2024-06-24T10:12:48.875Z

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Den Abstiegskampf annehmen will die Spielgemeinschaft mit (l.) Christoph Fischer.
Den Abstiegskampf annehmen will die Spielgemeinschaft mit (l.) Christoph Fischer. – Foto: oliver rabuser /a

Der „Abwärtsspirale“ entkommen: Relegationserfahrene Oberauer empfangen FT Jahn Landsberg II

Kreisklassenrelegation

Die SG Farchant/Oberau muss am Ende der Saison schon wieder in die Relegation. Dieses Mal geht es gegen die Reserve der FT Jahn Landsberg.

Oberau – Es geht um alles. Mal wieder, möchte man sagen. Wenige Fußballclubs aus der Region waren in den vergangenen Jahren so sehr in die Kreisklassenrelegation verstrickt, wie die Oberauer. Gegen Unterammergau folgte für den FC Oberau der Sturz in die A-Klasse. Gegen Raisting und Dießen gelang 2021/22 schon als Spielgemeinschaft mit Ach und Krach der Verbleib. Dieser steht nun wieder im Fokus. Herausforderer ist die Zweite Mannschaft der FT Jahn Landsberg. Das Hinspiel steigt am Donnerstag am Oberauer Gießenbach.

Wichtigster Aspekt ist, die Situation anzunehmen, nicht einem unglücklichen Saisonverlauf nachzutrauern. Julian Ritter spricht von einer „Abwärtsspirale“, in die man während der Abstiegsrunde gezogen wurde. Aus seiner Sicht war das Abdriften auf den vorletzten Rang ein vermeidbares Szenario. „Einige Spiele haben wir verdient verloren, andere nicht“, blickt der SG-Coach zurück. Als größtes Manko sieht er den Umgang mit Tormöglichkeiten. „Wir spielen die Chancen raus, nutzen sie aber zu selten.“ Überdies stimmt der Ertrag nach Ecken und Freistößen nicht. Doch sind es oft gerade die ruhenden Bälle, die Matches mit hoher Bedeutung entscheiden. „Standards sind ein Mittel, dass man wahrnehmen muss.“ Wenigstens fängt sich seine Mannschaft aus solchen Situationen „relativ wenig Gegentore“.

SG-Coach Julian Ritter kann aus dem Vollen schöpfen

Einen Vorteil sieht der Übungsleiter in der frühzeitigen Klarheit über die Entscheidungspartien. Sein Team wüsste um die Lage, dokumentierte dies durch zuletzt starke Trainingsbeteiligung. Ritter behielt die bewährten Abläufe bei, pickte sich aber diese Woche eine Art erweiterten Kader für die Ausscheidung heraus. Routiniers wie Florian Leischer, Christoph Fischer, Marcus Wagner oder die Korthals-Brüder sollen die SG zum Ligaverbleib führen. „Sie haben fast alle schon Relegation gespielt.“ Weiterer Punkt für kollektive Zuversicht: Es sind keine Ausfälle zu beklagen.

Ein ausführliches Dossier über die Lechstädter vermochte Ritter indes nicht anzulegen. Er hat versucht, ein paar Informationen in Erfahrung zu bringen, in erster Linie aber muss die Statistik genügen. Die Erste Mannschaft der FT ist vorige Woche in die Kreisliga abgestiegen, in zwei Relegationspartien gegen die Zweite des VfB Eichstätt. Spielberechtigungen für die Reserve sind ob der Statuten nicht zu erwarten. Bleibt noch der Support. Für gewöhnlich ist die SG nicht einer der vorderen Zuschauermagneten im Landkreis. Aber das darf sich, wenn es nach Ritter geht, gerne einmalig ändern. „Wenn einige den Weg nach Oberau finden, wäre es schön.“ OLIVER RABUSER

Aufrufe: 029.5.2024, 11:10 Uhr
Oliver RabuserAutor