– Foto: Hans Krämer

Der Kantersieg nährt Klausens Hoffnungen auf den B-Ligaverbleib

Mit dem zweiten Saisonsieg gegen Rot-Weiß Wittlich (5:2) II sind beim B-II-Ligisten SV Klausen die Hoffnungen auf den Klassenverbleib zurückgekehrt.

Der Sportliche Leiter Johannes Baden hat die Hinrunde analysiert: Insgesamt sei man mit der aktuellen Position nicht zufrieden, obwohl der zehnte Platz derzeit zum Klassenverbleib reichen würde (lediglich der Tabellenletzte steigt ab). Baden weiß, dass „wir mit Dreis, Dörbach, Lüxem II und Vulkan­eifel gleich zum Anfang die dicken Brocken vor der Brust hatten“. Dabei sei das Team im ersten Saisonspiel in Dreis (1:2) nur ganz knapp an einem Dreier vorbeigerutscht (die beiden Tore des Gegners fielen in den letzten vier Minuten).

„Gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften wurden dann wichtige Punkte einfach liegen lassen. Wir haben leider in den entscheidenden Momenten nicht alles abgerufen.“ Baden weiß aus vielen Jahren beim SVK, worauf es im Abstiegskampf ankommt. Im Vordergrund stehe, ob „wir als Team zusammenstehen und gemeinsam aus begangenen Fehlern lernen. Im Kampf um den Klassenverbleib ist der Mannschaftsgeist genauso ausschlaggebend wie die Fähigkeit, Fehler zu korrigieren. „Wer das im Tabellenkeller besser macht, wird sich wieder fangen, punkten und letztlich nicht absteigen. Das ist jetzt unser Ziel.“

An den beiden Trainern zu zweifeln, war für den Sportchef nie ein Thema. Baden sagt, dass mit Detlef Koch und Rainer Probst zwei erfahrene Männer engagiert wurden, die genau wissen, wie man mit den Spielern umgehen muss – gerade auch in ungemütlichen Zeiten. „Gerade jetzt strahlen beide einen derart ansteckenden Enthusiasmus und Optimismus aus, der notwendig ist, um die Jungs wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Beide genießen mein vollstes Vertrauen.“

Baden, der in der vergangenen Saison noch neun Mal gespielt hat, wird wohl mit dem Kicken komplett aufhören, nachdem ihn eine erneute Knieverletzung ausgebremst hat. Etwas wehmütig blickt er auf seine Laufbahn zurück. In der Saison 2017/18 schnürte Baden noch in der A-Liga für den SV Dörbach die Schuhe. Unter August Schlotter beim FSV Salmrohr, unter den Trainern Harry Koch und Rudi Jung beim SV Dörbach und zuletzt unter Markus Zimmer und Frank Neukirch beim SV Klausen durfte „ich über viele Jahre hinweg vieles lernen, schöne Momente erleben und tolle Sportkameraden kennenlernen“.

Baden sieht seine Aufgaben künftig ausschließlich abseits des Platzes: „Die Arbeit im Vorstand des SV Klausen macht mir großen Spaß, weil wir dort alles gemeinsam angehen und man sich auf jeden dort verlassen kann. Insofern bin ich insgesamt sehr zufrieden.“ Für die nahe Zukunft möchte der Klausener Sportchef perspektivisch ehemalige Spieler des SVK zu einem Comeback bewegen. „Eventuell findet aber das ein oder andere Urgestein noch mal den Weg zu seinem Heimatverein.“ Doch vorerst geht’s in die XXL-Winterpause. Das nächste Spiel ist für den SV Klausen erst wieder am Sonntag, 12. März, wenn man den SV Dreis empfängt.

Aufrufe: 030.10.2022, 08:10 Uhr
Lutz SchinköthAutor