Brunnthals Luis Fischer (M.) hat im Zweikampf mit Pullachs Maximilian Zapf (l.) nichts zu melden.
Brunnthals Luis Fischer (M.) hat im Zweikampf mit Pullachs Maximilian Zapf (l.) nichts zu melden. – Foto: Robert Brouczek

Fehler eiskalt bestraft: SV Pullach weist TSV Brunnthal in die Schranken

„Pullach hat wenig fürs Spiel gemacht“

Erleichterung, gepaart mit Realitätssinn beim Sieger SV Pullach, Ernüchterung, aber keine Verzweiflung beim TSV Brunnthal.

Pullach/Brunnthal – So in etwa war die Gefühlslage nach dem 2:0 (2:0)-Heimsieg der Raben im Landkreis-Derby der Landesliga Südost. In einem waren sich SVP-Spielertrainer Fabian Lamotte und TSV-Coach Raphael Schwanthaler einig: Die Gäste leisteten ihrer Niederlage mit groben Schnitzern Vorschub. „Wir haben zum Glück die Fehler bestraft, die sie gemacht haben“, sagte Lamotte, während Schwanthaler feststellte: „Pullach hat wenig fürs Spiel gemacht und zwei Fehler von uns bestraft.“

SV Pullach
2:0
Brunnthal

Zunächst war es Yanis Marseiler, der die Kugel im Brunnthaler Strafraum eroberte und vollstreckte (15.). „Beim ersten Tor will der Innenverteidiger den Ball wahrscheinlich zu unserem Torwart klatschen lassen, statt ihn wegzuschlagen“, mutmaßte Schwanthaler. „Und das zweite Tor war im Prinzip identisch mit dem ersten und absolut vermeidbar.“ Diesmal nutzte Dominik Bacher die Chance zum 2:0 (31.).

„In der ersten Halbzeit hatten wir dazu noch zwei richtig gute Chancen, um es vielleicht schon zu entscheiden“, so Lamotte. Aber Marseiler schoss auf Pass von Keanu Klugesherz drüber und vergab später nach einer Bacher-Hereingabe auf den langen Pfosten. Von den Gästen sah der SVP-Coach „einige Torschüsse von außerhalb des Sechzehners, die waren aber alle eine sichere Beute unseres Torwarts Marijan Krasnic.“

Schwanthaler wähnte sein Team in einer Szene allerdings durchaus nah am 1:1-Ausgleich: „Einmal sind wir gut in den Rücken der Abwehr gekommen.“ Doch nach dem Zuspiel von Elia Ceschin geriet der Abschluss von Valentin Strobl zu harmlos, um Krasnic in echte Verlegenheit zu bringen.

Auch nach dem Wechsel blieben hochkarätige Möglichkeiten Mangelware. Nach einem schönen Diagonalball von Luis Fischer auf Ceschin schloss dieser „zu überhastet“ ab, so Schwanthaler: „Da war mehr drin und dann wäre es nochmal spannend geworden.“ Die Pullacher hatten ihrerseits noch eine Kopfballchance durch Philip Kienz.

Trotz der Niederlage sah Schwanthaler „keinen Rückschritt. Wir haben das Spiel bestimmt, gut gepresst und Pullach vor Probleme gestellt.“ Der TSV-Coach hakte die Partie als Ausrutscher ab: „Wir haben hinten die Fehler gemacht und hätten vorne noch lange spielen können und kein Tor gemacht. Es gibt solche Tage.“ Lamotte verwies trotz des Erfolgs auf die noch zu leistende Arbeit: „In Ballbesitz haben wir es besser gemacht, wir hatten längere Ballbesitzphasen. Aber das ist immer noch verbesserungswürdig.“ um

SV Pullach – TSV Brunnthal 2:0 (2:0)

SV Pullach: Krasnic - Horndasch, Lamotte, Allmang, Güllüoglu, Belachew, Schmitt, Klugesherz (46. Stapf), Marseiler (89. Jooss), Kienz (74. Khong-In), Bacher TSV Brunnthal: Geisbauer - Rebenschütz, Richter, Wullrich, Nagel, Greiner (51. Seubert), Fischer, Ceschin (80. Schulz-Sembten), Strobl (87. Betzler), J. Klaß, Porr Tore: 1:0 Marseiler (15.), 2:0 Bacher (31.)

Aufrufe: 020.7.2022, 15:56 Uhr
Umberto SavignanoAutor