2024-04-16T09:15:35.043Z

Halle
Dem ATSV Erlangen (in Weiß) und der SpVgg Pfreimd (Rot) ist auch in diesem Jahr einiges zuzutrauen.
Dem ATSV Erlangen (in Weiß) und der SpVgg Pfreimd (Rot) ist auch in diesem Jahr einiges zuzutrauen. – Foto: Eibner

Favoriten treffen auf Underdogs: Bayerns neuer Hallenkönig gesucht

Zwei Bayernligisten, ein Landesligist, vier Bezirksligisten und ein Kreisligist streiten sich am Samstag in Amberg um den Titel

Ein Highlight für die Oberpfalz: Erstmals seit 2015 findet die Bayerische Hallenmeisterschaft um den LOTTO Bayern Hallencup wieder auf oberpfälzer Boden statt. Damals wie heute dient die triMAX-Halle in Amberg als Austragungsstätte. Am Samstag ist um 13 Uhr Kick-Off, das Endspiel ist für 18 Uhr angesetzt. Bei der 40. Auflage des Turniers wird erstmals ein spezieller Futsal-Boden verlegt, der üblicherweise nur bei Futsal-Länderspielen zum Einsatz kommt. Insgesamt 6.550 Euro an Preisgeld liegen im „Geldtopf“. Davon gehen 1.500 Euro an den Sieger und 1.250 Euro an den Zweitplatzierten.

Eine Titelverteidigung ist ausgeschlossen, denn der letztjährige Triumphator FC Fatih Ingolstadt hat die Qualifikation verpasst. Ohnehin ist mit dem FC Deisenhofen nur eine Mannschaft vertreten, die den Titel schon einmal gewinnen konnte – im Jahr 2015 ebenfalls in Amberg. Ein gutes Omen für den Süd-Bayernligisten? Die Konkurrenz für Deisenhofen ist jedenfalls groß. Eine gute Rolle dürften etwa der letztjährige Finalist ATSV Erlangen aus der anderen Bayernliga-Staffel sowie die Hallenexperten und Lokalmatadoren von der SpVgg Pfreimd spielen.

Das Achterfeld setzt sich aus den sieben Bezirksmeistern und dem Vizemeister der Oberpfalz zusammen – das sind zwei Bayernligisten, ein Landesligist, vier Bezirksligisten und ein Kreisligist. FuPa berichtet wie gewohnt live und ausführlich vom Turnier. Wir stellen Euch die Teilnehmer in Kurzportraits vor.

Die Teams der Gruppe A

SpVgg Pfreimd (Bezirksliga Oberpfalz Nord, Hallenmeister Oberpfalz)
Hier geht's zur ausführlichen Vorschau der SpVgg Pfreimd...

FC Deisenhofen (Bayernliga Süd, Hallenmeister Oberbayern)
Bei der oberbayerischen Bezirksmeisterschaft hat der FC Deisenhofen bereits geschafft, was auch für Samstag das Ziel sein dürfte: Der Bayernligist trat auf Bezirksebene die Nachfolge des FC Fatih Ingolstadt an, der im Vorjahr bei der bayerischen Endrunde triumphiert hatte. Die Mannschaft von Trainer Fabian Giesen schnappte sich vor zwei Wochen mit einem knappen 2:1-Finalsieg gegen den TSV 54 DJK München, der zuvor dem FC Fatih Ingolstadt die Chance auf die erneute Endrundenteilnahme verbaut hatte, den Bezirkstitel. 2015 konnte der FC Deisenhofen den LOTTO Bayern Hallencup bereits für sich entscheiden – ebenfalls in Amberg. Folgt an gleicher Stelle jetzt Titel Nummer zwei?

ATSV Erlangen (Bayernliga Nord, Hallenmeister Mittelfranken)
Der ATSV Erlangen ist bei der mittelfränkischen Bezirksmeisterschaft mit der erfolgreichen Titelverteidigung seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht geworden und nimmt in Amberg jetzt den bayerischen Futsal-Thron ins Visier. Im Vorjahr musste sich der Bayernligist um Offensivtechniker Lucas Markert und Co. erst in einem dramatischen Finale dem FC Fatih Ingolstadt im Sechsmeterschießen 3:4 geschlagen geben. Beim Bezirksentscheid setzte die Mannschaft von Trainer Christopher Hofbauer schon einmal eine Duftmarke. Wie bereits im Vorjahr gegen den ASV Vach geriet das Endspiel zum Schaulaufen: Mit 4:0 entschied der ATSV Erlangen die Neuauflage des Stadtderbys für sich und unterstrich damit seine Ambitionen fürs Turnier am Samstag.

TSV 1869 Rottendorf (Bezirksliga Unterfranken West, Hallenmeister Unterfranken)
Das erste Ausrufezeichen hat der Bezirksligist aus Rottendorf bereits gesetzt! Sowohl in der Vorrunde (2:1) als auch im Endspiel (7:6 nach Sechsmeterschießen) der unterfränkischen Bezirksmeisterschaft setzte sich der Bezirksligist gegen den Titelverteidiger und Landesligisten FT Schweinfurt durch und löste so zum zweiten Mal nach 2018 das Ticket für die Bayerischen Meisterschaft. In Amberg will Rottendorf an die erfolgreiche Endrunde 2018 in Bad Neustadt anknüpfen. Erst im Endspiel mussten sich die Unterfranken damals Türkspor Nürnberg mit 0:1 geschlagen geben und verpassten den Titel denkbar knapp.


Die Teams der Gruppe B

1. FC Raindorf (Kreisliga Ost Cham/Schwandorf, Vizemeister Oberpfalz)
Hier geht's zur ausführlichen Vorschau des 1. FC Raindorf...

TSV 1910 Bobingen (Landesliga Südwest, Hallenmeister Schwaben)
Landesligist TSV Bobingen ist bei der schwäbischen Hallenmeisterschaft die Revanche gegen den SC Bubesheim geglückt: Nach der 1:2-Niederlage im Vorjahresfinale behielt die Mannschaft von Trainer Sebastian Jeschek in diesem Jahr mit 2:1 die Oberhand und sicherte sich bei der dritten Endspiel-Teilnahme seit 2020 erstmals den Titel und damit das Ticket fürs Landesfinale. Zum Matchwinner avancierte Bobingens Keeper Marcel Kring, der im Finale eine halbe Minute vor Ertönen der Schlusssirene den Bobinger Sieg mit einem parierten Handsechsmeter festhielt. Zuvor hatte der TSV im Semifinale mit einem 4:2-Sieg gegen den SV Cosmos Aystetten den Grundstein für den Titel gelegt.

FC Ergolding (Bezirksliga West Niederbayern, Hallenmeister Niederbayern)
Hier geht's zur ausführlichen Vorschau des FC Ergolding...

TSV 1893 Neukenroth (Bezirksliga Oberfranken West, Hallenmeister Oberfranken)
Es läuft beim TSV Neukenroth: Seit der Kreisliga-Meisterschaft in der Saison 2021/22 und der damit verbundenen Rückkehr in die Bezirksliga surft der Klub aus dem oberfränkischen 900-Seelen-Dorf auf der Erfolgswelle. In der Liga überwintert das Team auf Platz fünf und im Toto-Pokal-Wettbewerb geht es im Kreis-Endspiel um Sprung in die erste Hauptrunde. Auch auf dem Hallenparkett sorgt die Mannschaft des Trainer-Duos Thomas Lipfert/Benedikt Pfeiffer aktuell für Furore. Bei der oberfränkischen Bezirksmeisterschaft in Coburg behielt Neukenroth gegen gleich drei Landesligisten die Oberhand (4:0 gegen den VfR Katschenreuth in der Vorrunde, 1:0 gegen die DJK Don Bosco Bamberg im Halbfinale und 5:4 n.S. im Endspiel gegen den FC Eintracht Münchberg), löste damit verdient das Ticket für die Endrunde in Amberg – und will auch in der triMAX-Halle weitere Ausrufezeichen setzen.


Hier geht's zum ausführlichen Spielplan...

Aufrufe: 025.1.2024, 18:00 Uhr
Florian WürtheleAutor