Abgeklärtheit zahlt sich aus: Gegen den TSV Brunnthal tat sich der TuS Holzkirchen – hier am Ball Lars Doppler (l.) – schwer, Chancen zu kreieren und zu verwerten. Dennoch reichte es zu einem 3:0-Erfolg.
Abgeklärtheit zahlt sich aus: Gegen den TSV Brunnthal tat sich der TuS Holzkirchen – hier am Ball Lars Doppler (l.) – schwer, Chancen zu kreieren und zu verwerten. Dennoch reichte es zu einem 3:0-Erfolg. – Foto: Thomas Plettenberg

Junges TuS Holzkirchen setzt sich gegen Brunnthal durch

Doppelpack durch Korkor

Es bleibt dabei: Daheim kann’s der TuS Holzkirchen besser. Gegen den TSV Brunnthal reichte ein durchschnittlicher Arbeitstag, um einen hochverdienten 3:0-Erfolg einzufahren.

Holzkirchen – Eine Viertelstunde länger als geplant dauerte bereits die Einspielzeit für beide Teams. Ein langer Stau auf der Autobahn hatte dafür gesorgt, dass nicht nur Holzkirchens Coach Joe Albersinger erst nach dem offiziellen Spielbeginn eintrudelte, sondern auch das Schiri-Gespann. Vielleicht war diese Verzögerung auch ein wenig mit Schuld daran, warum beide Teams nur schwer in die Gänge kamen.

Holzkirchen
3:0
Brunnthal

Keine zusammenhängenden Ballstafetten – nur lange Pässe, die viel zu selten einen Abnehmer fanden und damit kaum Torraumszenen prägten die ersten 20 Spielminuten. Auch die ersten besseren Aktionen von Christopher Korkor und Tobias Seidl waren im Abschluss einfach noch nicht zwingend genug und damit kein Problem für Brunnthals Defensive.

„Männer, ihr müsst geduldig bleiben und auf die bessere Möglichkeit warten“, rief Albersinger immer wieder seinen Spielern zu, wenn der letzte Pass überhastet verschenkt wurde. So sorgte nach einer halben Stunde ein Standard für das bis dahin einzige Ausrufezeichen der Partie. Allerdings für die Gäste. Der wuchtige Kopfball von Brunnthals Kapitän Simon Neulinger nach einer Ecke rauschte aber knapp über den Querbalken von TuS-Keeper Benedikt Zeisel.

Erstes Tor kurz vor Halbzeitende

Als jeder schon mit einem torlosen Unentschieden zur Pause rechnete, schlug der TuS dann aber doch eiskalt zu. Ein Pass von Lukas Krepek erreichte Seidl, der die Kugel noch einmal quer legte. Krepeks präziser Schuss von der rechten Strafraumkante wurde länger und länger und landete, unhaltbar für Keeper Maximillian Geisbauer, zum 1:0 (42.) im Gästetor. „Aufgrund unser Geduld war das aber nicht ganz unverdient“, fand Albersinger erleichtert.

Die zweite Spielhälfte begann dann so, wie die ersten 45 Minuten endeten. Die Partie spielte sich hauptsächlich 20 Meter links und rechts der Mittellinie ab. Als in der 60. Minute dann doch ein tiefer Pass Menelik Ngu Ewodo im Strafraum erreichte, wurde dieser von hinten umgegrätscht. Warum Schiedsrichter Moritz Hägele hier keinen Elfmeter pfiff, bleibt wohl sein persönliches Geheimnis.

Dennoch war es ein Wendepunkte. Denn dieser Szene intensivierte der TuS seine Bemühungen deutlich, und in der 75. Minute wurden diese auch belohnt. Diesmal wurde Seidl im Strafraum von den Beinen geholt, und Korkor verwandelt den fälligen Strafstoß sicher zum 2:0. Holzkirchens Goalgetter war es dann auch vorbehalten, nach feinem Zuspiel vom eingewechselten Anes Ziljkic, mit einem strammen Schuss den verdienten 3:0-Endstand (80.) zu fixieren.

Junges TuS-Team macht es in den Augen des Coaches „ziemlich gut“

„Man kann nicht immer davon ausgehen, dass da der Tabellenletzte kommt, und den haust du einfach so mit vier, fünf Toren weg“, relativiert Albersinger nach der Partie die zum Teil hohen Erwartungen einiger Fans. „Bei der Balance – wann machst du mit Ball das Spiel und wann musst du dagegenhalten – haben wir sicher noch Verbesserungspotenzial“, gibt der TuS-Coach zu, wird aber auch nicht müde darauf hinzuweisen, wie jung sein Team noch ist. „Dafür machen es die Jungs schon ziemlich gut.“ (wed)

Aufrufe: 011.9.2022, 17:45 Uhr
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