Mann des Nachmittags: Michael Dietl (rechts) verlieh der Eintracht-Offensive gegen Brunnthal Durchlagskraft.
Mann des Nachmittags: Michael Dietl (rechts) verlieh der Eintracht-Offensive gegen Brunnthal Durchlagskraft. – Foto: hab

Der „Dietl-Faktor“: Karlsfeld feiert 5:1-Kantersieg

Fußball-Landesliga

Fußball-Landesligist Eintracht Karlsfeld hat Schlusslicht Brunnthal klar mit 5:1 geschlagen und sich Luft verschafft. Ein Angreifer stach dabei hervor.

Karlsfeld – Wenn der Knoten bei den Landesliga-Fußballern des TSV Eintracht Karlsfeld platzt, dann richtig. Beim 5:1-Heimsieg gegen Schlusslicht TSV Brunnthal haben Karlsfelder am Samstag gezeigt, wozu sie fähig sind. Spielentscheidend war der „Dietl-Faktor“. So bezeichnete Trainer „Jay“ Alkan das Element, das seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen gefehlt hatte: „Michi ist nicht bei 100 Prozent, seine Qualität und Aura haben heute aber ausgereicht.“

Michael Dietl ist ein Torjäger. In dieser Saison musste der Knipser allerdings bis zu seinem sechsten Einsatz warten, um über die Torpremiere jubeln zu können. In der 36. Minute war der Stürmer zur Stelle, als eine Flanke von Lorenzo Kehl einem Brunnthaler Verteidiger durchrutschte. Dietl grätschte in den Ball und chippte ihn über Keeper Dominik Bamann hinweg ins Tor – in bester Mittelstürmer-Manier. Dietl ist mittlerweile 32 Jahre alt, er wird nicht mehr flinker. Doch an seiner Ausstrahlung hat der Stürmer nichts eingebüßt. Auch seine Fähigkeit, Bälle zu sichern und damit das Spiel zu beruhigen, sind der Eintracht in vielen Spielen dieser Saison abgegangen. Gegen Brunnthal war Dietl spielentscheidend.

Schon vor dem Führungstor hatten die Karlsfelder Chancen gehabt. „Ich dachte mir: Oh Gott, geht das schon wieder los“, sagte Trainer Alkan. Nach dem Führungstor wurden die Eintracht-Spieler spürbar selbstsicherer. Die Belohnung folgte in der zweiten Hälfte. Dietl steckte den Ball durch auf Co-Spielertrainer Dominik Schäffer, der allein aufs Tor zulief und auf 2:0 stellte (51.). Auch am dritten Eintracht-Tor war Dietl beteiligt. Nach seiner Kopfball-Ablage musste Dominik Pöhlmann den Ball nur noch über die Linie drücken (61.). Wenig später war Pöhlmann erneut zur Stelle – dieses Mal nach Vorarbeit von Schäffer (66.).

Brunnthal wollte sich nicht ohne Gegenwehr geschlagen geben und zuckte noch einmal auf, mehr als der Anschlusstreffer durch Thomas Buttler (67.) sollte dem Schlusslicht aber nicht gelingen.

Matchwinner Dietl machte in der 70. Minute Platz für Peter Wuthe. Auch Doppeltorschütze Pöhlmann durfte früher Schluss machen. Für ihn kam Marko Juric ins Spiel. Juric gehörte in den vergangenen Spielzeiten zum Stammpersonal, musste aufgrund einer Verletzungspause jedoch aussetzen. Nun kämpft sich der Sechser zurück – und sammelt wichtige Spielpraxis.

Griechisch-römisch? Nein Fußball, und hier waren Kubilay Celik (unten) und die Karlsfelder Eintracht besser.
Griechisch-römisch? Nein Fußball, und hier waren Kubilay Celik (unten) und die Karlsfelder Eintracht besser. – Foto: Norbert Habschied

Die Karlsfelder hatten auch nach den Spielerwechseln alles im Griff. In der Schlussminute markierte Jonas Eicher den 5:1-Endstand. Sein Trainer freute sich über den ersten Sieg nach vier Niederlagen in Folge: „Heute haben wir gesehen, was wir leisten können, wenn wir selbstbewusst auftreten. Wir wissen aber auch, gegen wen wir heute gespielt haben. Ein Heimspiel gegen das Schlusslicht müssen wir gewinnen. Das war ein Pflichtsieg.“

Alkan freute sich neben den drei Punkten auch über die Leistung seiner Youngster Abdul Bangura und Lorenzo Kehl: „Abdi und Lolo sind heute aufgeblüht. Sie haben richtig stark gespielt.“ Und damit für einen rundum gelungenen Spieltag gesorgt. Karlsfeld hat den Kontakt zum Mittelfeld der Landesliga-Südost hergestellt.

Aufrufe: 09.10.2022, 13:13 Uhr
Moritz StalterAutor