2024-04-12T13:41:07.504Z

Ligabericht
Wenn schon, denn schon: Die Osterparty der Ansbacher.
Wenn schon, denn schon: Die Osterparty der Ansbacher. – Foto: SpVgg Ansbach

Dicke Dinger! SVS, Ansbach und Buchbach feiern Auferstehung

27. Spieltag in der Regionalliga Bayern - Samstag: Tabellenkeller-Trio probt den Aufstand +++ Kickers unangefochten +++ Kleeblatt gewinnt Franken-Derby +++

Klar, die Würzburger Kickers haben einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Und natürlich, mit dem FC Memmingen gibt es einen neuen Tabellenletzten. Nicht zu vergessen die prestigeträchigen Derbys in Mittelfranken und Schwaben. Die dicksten Dinger zum Osterfest hatten allerdings die Kellerkinder Schalding-Heining, Ansbach und Buchbach im Nest. Die Niederbayern feierten den zweiten Sieg in Folge, Buchbachs Hoffnung lebt immer mehr - und die angeschlagenen Nullneuern können den ersten Dreier im Jahr 2024 bejubeln.

Während die Konkurrenz im Abstiegssumpf der Liga fleißig punktete, musste Aufsteiger Memmingen am Karsamstag leiden. Die Schwaben verloren nicht nur ein Spiel mit 0:1, in dem sie zahlreiche Chancen liegen gelassen haben. Der FCM ist zudem neuer Inhaber der Roten Laterne. Negativer Höhepunkt dieser Partie waren zwei Platzverweise innerhalb von zwei Minuten Mitte des 2. Durchganges: Heimspieler Dominik Kurija sah die Rote (68.), Unterfranke Marco Nickel die Ampel-Karte.

Das Remis gegen Bamberg war dann doch eher ein Ausrutscher im positiven Sinne: Türkgücü München kassierte die fünfte Niederlage im sechsten Spiel nach der Winterpause - und diese fällt im Oberbayern-Duell ziemlich eindeutig aus. Mit drei Treffern in der Schlussphase - die Gastgeber agierten nach dem Platzverweis von Ji-Hun Kang (Gelb-Rot/67.) in Unterzahl - sorgte Wacker Burghausen für klare Verhältnisse.

Es spielte der unangefochtene Spitzenreiter gegen einen Aufsteiger, der um den Klassenerhalt ringt. Dieses Ergebnis als standesgemäß zu bezeichnen, liegt also nicht fern. Die Unterfranken zeigten einmal mehr, wer Herr im Regionalliga-Haus ist: Der Sieg ist vollkommen verdient. Und wieder einmal können die Kickers den Ausrutscher von Verfolger Vilzing nutzen. Langsam aber sicher können die Würzburger das M-Wort in den Mund nehmen.

Ähnlich wie schon das Zweitliga-Frankenderby vor gut einem Monat, geht auch das "kleine" Lokalduell an das Kleeblatt. Fürth holt somit nicht nur einen Prestige-Sieg, sondern auch einen wichtigen Dreier im südlicheren Teil der Tabelle, der zumindest vorläufig für etwas Ruhe sorgt. Beim Sieg über den Club war die Spielvereinigung gleich zu Beginn hellwach und hatte auch die Schlussphase auf seiner Seite. Routinier Daniel Adlung war es, der das Spiel kurz vor Schluss entschied.

Der TSV Buchbach beweist mit Nachdruck, dass er noch lebt! Tobias Steer und Tobias Stoßberger sei dank, holen die Oberbayern einen sehr wichtigen Dreier. Sieben Punkte hat der Regionalliga-Dino in den vergangenen vier Spielen geholt. Buchbach verlässt somit den letzten Tabellenplatz, zugleich tastet man sich immer mehr an einen Relegationsplatz heran. Richtig dick kommt es hingegen für den oberfränkischen Drittliga-Absteiger, der nun tatsächlich im Abstiegskampf angekommen ist.

Ein FVI-Tor in der Anfangsphase, eins kurz vor dem Abpfiff - dazwischen eine FCA-Reserve, die das Spiel dreht. Das Schwaben-Derby endete zwar unspektakulär mit einem 2:2-Unentschieden, dennoch erlebte das altehrwürdige Rosenaustadion eine interessante Begegnung - fernab einer zwingenden tabellarischen Bedeutung. Denn beide Teams rangieren irgendwo im Nirgendwo des Tableaus.

Aufrufe: 030.3.2024, 16:30 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor