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Allgemeines

Diese A-Ligisten sicherten sich am Wochenende die Meisterschaft!

Acht Teams feierten den Aufstieg in die Bezirksliga!

von Tom Vieth · 20.05.2025, 15:37 Uhr · 0 Leser
Die SG Belle-Cappel-Leopoldstal ist Meister der Kreisliga A Detmold und steigt erstmals in die Bezirksliga auf.
Die SG Belle-Cappel-Leopoldstal ist Meister der Kreisliga A Detmold und steigt erstmals in die Bezirksliga auf. – Foto: SG Belle-Cappel-Leopoldstal

Als erste Mannschaften standen zuvor bereits der VfB Marsberg (Hochsauerlandkreis) und der SV Ararat Gevelsberg (Hagen, A2) als Meister der Kreisliga A fest. Eine Woche später zogen dann der VfR Borgentreich (Höxter), Suryoye Paderborn (Paderborn), der SV Hochlar 28 (Recklinghausen, A2) und der SV Germania Hauenhorst (Steinfurt) nach. Danach feierten der SC Bünde (Herford), der Blasheimer Sportclub (Lübbecke) und der SC Falke Saerbeck (Tecklenburg) den Aufstieg. Es folgten die Meisterschaften der SV Boele-Kabel (Hagen, A1) und des VfB Altena (Lüdenscheid).

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld: Union Lüdinghausen

Die "Sofa-Meisterschaft" feierte am Sonntagnachmittag Union Lüdinghausen. Die "Nullachter" hatten bereits am Freitagabend vorgelegt und mit dem 3:1-Auswärtssieg beim SuS Legden ihren Verfolger Arminia Appelhülsen unter Druck gesetzt. Der Aufsteiger hätte bei der SG Coesfeld 06 aufgrund des Vier-Punkte-Rückstands mindestens einen Punkt holen müssen um den Meisterschaftsentscheidung um eine Woche zu vertagen.

So weit sollte es jedoch nicht kommen. Beim Bezirksliga-Absteiger kam der B-Liga-Meister mit 3:6 unter die Räder und sorgte bei der kleinen Union-Delegation, die sich auf den Weg nach Coesfeld gemacht hatte, für den vorzeitigen Meisterschaftsjubel und eine spontane Feier im Vereinsheim.

Union Lüdinghausen kehrt somit nach dreijähriger Abstinenz in der Bezirksliga zurück. Dort war man zuletzt in der Staffel 9 eingruppiert, in der größtenteils Teams aus der nördlichen Dortmunder Region vertreten waren. Für die neue Saison scheint die Eingruppierung in die Staffel 11 aus der Coesfelder Region am wahrscheinlichsten.


Kreisliga A Detmold SG Belle-Cappel-Leopoldstal

Ihren ersten Meisterschafts-Matchball verwandelte direkt die SG Belle-Cappel-Leopoldstal, die am vergangenen Spieltag den wohl wichtigsten Schritt gegangen war, als man Verfolger TuS Horn-Bad Meinberg im Topspiel mit 6:2 düpierte und so einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung herausspielte.

Ein Punkt hätte der Spielgemeinschaft gegen den RSV Hörste für die vorzeitige Meisterschaft gereicht. Stattdessen erteilte der Ligaprimus dem Tabellenzwölften eine Lehrstunde und schoss die Gäste mit 10:1 ab, sodass der Titelgewinn an diesem Sonntag zu keinem Zeitpunkt angezweifelt wurde. Vielmehr baute man den Vorsprung auf den Lokalrivalen Horn-Bad Meinberg (3:3 gegen den SV Diestelbruch-Mosebeck) auf elf Punkte aus.

Der Bezirksliga-Aufstieg ist der bislang größte Erfolg in der noch junge Geschichte der Spielgemeinschaft. Zur neuen Saison dürfte es für Belle-Cappel-Leopoldstal in die Bezirksliga Staffel 3 gehen.


Kreisliga A1 Dortmund: KF Sharri Dortmund

Das wohl interessanteste A-Liga-Rennen hat KF Sharri Dortmund für sich entschieden. Mit einem 2:1-Last-Minute Sieg bei der DJK TuS Körne – der Siegtreffer fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit – legte der albanisch-stämmige Verein am Freitagabend vor und blickte am Sonntagnachmittag auf das Topspiel der Kreisliga A1 Dortmund, wo der Tabellendritte Westfalia Dortmund den Zweitplatzierten FC Sarajevo Bosna empfing.

Die beiden ambitionierten Mannschaften trennten sich torlos, sodass das Schicksal für gleich alle drei Topteams besiegelt war: Sharri ist Meister und steigt erstmals in die Bezirksliga auf, Sarajevo Bosna muss in die Aufstiegsrelegation und Westfalia Dortmund muss ins unerwartete, zweite A-Liga-Jahr.

Das Titelrennen in der Dortmunder A1-Kreisliga hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da sich besonders Sharri und Westfalia im Winter unter anderem mit Spielern aus der Landesliga verstärkten und der im Jahr 2022 von Maurice Temme ins Leben gerufene Club schon vor Saisonbeginn den Durchmarsch in die Bezirksliga angepeilt hatte, im Saisonverlauf dann aber ins Straucheln kam.

– Foto: KF Sharri


Kreisliga A2 Dortmund: TuS Holzen-Sommerberg

Auch die Parallelstaffel hat ihren Meister und sicheren Aufsteiger: Der TuS Holzen-Sommerberg hat nach dem 8:1-Kantersieg beim BV Westfalia Wickede die Meisterschaft und den Bezirksliga-Aufstieg perfekt gemacht. Dabei hätte ebenfalls ein Punkt ausgereicht. Mit neun Punkten Rückstand kann Verfolger BW Alstedde bei zwei verbleibenden Spielen den TuS nicht mehr einholen.

Der TuS Holzen-Sommerberg kehrt somit nach zwölf Jahren in die Bezirksliga zurück, aus der man 2013 mit neun Punkten und 118 Gegentoren letztmals abgestiegen war, und konnte endlich einen kleinen "Fluch" der letzten Jahre brechen. In den vergangenen drei Spielzeiten musste man zweimal als Vizemeister den Gang in die Aufstiegsrelegation antreten, wo man beide Male in der ersten Runde scheiterte.

In diesem Jahr ist BW Alstedde in der Pole Position für die Aufstiegsrunde. Auch der VFL Hörde und Hörder SC haben noch rechnerisch eine Chance. Stand jetzt trifft Alstedde im Entscheidungsspiel auf Sarajevo Bosna. Der Sieger spielt gegen den Vizemeister aus Siegen-Wittgenstein um den Bezirksliga-Aufstieg.

So wie Sharri dürfte es für Holzen-Sommerberg mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Bezirksliga Staffel 8 gehen.

– Foto: TuS Holzen-Sommerberg


Kreisliga A Gelsenkirchen: DJK Adler Feldmark

Die eingleisige A-Liga Gelsenkirchen hat ihren ersten Meister: Die DJK Adler Feldmark hat seinen zweiten Meisterschafts-Matchball verwandelt, drohte die Entscheidung aber ein weiteres Mal zu vertagen.

Schon am vergangenen Wochenende war ein 1:1 gegen Preußen Gladbeck zu wenig und auch der VfL Grafenwald verlangte dem Spitzenreiter alles ab. Der Tabellenvierte führte zur Halbzeit gar mit 2:0, doch Feldmark kämpfte sich zurück und drehte die Partie zum 3:2, doch Grafenwald schlug zurück und drängte den Tabellenführer zum dritten Remis in Serie. Aber in der dritten Minute der Nachspielzeit schlug der Moment von Serhat Ekinci, der zum umjubelten 4:3-Siegtor für Adler traf und seine Farben zur Meisterschaft schoss.

Damit wahrte Adler Feldmark den Acht-Punkte-Vorsprung auf Eintracht Erle, das beim SSV/FCA Rotthausen seine Hausaufgaben erledigte (4:1) und noch um den zweiten Tabellenplatz kämpft, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Am nächsten Spieltag muss Erle beim Drittplatzierten Westfalia 04 Gelsenkirchen antreten, das nur einen Punkt hinter der Eintracht rangiert. Wer gewinnt, dürfte wahrscheinlich die Vizemeisterschaft perfekt haben. Für Adler Feldmark geht es hingegen erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga auf Punktejagd. In der Bezirksliga Staffel 9 warten zahlreiche Gelsenkirchener Lokalrivalen.

Kreisliga A Gütersloh: SV Spexard

Ein langjähriger Westfalenligist ist zurück auf der überkreislichen Bühne! Der SV Spexard ist Meister der Kreisliga A Gütersloh und steigt in die Bezirksliga auf. Während man bei Victoria Clarholz II seit Minute 13 in Unterzahl war, sich aber trotzdem mit 1:0 durchsetzte, patzte Verfolger GW Langenberg-Benteler und unterlag RW St. Vit überraschend mit 2:3, sodass vorzeitig und wohl früher als geplant die Korken geknallt werden durften.

Der Verein aus dem Gütersloher Süden spielte von 2015 bis 2020 in der Westfalenliga, zog sich anschließend aber damals aus wirtschaftlichen Gründen freiwillig zurück und startete in der A-Kreisliga neu. In dieser Spielzeit war der SVS kaum aufzuhalten und spielt ab Sommer seit langer Zeit wieder in der Bezirksliga. In der Staffel 2 wird es unter anderem das Stadtduell mit dem FC Gütersloh II geben.

– Foto: SV Spexard


Kreisliga A Herne: VfB Börnig

Genau 30 Jahre seit seiner letzten Bezirksliga-Saison ist der VfB Börnig zurück in Liga 8! Im Topspiel des 28. Spieltags setzte sich der VfB im direkten Duell gegen Verfolger FC Frohlinde knapp mit 1:0 durch und setzte sich der Herner A-Liga-Krone auf.

Mit einem Vorsprung von vier Punkten war Börnig in das Spitzenspiel gegangen, Frohlinde war also zum Siegen verdammt um noch irgendwie Druck auf Börnig ausüben zu können. Es war ein heiß umkämpftes Topspiel, in der letztendlich der Treffer von Börnigs Toptorjäger Marvin Pollesch in der 66. Minute den Unterschied machte und den Titelgewinn so sicherte.

Mit nur sechs Verlustpunkten zählt der Verein aus dem Herner Osten zu einem der besten A-Ligisten in Westfalen. Zudem sieht es für den Verein aus, die Saison ohne Liga-Niederlage zu beenden, ehe es ab Sommer in die Bezirksliga Staffel 9 gehen wird.

– Foto: VfB Börnig

Kreisliga A2 Münster: TuS Altenberge

Zwei Jahre nach dem Abstieg ist der TuS Altenberge wieder zurück in der Bezirksliga. Während man in der Vorsaison der SG Sendenhorst den Vortritt lassen musste, gab es 2024/25 kein anderes Team, das den Grün-Weißen die Meisterschaft streitig machen konnte. Der einzig verbleibende Verfolger SV Bösensell ist seit vier Spielen ohne Sieg, sodass Altenberge zwei Spiele vor Schluss mit zehn Punkten Vorsprung davongezogen ist.

Dabei hatte der TuS am 28. Spieltag bei Fortuna Schapdetten ordentlich zu kämpfen, die die Gäste-Führung zweimal ausgleichen konnten, doch nach der dritten Führung des Tages fand Schapdetten keine Antwort mehr, und so durfte Altenberge nach Abpfiff endlich die Meisterschaft bejubeln. Ziel dürfte zum Sommer die Bezirksliga Staffel 12 sein.