Egenburger Heimpleite gegen Aufsteiger Türkenfeld

Mit den zwei Auswärtssiegen in Emmering und Gröbenzell im Rücken, empfing der VfL Egenburg den TSV Türkenfeld, der vergangene Saison souverän aus der A-Klasse aufgestiegen ist und mit dem Einzug ins Brucker Sparkassenpokalfinal für Furore sorgte. Die Heimelf musste weiterhin auf Spielertrainer Franko Berglmeir verzichten, ebenso auf Martin Naßl. Dafür kehrten Christian Naßl und Torwart Michael Wagner zurück.

Anders als in den letzten Spielen, fand der VfL dieses Mal nicht ins Spiel. Die Gäste zeigten sich bereits in den Anfangsminuten aggressiv, griffig und mit gutem Umschaltspiel. In der 7. Minute verlor der VfL auf Höhe der Mittellinie den Ball, Türkenfeld setzte zum Konter an und verlagerte das Spiel dann per Diagonalball und erzielte nach Doppelpass halbrechts im Sechzehner das 0:1. Quasi direkt im Anschluss die Chance auf den Ausgleich, als Karl den Ball an der Türkenfelder Grundlinie zurückeroberte und sich anschließend Szczepurek im Strafraum gegen mehrere Gästespieler durchsetzte, aber dann unter Druck nur noch unkontrolliert abschließen konnte. Ebenfalls noch in den ersten 10 Minuten das 0:2 für Türkenfeld. Ballverlust in der Türkenfelder Hälfte, Angriff über die rechte Türkenfelder Seite, Pass in die Tiefe, Ablage in den Rückraum, Direktabnahme, Tor. Knapp 10 Minuten später keimte Hoffnung auf, Zech und Thomas Berglmeir im Zusammenspiel und letzter versetzt aus etwa 20 Metern noch einen Gegenspieler und trifft sehenswert ins lange Eck. Wer allerdings hoffte, dass sich das Blatt nun wenden würde, sah sich schnell getäuscht. Nach etwa 25 Minuten verlor der VfL den Ball auf Höhe der Mittellinie, dieses Mal ging es schnell über die linke Türkenfelder Seite nach vorne und nach einer Flanke auf den kurzen Pfosten schob der Türkenfelder Angreifer zum 1:3 ein. Die - trotz des eh schon bescheidenen Spielverlauf - aus VfL-Sicht bitterste Aktion der ersten Hälfte dann nach einer halben Stunde, als sich Tobi Bogenhauser ohne Fremdeinwirkung einen Mittelfußbruch zuzog. Ansonsten galt bis zur Halbzeit weiterhin, wenig Esprit bei den Egenburgern, Türkenfeld hatte alles im Griff.

Besser wurde das VfL-Spiel aber dann auch in der zweiten Hälfte nicht. Nach etwa einer Stunde ging ein Szczepurek-Kopfball einen Meter über das Tor, was für lange Zeit das Maximum an Torgefahr blieb. Auf der Gegenseite strahlten die Gäste nicht mehr die Gefahr der ersten Halbzeit aus, hatten aber dennoch die beste Chance der zweiten Hälfte: Ein Freistoß aus 25 Metern sprang von der Unterkante der Latte wieder ins Feld. Ansonsten blieb es bei viel Stückwerk auf Egenburger Seite. Erst in der Nachspielzeit kam man noch mal gefährlich vor das Gästetor und Ales Szczepurek konnte eine Flanke von Christian Naßl per Flugkopfball zum 2:3 verwerten. Mehr ließ Türkenfeld aber nicht mehr zu, womit die erste Saisonniederlage des VfL feststand.

Ein Spiel zum Vergessen für die Egenburger, mit der Verletzung von Tobi Bogenhauser als i-Tüpfelchen. Der Sieg der Türkenfelder ging dabei absolut in Ordnung, die Gäste zogen ihr Spiel konsequent durch. Dem VfL steht nun ein spielfreies Wochenende ins Haus. Zeit um Wunden zu lecken und dann in der „Rückrunde“ wieder neu anzugreifen.

Aufrufe: 019.9.2022, 10:26 Uhr
S. NasslAutor