Meilen-Stiefeln Richtung Landesliga. Nach dem knappen, aber verdienten 1:0-Heimerfolg gegen Arnschwang trennen die in der laufenden Saison immer noch unbesiegte Mannschaft von Trainer Enkel Alikaj noch zwei Siege bzw. sechs Punkte von der Meisterschaft. Dahinter zementierte der TV Parsberg durch einen 3:0-Sieg über Ränkam Platz 2. Neuer Dritter ist der TSV Bad Abbach, der in Hainsacker mit 3:0 erfolgreich war. Und im Tabellenkeller? Da feierte der SV Wenzenbach zu Hause gegen Viehhausen nicht nur den vollen Punktertrag, sondern auch einen 36-jährigen Matchwinner...


Hainsacker hatte sich gut auf den Gegner einstellt, hielt bis zur Pause die Null. Ein Eigentor brachte die SpVgg dann allerdings ins Hintertreffen. Schlussendlich wurde Bad Abbach für seine Geduld belohnt und springt durch diesen Auswärtssieg am punktgleichen VfB Bach vorbei auf Platz 3. „Meine Mannschaft hat gegen einen gut eingestellten Gegner sehr geduldig gespielt und konnte dann in der zweiten Hälfte aufgrund der besseren Spielanlage drei Tore erzielen und deshalb auch verdient als Sieger vom Platz gehen“, freute sich Bad Abbachs Trainer Sepp Schuderer nach dem Spiel.


Weil es der FC Kosova gerade im zweiten Durchgang verpasste, den zweiten Treffer nachzulegen, blieb diese Partie am Weinweg bis zum Schluss eine knappe Kiste. Letztlich war's ein Arbeitssieg für die Regensburger, die jetzt noch sechs Punkte von der Meisterschaft trennen. Der sportliche Kosova-Leiter Armando Zani sagte: „Die erste Halbzeit war arm an Torchancen und Emotionen. Trotzdem sind wir verdient in Führung gegangen, weil wir die aktivere Mannschaft waren. Im zweiten Abschnitt war mehr Tempo im Spiel sowie mehr Chancen für uns auf das 2:0, allerdings war der Arnschwanger Torwart nicht zu bezwingen. Auf der andere Seite war unsere Torwart bei der einzige Torchance des Gegner zur Stelle. Wir haben die drei Punkte und hinten wieder zu Null gespielt, so wollen wir weitermachen.“


Ausschlaggebend für den Heimtriumph der Parsberger war eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte sowie eine konsequente Chancenausbeute. Ränkam war insgesamt gut im Spiel, ließ jedoch jene Konsequenz des Gegners vermissen. „Aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt und dann am Schluss auch einer körperlichen Überlegenheit war es ein verdienter Sieg. Ränkam kam gut eingestellt ins Spiel und zeigte sich vor allem in Halbzeit eins gewohnt lauf- und zweikampfstark. Der Schlüssel zum Sieg war dann in den entscheidenden Zweikämpfen der absolute Wille und endlich mal Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“, so TVP-Coach Stefan Weber.


Mit einem Doppelschlag nach dem Seitenwechsel zogen die Prüfeninger auf 4:1 davon und wogen sich wohl schon im Gefühl des sicheren Heimsieges – ehe die SpVgg Ziegetsdorf durch Amer Muratovic ihrerseits doppelt zuschlug und es so wieder richtig spannend machte. In der letzten halben Stunde zittere der FSV den knappen Vorsprung ins Ziel. Am Ende stehen wichtige drei Punkte, dennoch bleiben die Mannen von Interimstrainer Matthias Goss auf Relegationsrang 13 haften.


Die „Roosters“ feierten beim bereits abgestiegenen SC Katzdorf einen letztlich ungefährdeten Auswärtserfolg. Der Gastgeber kam nach der Pause kurzzeitig auf ein Tor heran, dann aber zog die Eisenschenk-Elf wieder die Zügel an und zog auf 5:1 davon. Dieser dritte Sieg in Folge kommt für Thalmassing, jetzt Tabellensechster, mit einem Riesenschritt gen Klassenerhalt gleich.


Mit immens wichtigen, hart erkämpften drei Zählern trat Pielenhofen-Adlersberg die Heimreise aus Sulzbach an. Ein Doppelschlag (14./15.) stellte für den Aufsteiger die Weichen auf Sieg – und machte es gleichzeitig für die Hausherren natürlich unwahrscheinlich schwer. Trotz allen Bemühens und Kampfgeistes kam der SVS nicht mehr heran. Vier Tage nach dem Sieg im Nachholspiel gegen Hainsacker kassieren die Kicker vom Donau-Ufer also erneut einen herben Rückschlag im Abstiegskampf, liegen jetzt wieder sieben Punkte hinter Abstiegs-Relegant Prüfening zurück.


Judenmann, immer wieder Judenmann! Mit vier Buden schoss der 36-jährige Tobias Judenmann den SV Wenzenbach im Alleingang zum so wichtig Dreier gegen Viehhausen. Damit bliebt der Liganeuling vier Punkte vor Gefahrenplatz 13. Für die Gäste war's eine bittere Niederlage, gerade weil sie im zweiten Spielabschnitt zunächst klar spielbestimmend waren und doppelt zum zwischenzeitlichen 2:2 trafen. „Wir haben einen guten Start erwischt und nach einer Ecke ganz früh das 1:0 gemacht. Kurz vor der Pause legten wir das 2:0 nach. Nach der Halbzeitpause wechselte Viehhausen viermal und war drückend überlegen. Sie stellten auf 2:2 und verzeichneten einen Alutreffer. Aus dem Nichts fiel unser 3:2 und und nach dem 4:2 war der Deckel drauf. Bitter ist, dass sich Matteo D'Errico in der ersten Halbzeit am Knie verletzt hat“, fasste Matthias Beier aus der Wenzenbacher Abteilungsführung zusammen.

Aufrufe: 014.4.2024, 18:32 Uhr
Florian WürtheleAutor