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Christina Turski ist mit Leib und Seele dabei, wenn es um Angelegenheiten vom JFV Heidenrod geht.
Christina Turski ist mit Leib und Seele dabei, wenn es um Angelegenheiten vom JFV Heidenrod geht. – Foto: kazy-stock.adobe / C. Metzing

Der "Kümmerling" der Kasse: Christina Turski vom JFV Heidenrod

Serie: Fleißgie Ehrenamtliche ist der Fürsorger der Finanzen und der B-Jugend des JFV Heidenrod

Heidenrod. Christian Metzing, Vorstandsvorsitzender des JFV Heidenrod e.v. 2016, arbeitet seit 2018 als Jugendtrainer und betreut aktuell die B-Jugend des Vereins. Dort lernte er Christina Turski als sehr engagierte Mutter kennen, die ihm schon als Trainer bei nachfolgenden Aufgaben den Rücken frei hielt. Und das bis heute. Seit 2021 ist Metzing Vorstandsvorsitzender des Vereins und konnte Christina Turski für sein Team gewinnen. Eine nachhaltig richtige Wahl.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.

"Ehrlich, extrem engagiert und absolut genau"

"Wenn man jemanden als gute Seele bezeichnen kann, dann ist es eindeutig meine Vorstandskollegin Christina Turski. Als Typ Mensch ist Christina immer ehrlich, extrem engagiert, verlässlich und absolut genau in dem, was sie tut. Es macht Spaß, mit ihr über Themen zu diskutieren, mit ihr zu lachen, aber auch professionell zusammenarbeiten", findet Metzing nur lobende Worte für seine Kollegin.

„Ich bin der Kümmerling in der B-Jugend“

Im Verein ist sie derzeit als gewählte Kassiererin im Vorstand tätig. Zusätzlich engagiert sie sich intensiv in der B-Jugend, wo sie sich selbst als „Kümmerling“ bezeichnet. „Das ist jetzt keine offizielle Funktion“, erklärt Turski, „aber in den beiden Bereichen bin ich hauptsächlich aktiv.“

Familie als Brücke zum Verein

Beruflich arbeitet sie in Teilzeit als Bürokauffrau. Zum JFV Heidenrod kam Turski durch ihre Familie: „Meine drei Kinder sind alle im JFV aktiv oder spielen dort und mein Mann trainiert die Bambinis.“ Der Verein ist ein Zusammenschluss der Sportvereine in Heidenrod - SG Laufenselden, TuS Kemel und SG Meilingen - und damit „einfach die erste Anlaufstelle für alle, die Fußball spielen möchten", so Turski.

Ihr habt auch eine gute Seele im Verein, die wir unbedingt mal vorstellen sollten? Schreibt eine Mail an fupa@vrm.de !

Fehlende Trainingsplätze als großes Hindernis

Wenn sie über mögliche Veränderungen im Verein nachdenkt, fällt ihr vor allem das Thema Trainingsmöglichkeiten ein: „Wir haben keinen eigenen Platz, sondern trainieren auf den Anlagen unserer Stammvereine. Zwei Vereine haben einen Naturrasenplatz und einer einen Kunstrasenplatz – aber je nach Witterung sind die Plätze nur eingeschränkt oder gar nicht zu nutzen.“ Trotzdem sei sie überzeugt, dass der Verein insgesamt eine großartige Gemeinschaft ist, in der sich viele engagieren.

„Das kann doch nicht sein!“ – Der Einstieg ins Ehrenamt

Turskis Engagement beim JFV begann, als ihr mittlerer Sohn dort Fußball spielte. „Ich habe damals gesehen, dass sich Erwachsene ehrenamtlich engagieren, obwohl sie nicht einmal eigene Kinder in der Mannschaft hatten. Sie waren Trainer und am Ende des Tages haben sie auch noch die Trikots mitgenommen und gewaschen.“ Das sei der Moment gewesen, in dem sie beschloss, mitzuhelfen. Zunächst übernahm Turski kleinere organisatorische Aufgaben, etwa das Organisieren des Waschens der Trikots und die Bewirtung bei Spielen. „Und dann kam der Posten als Kassiererin eben noch dazu“, ergänzt sie.

Mit vollem Einsatz dabei: Hier präsentiert Christina Turski gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen stolz ein Banner des JFV Heidenrod.
Mit vollem Einsatz dabei: Hier präsentiert Christina Turski gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen stolz ein Banner des JFV Heidenrod. – Foto: JFV Heidenrod

Bürokratische Hürden für kleinen Verein

Zu den größten Herausforderungen beim JFV zählt Turski die Bürokratie: „Wir sind ein kleiner Verein mit weniger als 300 Mitgliedern und mussten eine Strafe zahlen, weil wir nur eine Schiedsrichterin haben, die nicht alle Spiele abdecken kann.“ Auch die jährlich an den Hessischen Fußball-Verband (HFV) zu meldenden Vereinsstrukturen empfindet sie als unnötig aufwendig. „Man muss jedes Jahr bestätigen, dass sich bei uns nichts geändert hat. Das macht es Vereinen einfach unnötig schwer", kritisiert die dreifache Mutter.

Abschließende Fragerunde:

1. Das schönste Erlebnis bei meinem Verein ...

„war, als die Kinder beim Jubiläum der SG Laufenselden mit der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt einlaufen durften."

2. Über meinen Verein würde ich gerne diese Schlagzeile lesen: ...

„Spieler XY erhält seinen ersten Profivertrag - Das Rüstzeug dazu bekam er bei seinem Heimatverein JFV Heidenrod!"

3. Diese Mannschaft sollte unbedingt mal gegen meinen Verein auflaufen: …

„Eintracht Frankfurt, der Bundesligist, der uns am nächsten ist."

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Zur Serie: Es gibt in nahezu jedem Fußballverein mindestens eine davon: Die Rede ist von einer engagierten Person, die größtenteils im Hintergrund agiert, sich akribisch einbringt und den Verein am Laufen hält. Ohne die vieles bei dem heimischen Sportverein nicht so funktionieren würde, wie es der Fall ist. In unserer Serie „Die gute Seele im Verein" rücken wir diese oft unsichtbaren Ehrenamtlichen ins Rampenlicht und würdigen ihren unverzichtbaren Einsatz.

Ihr habt einen Vorschlag für eine "gute Seele" aus eurem Verein, die wir unbedingt mal vorstellen sollten? Dann schreibt uns kurz eine Mail mit ein paar kurzen Informationen zur Person und idealerweise den Kontaktdaten.

  • Dein Kontakt (per E-Mail) zur FuPa-Redaktion: fupa@vrm.de

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Übersicht aller bisher veröffentlichten Berichte der Serie „Die gute Seele im Verein":

Aufrufe: 022.1.2025, 13:00 Uhr
Philipp WeyerhäuserAutor