– Foto: Alfred Brumbauer

Eintracht Karlsfeld will raus aus der Abwärtsspirale

Fußball-Landesliga

Fußball-Landesligist Eintracht Karlsfeld muss gegen Schlusslicht Brunnthal punkten, und zwar dreifach. Ansonsten dreht sich die Abwärtsspirale weiter.

Karlsfeld – Von einem Endspiel zu sprechen, wäre so früh in der Saison noch nicht angebracht. Wenn der TSV Eintracht Karlsfeld am Samstag um 14 Uhr den Tabellenletzten TSV Brunnthal in der Landesliga-Südost empfängt, zählen dennoch nur drei Punkte. „Es wird ein extrem wichtiges Spiel“, sagt Robin Kömmling, technischer Leiter der Karlsfelder.

Wenn eine Abwärtsspirale Fahrt aufgenommen hat, ist sie schwer zu stoppen. Das bemerken die Karlsfelder in dieser Saison. Obwohl die Eintracht in der Tabelle auf einem Abstiegsrelegationsplatz steht, wanderte der Blick immer wieder nach oben. „Die Liga ist eng, und viele Spieler haben in den vergangenen Jahren schon ein Unentschieden als Niederlage angesehen“, erklärt Kömmling. Als die Eintracht um den Aufstieg spielte, zählten nur Siege, um mit Teams wie Hallbergmoos oder Erlbach mitzuhalten.

Doch in der aktuellen Situation ist diese Einstellung kontraproduktiv. Im Tabellenkeller holen die Teams durchschnittlich weniger Punkte pro Spiel. Und schon ein Unentschieden hilft. „Wir müssen die aktuelle Situation annehmen. Und das bedeutet, sich auch einmal mit einem Punkt zufriedenzugeben“, sagt Kömmling. Er ist davon überzeugt, dass mit dieser Denkweise Gegentore wie das 0:1 in Freising in der 94. Minute nicht gefallen wären. „Da sind wir nach vorne gelaufen, anstatt einen Punkt zu holen.“ In einem Heimspiel gegen ein Tabellenschlusslicht wäre eine Punkteteilung allerdings zu wenig, betont Kömmling.

TSV Eintracht Karlsfeld: Trainerstuhl wackelt nicht

Trotz nur 13 Punkten aus 13 Spielen zweifelt der technische Leiter der Eintracht nicht an Trainer „Jay“ Alkan. „Uns war klar, dass der Umbruch nach fünf Jahren mit neuem Trainer und neuen Spielern Zeit brauchen würde“, so Kömmling. Und weiter: „Jay, Mo (Co-Trainer Mohamed Quaad, Anm. d. Red.) sowie Niki (Co-Spielertrainer) sind engagiert. Die Spieler ziehen mit. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung. Nur fehlen die Ergebnisse.“

Auch dies hat Gründe. Über die Abgänge wichtiger Offensivspieler wurde häufig gesprochen. Darüber, dass Abwehrchef Kilian Cuni wegen einer Verletzung noch keine Sekunde spielte, zu selten. Cuni ist immerhin im Aufbautraining. Sein Kollege Lukas Paunert hat großes Potenzial, kommt aber aus einem Kreuzbandriss und muss als 22-Jähriger die Innenverteidigung managen.

Und Stürmer-Neuzugang Christoph Traub schleppt sich von Krankheit zu Verletzung. Er muss auch gegen Brunnthal wegen einer Zerrung aussetzen. Bei ihm warten die Karlsfelder auf den Klick-Moment. Kömmling: „Chris weiß, wo das Tor steht. Er ist bullig und hat einen brutal starken Abschluss. Und er ist ein super Typ. Wenn er sein erstes Tor gemacht hat, werden weitere folgen.“

Bis dahin müssen die Karlsfelder versuchen, die Last in der Offensive auf mehrere Schultern zu verteilen und den Schaden zu begrenzen. Mit einem Sieg gegen Brunnthal würden sie Druck vom Kessel nehmen. „Brunnthal weiß von Anfang an, dass es gegen den Abstieg geht. Für uns ist die Situation neu. Aber wir müssen sie annehmen“, fordert Kömmling vor dem wichtigen Spiel das Schlusslicht.

Aufrufe: 07.10.2022, 13:46 Uhr
Moritz StalterAutor