2024-02-23T08:22:50.674Z

Ligabericht
Aufsteiger FC Pielenhofen-Adlersberg (rechts) hat bewiesen, dass er in der Liga mithalten kann.
Aufsteiger FC Pielenhofen-Adlersberg (rechts) hat bewiesen, dass er in der Liga mithalten kann. – Foto: Jürgen Bross

Fans, Tore, Tops & Flops: Die Winterbilanz der Bezirksliga Süd

Der Blick auf die bisherige Saison: Wer hat überzeugt, bei wem ist noch Luft nach oben? Und wer hat die meisten Zuschauer?

Mit dem Sonntags-Auftritt von Klassenprimus FC Kosova gegen Ränkam (3:0) hat sich die Bezirksliga Süd endgültig in die Winterpause verabschiedet. Zeit, um in Ruhe mal die bisherigen Gewinner und Verlierer der Spielzeit 2023/24 unter die Lupe zu nehmen. Außerdem blicken wir auf die Zuschauer- und Torrankings.

Fans


Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte hat der SV Wenzenbach im Frühjahr den Sprung in die Bezirksliga geschafft. Die Fans im Dorf honorieren diesen Erfolg entsprechend. Im Schnitt 255 Besucher konnte der Verein zu seinen neun Heimspielen begrüßen. Macht Platz eins im Zuschauerranking! Traditionell gut besucht sind auch die Heimauftritte des FC Viehhausen, der ebenfalls den 200er-Schnitt knackt (205). Der dritte Rang geht an den FC Thalmassing (167), dicht gefolgt vom TV Parsberg und vom FSV Prüfening (je 166). Kaum Interesse weckt hingegen der abgeschlagene Tabellenletzte SpVgg Ziegetsdorf, der durchschnittlich lediglich 64 Zuschauer zu sich lockt. Auch der Zuspruch bei Ligaprimus FC Kosova Regensburg (111) ist durchaus noch ausbaufähig.

Den Rekordbesuch der bisherigen Saison beansprucht der FC Ränkam, zu dessen Derby-Heimspiel gegen die DJK Arnschwang 435 Schaulustige pilgerten. 410 waren es beim Lokalduell zwischen der SpVgg Hainsacker und dem FC Pielenhofen-Adlersberg. Ingesamt beläuft sich der Zuschauerschnitt der Bezirksliga Süd bislang auf 152 Fans – 17 mehr als in der Vorsaison (135).


Spielertrainer Nico Beigang und der SV Wenzenbach dürfen sich bei ihren Heimspielen über einen sehr guten Zuschauer-Besuch freuen.
Spielertrainer Nico Beigang und der SV Wenzenbach dürfen sich bei ihren Heimspielen über einen sehr guten Zuschauer-Besuch freuen. – Foto: Redaktion Regensburg

Tore


In dieser Kategorie führt kein Weg an Lukas Riedl vorbei. Der Torjäger von Aufsteiger DJK Arnschwang hat in 17 Spielen 22 Tore erzielt, zwischen dem 2. und 9. Spieltag in jedem Match getroffen. Almir Mujcinovic vom FC Kosova hat zuletzt etwas aufgeholt und steht inzwischen bei 17 Einschüssen. Ex-Profi Nico Beigang, Spielertrainer in Wenzenbach, schoss 14 Buden.

Der Wintermeister aus Regensburg stellt auch den besten Sturm der Liga (63 Saisontore). Für kaum Torgefahr sorgen hingegen der SC Katzdorf (12) und die SpVgg Ziegetsdorf (11). Die wenigsten Gegentore musste ebenfalls der FC Kosova hinnehmen (13).


Lukas Riedl schießt für die DJK Arnschwang Tore am Fließband.
Lukas Riedl schießt für die DJK Arnschwang Tore am Fließband. – Foto: Redaktion Regensburg

Tops


FC Kosova Regensburg
Der beste Angriff, die beste Verteidigung, noch keine einzige Niederlage, elf Punkte Vorsprung – keine Frage, der Tabellenführer hat eine (fast) perfekte Herbstrunde gespielt. Mit ihrer Wucht und Spielstärke bestechen die Kicker vom Weinweg nahezu in jedem Spiel. Und spielen beinahe in ihrer eigenen Liga. 16 von 19 Gegner gingen gegen die Truppe von Trainer Enkel Alikaj leer aus, nur drei holten ein Remis. Das so bittere Ende der Vorsaison mit dem undankbaren dritten Platz hat den Regensburgern offenbar einen zusätzlichen Motivationsschub verpasst. Und auch wenn nach der Winterpause noch genügend Spiele zu absolvieren sind: Es scheint kaum vorstellbar, dass sich Kosova den erstmaligen Aufstieg in die Landesliga noch nehmen lässt.


Der immer noch unbesiegte FC Kosova hat zur Winterpause gut Lachen.
Der immer noch unbesiegte FC Kosova hat zur Winterpause gut Lachen. – Foto: Florian Würthele


VfB Bach
Ob ein Trainerwechsel sofort fruchtet oder nicht, das ist ja immer so eine Frage. Gerade wenn die Vorsaison eine der unruhigen Sorte war. Thomas Sommer kam mit dem VfB Bach nicht so gut aus den Startlöchern, was schon auch dem anfänglichen Verletzungspech geschuldet war. Doch die Mannschaft hat sich schnell gefangen und sich in der Tabelle Stück für Stück nach vorne gearbeitet. Zur Winterpause ist der Ex-Landesligist Dritter. Vom 7. Spieltag an wurden nur noch drei Spiele verloren. Die Fußballer vom Donau-Ufer sind fürs Frühjahr jedenfalls ein ernsthafter Anwärter auf die Vizemeisterschaft und das damit verbundene Relegations-Ticket.


Die Aufsteiger SV Wenzenbach, DJK Arnschwang und FC Pielenhofen-Adlersberg
Der ehemalige Bezirksliga-„Dino“ und Wiederaufsteiger DJK Arnschwang hatte speziell zu Saisonbeginn für Furore gesorgt, war zwischenzeitlich sogar Dritter. Aber auch in den letzten Wochen hat die Ranzinger-Truppe nochmal bewiesen, dass sie es mit jedem Gegner in der Liga aufnehmen kann. So verabschiedete man sich mit drei Siegen in Folge in die Winterpause. 27 Punkte aus 17 Spielen sind mehr als in Ordnung. Zudem stellt die DJK den Toptorjäger der Liga. Auch der SV Wenzenbach spielt eine gute Rolle – wenngleich der aktuelle sechste Platz trügerisch ist aufgrund des eng beisammen liegenden Tableaus. Die bisherigen Ergebnisse zeigen auf, dass der SVW noch an der Konstanz arbeiten muss. Mit dem FC Pielenhofen-Adlersberg hat ein weiterer Liganeuling unter Beweis gestellt, dass er mithalten kann. Und das mit fast derselben Mannschaft aus der Meistersaison! Alle drei Teams haben jedenfalls gute Chancen auf ein weiteres Bezirksliga-Jahr.

Flops


SpVgg Ziegetsdorf
Die Abgänge wichtiger Leistungsträger wie Patrick Pfahler, Khaled Baza oder Alexander Bucher waren schlicht nicht zu kompensieren: Ohne einen einzigen Punkt verabschiedete sich die SpVgg Ziegetsdorf in die Winterpause! 74 Gegentore und nur 11 selbst erzielte Treffer sind beides Tiefstwert in der Liga. So ist man nicht Bezirksliga-tauglich. Zu allem Überfluss legte der neue Trainer Martin Reißer nach nur 13 Spieltagen sein Amt nieder; in Mustafa Demirtas konnte rasch ein neuer Übungsleiter gefunden werden. Die Spiele im Herbst konnte man dann knapper gestalten. Doch das erste Erfolgserlebnis fehlt weiterhin. Fest steht: Nur ein Fußballwunder kann Ziegetsdorf noch vor dem Abstieg retten. Im Frühjahr möchte sich die Mannschaft mit Anstand und Würde aus der Liga verabschieden.


Ziegetsdorfs Torwart Michael Völkl musste in dieser Saison schon über 70 Mal hinter sich greifen.
Ziegetsdorfs Torwart Michael Völkl musste in dieser Saison schon über 70 Mal hinter sich greifen. – Foto: Redaktion Regensburg


FC Thalmassing
Der Vorjahresvierte muss sich nach unten orientieren, hat Abstiegssorgen. Das war so nicht zu erwarten. Festzumachen ist das vor allem am misslungenen Saisonstart. Die Lücke von Dauer-Torjäger Nikolaus Wohlmann (Vorsaison 31 Tore) schien anfangs doch zu groß zu sein. Wohlmann hatte weiterhin Probleme nach einer Sprunggelenksverletzung, wollte heuer nur noch ins Trikot schlüpfen, wenn Not am Mann ist. Von diesem Vorhaben sah er dann aber ab und stand ab Mitte September wieder durchgehend in der Startelf. Die Thalmassinger Mannschaft erholte sich vom schlechten Saisonstart; wichtig war der 1:0-Heimsieg gegen Bach im letzten Spiel vor der Winterpause. Nichtsdestotrotz ist der aktuellen zehnte Tabellenplatz sicherlich eine Enttäuschung am „Sauberg“.

Aufrufe: 028.11.2023, 12:18 Uhr
Florian WürtheleAutor