Bleibt Realist: Raphael Schwanthaler, Trainer des TSV Brunnthal.
Bleibt Realist: Raphael Schwanthaler, Trainer des TSV Brunnthal. – Foto: Robert Brouczek

Große Rotation beim TSV Brunnthal: „Es ist wie immer, seit ich hier Trainer bin“

TSV bläst zur Aufholjagd

Beim TSV Brunnthal hat man sich schon daran gewöhnt, zaubern zu müssen. Das ist auch diesmal nicht anders in dem vielleicht wichtigsten Spiel der bisherigen Saison.

Brunnthal – Beim TuS Geretsried geht es darum, wie groß die Aufholjagd des Tabellenletzten in der zweiten Saisonhälfte sein muss. Geretsried steht mit derzeit 19 Punkten auf dem hinteren Relegationsplatz, von dem die Brunnthaler zwischenzeitlich meilenweit entfernt waren – und nach den Erfolgen der vergangenen Wochen sind es immer noch sieben Zähler.

Gefühlt haben die Brunnthaler nach permanenter Schadensbegrenzung nun erstmals etwas zu gewinnen. Man kann den Rückstand auf vier Punkte reduzieren, und das ist dann schon Schlagdistanz. Dennoch nimmt Trainer Raphael Schwanthaler seinem Team den Druck: „Es ist wie immer, seit ich hier Trainer bin. Wir müssen nicht gewinnen, aber wir wollen gewinnen.“

Dazu kommt das Selbstvertrauen aus den jüngsten drei Spielen, in denen Brunnthal jedes Spiel nur noch ein Gegentor kassierte und fünf Punkte sammelte. Die drei ungeschlagenen Partien sind schon eine Kehrtwende.

Auf der anderen Seite haben die Geretsrieder, die im Sommer von der Landesliga Südwest in den Südosten versetzt wurden, zuletzt zweimal gewonnen und zweimal verloren. Alle vier Spiele gingen mit einem Tor Unterschied so oder so aus. Das dürfte diesmal genauso knapp werden.

„Dieses Spiel ist schon sehr wichtig für beide Mannschaften“, sagt Schwanthaler. Deshalb ist es für den Brunnthaler Trainer nicht sonderlich toll, dass er personell gezwungenermaßen wieder am großen Rad drehen muss. Im Angriff fehlen diesmal Josef Diller und Maximilian Brunner. Jakob Klaß war unter der Woche angeschlagen, ist aber mehr denn je der Hoffnungsträger. Dazu stellt sich die in Brunnthal noch nicht final geklärte Frage, ob Fabian Porr nach seinem Nasenbeinbruch wieder eine Option für die Startelf ist. Defensiv ist der dritte Platz in der Dreierkette neben Simon Neulinger und Daniel Richter noch vakant. Steffen Klepsch ist rotgesperrt, Maximilian Kornbichler fehlt verletzt. Zuletzt half Marc Nagel hinten aus, aber er ist möglicherweise auf der Sechs wichtiger im defensiven Mittelfeld-Zentrum. Sebastian Seubert ist die andere Option für die Dreierkette, aber viel darf aktuell nicht mehr passieren. (Nico Bauer)

TSV Brunnthal: Geisbauer - Seubert, Neulinger, Richter - Nagel, Betzler, Ceschin, Greiner, Fischer - Klaß, Porr.

Aufrufe: 011.11.2022, 20:49 Uhr
Nico BauerAutor