Marcel Genc (m.) coacht den TSV Kürnbach in der Rückrunde zusammen mit Chris Klein.
Marcel Genc (m.) coacht den TSV Kürnbach in der Rückrunde zusammen mit Chris Klein. – Foto: Siegfried Lörz

Der TSV will sich würdig aus der Landesliga verabschieden

Landesliga Rhein-Neckar +++ Kürnbach startete am Montag in die Vorbereitung

Die lang ersehnte Winterpause hat den erhofften Effekt gebracht. "Einige unserer Langzeitverletzten sind wieder bereit, nachdem sie lange und intensiv mit Armin Bauer an ihrer Fitness gearbeitet haben", sagt Marcel Genc. Der 37-jährige 1. Vorsitzende und Spieler des TSV Kürnbach nimmt für die Rückrunde ein weiteres Amt an. Zusammen mit Christopher Klein, coacht er den Landesligisten interimsweise. Zur neuen Saison soll ein neuer Trainer übernehmen.

An den Spieltagen plant Genc von außen zu agieren und sagt: "Unser Kader ist so gut bestückt, dass ich mich auch auf die Bank setzen kann." Über die Vorbereitung und die Rückrunde wird hauptsächlich Klein das Training planen und „Mister TSV“ ihn tatkräftig bei der Umsetzung unterstützen. Das erste Mal am Montagabend, wenn die Mannschaft ihre mit hoher Wahrscheinlichkeit vorerst letzte Rückrundenvorbereitung als Landesligist beginnt. "Natürlich ordnen wir das realistisch ein. Schon nach der Vorrunde habe ich den Jungs gesagt, dass wir trotz der schwachen ersten Saisonhälfte stolz auf das Jahr 2022 sein dürfen. Wir haben mit dem Klassenerhalt schließlich einen riesengroßen Erfolg gefeiert", erläutert Genc.

Dieser Stolz spricht auch aus ihm, wenn er über die fünfte Landesliga-Saison in Folge nach der Kreisliga-Meisterschaft 2018 spricht. Der TSV hat sich über die Kreisgrenzen hinaus viel Respekt erarbeitet und die Sinsheimer Klubs, die sonst fast immer nach nur einer Runde wieder absteigen mussten, hervorragend vertreten. Gerade deshalb ist die Motivation sehr groß mit einer deutlich verbesserten Vorstellung in der Rückrunde für einen würdigen Abschied zu sorgen. Der Interimstrainer sagt: "Wir würden schon ganz gerne mit einer zweistelligen Punktzahl rausgehen und dafür arbeiten wir jetzt auch sehr hart."

Der Optimismus ist berechtigt, schließlich kehren wichtige und wie die Vorrunde gezeigt hat, kaum zu ersetzende Säulen der Mannschaft zurück. Seit dem fulminanten Saisonendspurt 2021/22 samt gewonnener Abstiegsrelegation konnte Marius Steinmetz nicht mehr auflaufen. Der Kapitän hat neben dem Fußballplatz fleißig an seiner körperlichen Konstitution gearbeitet und steht kurz vor seinem Comeback. Ähnlich positiv gestaltet sich der Heilungsverlauf bei Yannick Zimmermann. Der Sommerneuzugang fand sich schnell in Kürnbach zurecht und erweiterte die offensiven Möglichkeiten, ehe die Verletzung folgte. Eine wahre Misere liegt hinter Julian Frick. Der jüngere Bruder von Vizekapitän Fabian Frick hatte bereits mit beiden Leisten schwer zu kämpfen. Auch er schuftet gezielt am Comeback.

Bleibt einer, der in den vergangenen elf Jahren nicht wegzudenken war. Marcel Fesenbeck zog sich zu Beginn der Sommervorbereitung einen Meniskusriss zu. Der Ausfall des Stammtorhüters und dritten Kapitäns war ein schwerer Verlust. Der 36-Jährige ließ sich aber nicht hängen, sondern begann sofort mit der Rehabilitation. Das läuft bislang so gut, dass er im ersten Testspiel auf Rasen, am 11. Februar gegen den Pforzheimer Kreisligisten 1.FC Nußbaum seine Rückkehr ins Tor plant. Wenn alles weiter so reibungslos verläuft, dürfte Fesenbeck in der Rückrunde wieder seinen altbekannten Platz zwischen den Pfosten einnehmen.

Kommenden Sonntag steigt das erste Testspiel gegen den FC Weiler in Sinsheim auf Kunstrasen. In diesem und den vier weiteren Tests treffen die Kürnbacher auf unterklassige Klubs. "Wir erhoffen uns Spiele, in denen wir häufiger als in der Landesliga in Ballbesitz sind, wohlwissend, dass dies trotzdem anspruchsvolle Aufgaben werden", erklärt Genc. So wollen die Kürnbacher bestmöglich in die Rückrunde starten, die am 5. März mit dem Heimspiel gegen den ASV/DJK Eppelheim beginnt. Gegen das Spitzenteam wartet direkt eine sehr hohe Hürde und dementsprechend viel Laufarbeit.

Derweil befindet sich die Trainersuche für die Saison 2023/24 in der finalen Phase. "Noch können wir nichts verkünden, aber es dürfte zeitnah soweit sein", sagt Genc. Das Anforderungsprofil spricht entweder für einen Spielertrainer, der für dieses Amt die nötige fachliche Reputation mitbringt, oder einen erfahrenen Mann an der Außenlinie.

Aufrufe: 025.1.2023, 12:30 Uhr
red.Autor