Egenburg entführt Dreier aus Gröbenzell

Mit dem 4:0-Sieg gegen Emmering im Rücken ging es für den VfL Egenburg zum 1. SC Gröbenzell. Die Hausherren waren ebenfalls noch unbesiegt, wenngleich die Punktausbeute aufgrund zweier Unentschieden und einem weniger absolvierten Spiel erst bei 5 Punkten lag. Im Vergleich zur Vorwoche hatte der VfL nun neben Spielertrainer Franko Berglmeir noch einen weiteren Verletzten zu beklagen, Christian Naßl fiel aus. Zudem war Torwart Wagner verhindert.

Wie zu erwarten ließen die Gastgeber die Egenburger auf dem ungewohnten Kunstrasen auflaufen. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, in dem beide Mannschaften zwar wenig zuließen, aber eben mit Ball in den eigenen Reihen wenig anfangen konnten. Gröbenzell kam Mitte der ersten Halbzeit zu einer verunglückten Flanke, die den Außenpfosten touchierte. Kurz vor der Pause hatten die Hausherren zu dem einen Freistoß aus gut 25 Metern, der Ball flatterte und Torwart Gude musste den Ball prallen lassen. Anschließend konnte aber die VfL-Hintermannschaft klären.

Viel ansehnlicher wurde das nicklige Spiel auch in der zweiten Halbzeit nicht. Die Gastgeber versuchten den Druck zu erhöhen und schlugen nun auch mehr Flanken aus dem Halbfeld, meist war die VfL-Hintermannschaft aber zur Stelle. Nach etwa einer Stunde durfte man sich aber bei Stefan Gude bedanken, dass dieser bei einem Kopfball aus kurzer Distanz den Rückstand verhinderte. Dann folgte die spielentscheidende Szene: VfL-Kapitän Ales Szczepurek setzte auf Höhe der Mittellinie zu einem Sololauf an der linken Außenlinie entlang an, zog in den Strafraum und versenkte den Ball mit dem Außenrist am langen Eck – 0:1. Kurz darauf stand dann zunächst wieder Szczepurek im Mittelpunkt, als er nach Pass vom gerade eingewechselten Michael Berglmeir alleine vorm Gröbenzeller Keeper zu Fall gebracht wurde. Der gut leitende Unparteiische zeigte auf den Punkt. Leider landete der von Tobi Bogenhauser getretene Strafstoß am Pfosten. In dieser heißen Phase dezimierten sich die Hausherren dann durch eine 10-Minuten-Strafe auch noch selbst. Daraus konnten die Egenburger aber kein Kapital schlagen. Nach Ablauf der Zeitstrafe drängte Gröbenzell dann mit aller Macht auf den Ausgleich, der VfL kam kaum noch über die Mittellinie. Meist brachte irgendein Egenburger ein Bein oder Kopf bei den vielen Schuss- und Flankenversuchen dazwischen. Dann aber hatten die Gastgeber den Torschrei schon auf den Lippen, als ein Gröbenzeller vom Fünfereck frei zum Abschluss kam. Aber erneut war Torwart Gude mit einem Wahnsinnsreflex zur Stelle und hielt die drei Punkte für den VfL fest. Denn kurz darauf war das Spiel beendet.

Zusammengefasst war es für die Egenburger wohl das, was man als „dreckigen Sieg“ bezeichnen kann. Nächste Woche geht es für den VfL dann gegen den Aufsteiger aus Türkenfeld

Aufrufe: 012.9.2022, 10:17 Uhr
S. NasslAutor